Formen der Idee
Aufräumen und Wegwerfen
Einige Notizen, ggf. ergänzt.
Der Gegenwart. — 3. April 2026
Der phantasievolle Mensch kann nicht wegwerfen. Er sieht in jedem Ding ein Potential. So häuft Anselm Kiefer seine abgeschnittenen Finger- und Fußnägel auf. Für den Künstler gibt es kein wertloses Material, denn jegliche Materie ist Werkstoff und fordert ihn heraus zur Verwendung, zur Gestaltung, zur Umformung, zum Aufdrücken eines Wertes.
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Glas-Rütz, ein Cottbusser Original, residierte mit seiner Sammlung von Antiquitäten und seltsamen Fundstücken auf dem Gelände seiner Altstoffsammelstelle. Zwei Ziegenböcke zogen seinen Handwagen mit darauf drapierten Altpapierstapeln und gläsernem Leergut, wenn er zur Maifeier an der Tribüne vorbeizog. Eine anti-bürgerliche Existenz, sicherlich ein glücklicher Mensch, der Schätze aufhäufte und in einem Schuppen zum eigenen Plaisir lagerte. Ein Grammophon, Plattenkameras, Geweihe, ausgestopfte Tiere, Strohhüte, einige Ölbilder, Vitrinen mit Porzellan und geschliffenen Gläsern. Meinen Vater begleitend durfte ich mich dort einmal umsehen und wurde fürs Leben infiziert mit der Idee vom Wertstoff. Glas-Rütz dagegen ist verschwunden. Das Internet kennt ihn nur durch zwei Erwähnungen von Leser-Erinnerungen im »Märkischen Boten«. Fast ausgelöscht.
[Wird fortgesetzt.]
Unordnung, Stress & Scham
Wenn Aufräumen sich schwer anfühlt – was dein Nervensystem dir zeigen möchte (Frei von Ängsten & Traumata; 31.3.2026; 13:16 min.)
»KARSTEN NOACK — HILFE BEI ÄNGSTEN UND TRAUMATA IN BERLIN & ONLINE Weshalb fühlt sich Aufräumen für manche Menschen so groß an, obwohl es von außen nach einer kleinen Aufgabe aussieht? In diesem Video schauen wir gemeinsam darauf, wie Unordnung mit innerem Stress, Scham, Überforderung und Traumafolgen zusammenhängen kann. Du erfährst in diesem Beitrag: • weshalb Aufräumen oft viel mehr ist als Haushalt • was dein Nervensystem mit Erstarrung, Vermeidung und Aufschub zu tun hat • warum sichtbares Chaos den inneren Druck oft weiter erhöht • weshalb Dinge oft mehr sind als Dinge • wie du mit einer einfachen 3-Minuten-Übung wieder in Bewegung kommen kannst. Dieser Beitrag richtet sich an Menschen mit Ängsten, Traumafolgen, innerer Unruhe und dem Wunsch nach mehr Sicherheit im Alltag. Wenn du dir auf deinem Weg mehr Ruhe, Orientierung und traumasensible Impulse wünschst, abonniere gern FREI VON ÄNGSTEN UND TRAUMATA. Frage an dich: Welche kleine Ecke bekommt heute drei Minuten deiner freundlichen Aufmerksamkeit?«