Aschaffenburg (1646) auf einem Stich in der „Topographia Germaniae“ von Matthäus Merian (1593–1650) — Illustration: Wikimedia [Vorschaubild: Aschaffenburg 2021/Kasa Fue]

Fakten & Zahlen

Aschaffenburg (lokale Aussprache: Aschebersch) ist eine kreisfreie Mittelstadt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken, Teil der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main, größte Stadt der Region Bayerischer Untermain und nach Würzburg die zweitgrößte Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken. Die Stadt ist Sitz des Landratsamtes Aschaffenburg und der Technischen Hochschule Aschaffenburg. Der ursprüngliche Name Ascafaburc setzt sich aus den Wörtern ascafa, das den Fluss Aschaff beschreibt und dem althochdeutschen burch (Burg) zusammen.

Geografie

Aschaffenburg liegt an der Nordwestecke des Mainvierecks an der Mündung der Aschaff in den Main und am Westrand des Spessarts. Das Stadtgebiet ist auf drei Seiten vom Landkreis Aschaffenburg umgeben und grenzt im Süden an den Landkreis Miltenberg. Der höchste Geländepunkt liegt bei 391,5 m ü. NHN am Westhang des Pfaffenberges an den Grenzen der vorgenannten Landkreise. Die niedrigste Stelle liegt bei 108,5 m ü. NHN im Unterwasser der Staustufe Obernau.

Mainbrücken

Fünf Brücken überqueren in Aschaffenburg den Main. Dies sind (der Fließrichtung des Stromes folgend, von Süd nach Nord): der Fußgängersteg der Staustufe Obernau, die Eisenbahnbrücke Nilkheimer Mainbrücke sowie die Straßenbrücken Konrad-Adenauer-Brücke, Willigisbrücke und Friedrich-Ebert-Brücke.

Oberbürgermeister seit 1970

1970–2000: Willi Reiland (SPD)
2000–2020: Klaus Herzog (SPD)
seit 1. Mai 2020: Jürgen Herzing (SPD)

Dialekt und Mundart

In Aschaffenburg und seinen Stadtteilen werden, wie in den umgebenden Orten, verschiedene Varianten der Untermainländischen Dialekte gesprochen. Man spricht somit einen südhessischen und nicht, wie oft geglaubt, einen Unterfränkischen Dialekt. Die Aschaffenburger Mundart selbst unterscheidet sich auch von den angrenzenden untermainländischen Sprachgebieten, wie Kahlgründer oder Großostheimer Dialekt. Ein weithin bekannter Sprecher des Aschaffenburger Innenstadt-Dialektes ist der Kabarettist Urban Priol.

Der Aschaffenburger Mundartdichter Karl Reuß schreibt in der ersten Strophe seines Gedichtes in dem Band Ascheborjer Posse zu seiner Heimatstadt:

O du mei liebes Ascheborg
Du Städtsche wunnerbor
Wie liegste drin im griene Tal,
Sou schöi, sou sunnekloor!

Religionen

Gemäß der Volkszählung 2011 waren 51,3 % der Einwohner römisch-katholisch, 15,9 % evangelisch und 32,7 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung ist seitdem jährlich um 1 Prozentpunkt gesunken. Gemäß dem Zensus 2022 waren 38,9 % oder 27.923 der 71.692 Einwohner katholisch, 12,3 % evangelisch, und 48,8 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Laut kirchlicher Statistik waren am 31. Dezember 2022 27.674 (2023: 26.746) Einwohner Mitglied der katholischen Kirche.

Profane Bauwerke

Schloss Johannisburg (Wahrzeichen der Stadt) mit der Hofbibliothek

Stiftskirche St. Peter und Alexander mit spätromanischem Kreuzgang. Die Kirche hat den Status einer päpstlichen Basilica minor, an Kulturdenkmälern finden sich in ihrem Inneren u. a. eines der wenigen erhaltenen Kruzifixe im romanischen Stil sowie die Beweinung Christi von Matthias Grünewald.

Altstadtfriedhof Aschaffenburg (mit den Gräbern von Clemens Brentano und Wilhelm Heinse)

▬ historische Altstadt (Denkmal-Ensemble Oberstadt auf dem Stifts-, Bad-, Schloss- und Jesuitenberg)

Bernhard-von-Trier-Gedenkstein der dankbaren Stadt Aschaffenburg zu Ehren des sagenhaften Kapuzinerpaters Bernhard von Trier (Bildhauer: Otto Gentil, 1931).

Sonstiges

▬ 1904 eröffnete der Architekt Rudolf Kempf (* 6. Dezember 1864 in Rieneck; † 14. Mai 1943 in Hamburg) die „Erste deutsche Autolenkerschule“ die dem „Kempf’schen Privat-Technikum Aschaffenburg“ angegliedert war. Sie wurde Ende 1906 wieder geschlossen, Kempf verließ Aschaffenburg und übersiedelte nach Mainz. Zum 100. Jubiläum 2004 wurde am ehemaligen Standort eine Stele errichtet.

Die Erste deutsche Autolenkerschule in Aschaffenburg
Die Erste deutsche Autolenkerschule in Aschaffenburg
Foto (1906): Autor unbekannt/Wikimedia

▬ Eine volkstümliche Figur ist der Aschaffenburger Maulaff.

▬ Vielfach wird die Stadt ob ihres milden Klimas als Bayerisches Nizza bezeichnet. Angeblich stammt diese Aussage von König Ludwig I., was allerdings nicht belegt ist. Auch nennt sie sich Tor zum Spessart.

▬ Das siebente Wahrzeichen der Stadt ist der Ascheberscher Arsch – ein Stein der Schlossgartenmauer. Seine beiden übereinander liegenden Buckel lassen an die Figur des Buchener Bleckers denken und werden daher für einen Scherz der Erbauer gehalten. (Wikipedia)

 

Pressekonferenz

Messerangriff in Aschaffenburg – Bayerns Innenminister Herrmann äußert sich dazu | BR24live (22.1.2025; 15:39 min.)

»Bei einem Messerangriff in Aschaffenburg sind zwei Menschen getötet und zwei schwer verletzt worden. Unter den Toten ist ein zweijähriger Junge. Bayerns Innenminister Herrmann äußert sich auf einer Pressekonferenz.«

 

Immer dieselben Täter

Es ist immer dasselbe. Die Schlagzeilen klingen vertraut: „Messerangriff in …“ – suchen Sie sich eine Stadt aus. Mannheim, Solingen, Aschaffenburg, Berlin. Es ist ein Albtraum, der sich endlos wiederholt. Und doch tun unsere Politiker so, als sei es reiner Zufall, dass das Messer wie von Geisterhand aus der Küchenschublade sprang und ein Kind, einen Vater, einen Passanten erstach. Man kann es nicht mehr hören. Und doch müssen wir es wieder und wieder hören. Weil es immer wieder passiert. Weil es immer dieselben Täter sind. Weil es immer dieselben Mechanismen sind, mit denen die Wahrheit vertuscht wird. Der Name des Mörders? Verschwiegen. Die Herkunft? Verschleiert. Stattdessen: Betroffenheitsfloskeln, Lichterketten, Gedenkgottes-dienste. Und einen Tag später marschieren sie gegen „rechts“.

Meinrad Müller: »Aschaffenburg: Afghane (28) ersticht Mann (41) und Kind (2)«, PI-News, 22.1.2025 ⋙ Link

 

Attacke, Januar 2024

Attacke auf offener Straße: Mann sticht auf Frau ein in Aschaffenburg (NEWS5; 29.1.2024; 1:13 min.)

»Am Montagmorgen (29.1.2024) kam es in der Frohsinnstraße in der Aschaffenburger Innenstadt zu einem schrecklichen Vorfall. Laut ersten Informationen hat dort ein Mann eine Frau attackiert. Der Mann soll dabei mit einer Stichwaffe auf die Frau eingestochen haben. Die Frau wurde dabei verletzt. Sie wurde einer medizinischer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Laut Informationen der Polizei war der somalische Tatverdächtige der ehemalige Partner des Opfers. Weitere Hintergründe zum Tatgeschehen ermittelt die Aschaffenburger Kriminalpolizei. Der Mann begab sich nach der Tat in Richtung Innenstadt, wonach mehrere Augenzeugen über die Flucht des Mannes berichten konnten. So konnte der 39-jährige wenige Minuten später von den Polizeibeamten gefasst werden. Bei erster Durchsuchung des Mannes wurde ein Messer sichergestellt. Es besteht keine Gefahr für Dritte.«

 

Messerangriff, Sept. 2024

Messerangriff in Aschaffenburg: 26-Jähriger verletzt Männer (SAT.1 BAYERN; 2.9.2024; 0:21 min.)

»Am Freitagabend hat ein 26-jähriger Afghane mit einem Messer auf zwei Männer eingestochen. Die Polizei konnte den Täter kurz darauf festnehmen und sucht jetzt Zeugen. Ihm droht lebenslange Haft.«

 

Messerstecherei, Okt. 2024

Messerstecherei in Aschaffenburg: Zwei Männer nach Streit verletzt (SAT.1 BAYERN; 10.10.2024; 0:25 min.)

»Zwei Männer bei Messerangriff verletzt – bei einem Streit in einer Gruppe wurden am Mittwochabend zwei Personen schwer verletzt. Die Polizei ermittelt, um den Tathergang zu klären.«

 

Brandmauertote

CDU und FDP könnten SOFORT mit der AfD den Wahnsinn zu beenden beginnen. Doch sie tun es NICHT. Der Ideologe Friedrich Merz nimmt den Tod von Menschen für die Brandmauer-Ideologie in Kauf. Die neuesten Opfer deutscher Ideologie sind: die Brandmauertoten.

Dushan Wegner: »Brandmauertote, die Opfer einer Ideologie«, 23.1.2025 ⋙ Link

 

Merz forderte … [Blablabla]

Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz forderte nach der Gewalttat „politische klare Antworten“. „Wir werden darüber sprechen müssen, sobald die Umstände dieser schrecklichen Tat aufgeklärt sind“, sagte der CDU-Chef beim Jahresempfang der Wirtschaft in Mainz.

ZEIT online: »Messerangriff in Aschaffenburg: Olaf Scholz kündigt schnelle Aufklärung der „Terrortat“ an«, 23.1.2025 ⋙ Link