Illustration von Fritz Baumgarten für „Die Heinzelmännchen“, etwa 1956. — Bild: Repro

August Kopisch
August Kopisch
porträtiert von Joseph v. Führich (1800–1876) — Kupferdruck einer Heliogravüre, etwa 1829/Wikimedia

Lebensdaten

August Kopisch (* 26. Mai 1799 in Breslau; † 6. Februar 1853 in Berlin) war ein deutscher Erfinder, Landschafts- und Historienmaler und Schriftsteller bzw. Dichter. Kopisch erfand den sog. „Berliner Schnellofen“, einen tragbaren, spiritusbetriebenen Ofen zum Erwärmen kleiner Räume, vornehmlich auf Reisen, und ließ ihn patentieren. Kopisch übersetzte auch Dantes Göttliche Komödie und italienische Volkslieder ins Deutsche. Bekannt wurde sein Gedicht über die Kölner Heinzelmännchen. 1899 wurde der Heinzelmännchenbrunnen vom Kölner Verschönerungsverein aus Anlass des 100. Geburtstags von August Kopisch gestiftet. 1948 wurde der Kopischweg in Hamburg-Niendorf nach ihm benannt. (Wikipedia)

 

Die Heinzelmännchen, gezeichnet von Theodor Hosemann
Die Heinzelmännchen, gezeichnet von Theodor Hosemann (1807–1875). — Aus: Illustrirte Welt, München (1870) — Ausschnitt, vergrößern ⋙ Link

Das Buch und die Bilder

Mit Bildern von Arpad Schmidhammer
August Kopisch: Die Heinzelmännchen.
Mit Bildern von Arpad Schmidhammer (Scholz' künstlerische Volks-Bilderbücher). Jos. Scholz-Verlag, Mainz (ca.1910)

 

Mit Bildern von Fritz Gareis.
August Kopisch: Die Heinzelmännchen.
Mit Bildern von Fritz Gareis. Loewes Verlag Ferdinand Carl, Stuttgart (ca. 1912)

 

Mit Bildern von Ernst Kutzer.
August Kopisch: Die Heinzelmännchen.
Mit Bildern von Ernst Kutzer. Alfred Hahn Verlag, Leipzig (ca. 1930)

 

Mit Bildern von Beatrice Braun-Fock.
August Kopisch: Die Heinzelmännchen.
Mit Bildern von Beatrice Braun-Fock. Jos Scholz-Mainz Verlag, Wiesbaden (1936)

 

Mit Bildern von Fritz Baumgarten
August Kopisch: Die Heinzelmännchen.
Mit Bildern von Fritz Baumgarten (Mainzer Künstler-Bilderbücher). Engelbert Dessart Verlag, Bad Aibling (um 1956)

 

[Hinweise zu den Erscheinungsdaten der Bücher werden gern entgegengenommen und ggf. hier korrigiert.]

 

Biografisches

Arpad Schmidhammer, eigentlich Arpath Emil Schmidhammer, (* 12. Februar 1857 in St. Joachimsthal; † 13. Mai 1921 in München) war ein deutscher Buchillustrator und Karikaturist. Schmidhammer arbeitete u. a. für die Zeitschrift Jugend als einer der ersten Illustratoren, ferner für die Anthologie Knecht Ruprecht (1900) und das Jugendland. Neben zahlreichen Beiträgen als Kinderbuchillustrator verfasste er auch eigene Kinderbücher. Viele von ihm illustrierte Bücher erschienen im Verlag Jos. Scholz in Mainz, meist in den Reihen Scholz’ Künstler-Bilderbücher, Scholz’ künstlerische Malbücher und Scholz’ künstlerische Volks-Bilderbücher. Er veröffentlichte im Ersten Weltkrieg propagandistische „Kriegsbilderbücher“, profilierte sich aber auch als scharfer politischer, besonders antiklerikaler Karikaturist seiner Zeit. Zusammen mit Hans Thoma entwarf Schmidhammer ab 1896 Kostüme für die Inszenierung des Rings des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen. (Wikipedia)

Fritz Gareis junior (* 21. Oktober 1872 in Wien; † 5. Oktober 1925 ebenda) war ein österreichischer Karikaturist, Illustrator und Maler. Fritz Gareis junior studierte zunächst bei seinem Vater, dem Bildhauer und Maler Fritz Gareis (1845–1903). Ausstellungen machten ihn als Genre- und Landschaftsmaler bekannt. Popularität erlangte Gareis in Österreich mit seinen humoristischen Beiträgen in der Zeitschrift Die Muskete (1915/23). Weitere Zeitungen und Zeitschriften entdeckten sein Talent. Er war Illustrator bei Der Montag (1921/23), bei der Satirezeitschrift Der Götz von Berlichingen (1923/25) und Kleine Volkszeitung (1923/25). Für die Zeitschrift Der Götz von Berlichingen zeichnete Gareis einen der ersten europäischen Comics mit Sprechblasen. Illustrationen und Vignetten zu zahlreichen Büchern, aber auch Plakate, Postkarten und Spendenmarken runden sein graphisches Werk ab. (Wikipedia)

Ernst Kutzer (* 10. Juni 1880 in Böhmisch Leipa, Österreich-Ungarn; † 19. März 1965 in Wien) war österreichischer Maler, Grafiker, Autor und Bilderbuchillustrator. Ab 1910 begann er, Jugendbücher für den Stuttgarter Verlag Levy & Müller zu illustrieren, und entwickelte dabei seine unverwechselbaren Kinderzeichnungen. Während des Ersten Weltkrieges war er Kriegsmaler. Daneben zeichnete und malte er zahlreiche Postkarten, die bis heute hoch im Sammlerkurs stehen, sowie Sammelbilder für Stollwerck-Sammelalben. Nach 1933 war Kutzer in vielen Schulbüchern im Deutschen Reich vertreten. In der Nachkriegszeit wurden bei Neuauflagen die NS-Symbole aus den Grafiken entfernt und Kutzers Name als Mitautor der Schulbücher nicht mehr genannt. Ab 1948 „normalisierte“ sich die Lage um die Kutzerbücher. Es entstand sein in Österreich am weitesten verbreitetes Bilderbuch, Puckerl und Muckerl. Dieses Buch erscheint immer noch im Breitschopf Verlag, der nach dem Zweiten Weltkrieg durch seine Aufträge Kutzer und seiner Familie das Überleben mit ermöglichte. Auch in dieser Zeit waren Kutzers Fibeln und Lese- und Rechenbücher Bestandteil des Schulunterrichts. Das Esperanto-Lehrbuch ist noch heute in Gebrauch. (Wikipedia)

Beatrice Braun-Fock (* 14. April 1898 in Amsterdam; † 30. Januar 1973 in Bad Wiessee) war niederländisch-deutsche Zeichnerin und Buchillustratorin. Mit mehr als 50 Kinder- und Jugendbüchern gehört sie zu den bekanntesten Illustratoren des 20. Jahrhunderts. Schon während der Studienzeit an der Kunstgewerbeschule München wurden ihre Zeichnungen im Simplicissimus veröffentlicht. Neben Käthe Kollwitz und Kasia von Szadurska gehörte sie zu den ersten Frauen, die für die satirische Wochenschrift arbeiteten. 1924 kam ihre Tochter Karla zur Welt. 1930 und 1931 erschienen mehrere Bücher im Jos. Scholz Verlag Mainz in der Reihe Scholz’ Künstler-Bilderbücher, darunter Märchen der Brüder Grimm und Die Heinzelmännchen. Zu jener Zeit waren ihre Illustrationen beispielgebend für die künstlerische Entwicklung des Bilderbuchs in Deutschland. In den 1930er-Jahren gestaltete sie ihre Bilder flächiger und verwendete kräftigere Farben. 1947 erschien Friedrich Rückerts Das Männlein in der Gans. Sie führte ihre Illustrationstechnik mit prägnanten, klaren Formen zu einer zeitgemäßen Buchillustration wie 1956 im Buch Der schwarze Schimmel, für das Ernst Heimeran die Verse dichtete. 1957 erschien im Kinderbuchverlag Berlin die Lizenzausgabe des Buches für die DDR. Es zählt zu den besten Kinderbüchern nach dem Zweiten Weltkrieg. (Wikipedia)

Friedrich „Fritz“ Karl Baumgarten (* 18. August 1883 in Reudnitz bei Leipzig; † 3. November 1966 in Leipzig) war ein deutscher Kinderbuchillustrator, Lithograf, Zeichner und Maler. Er hat über mehrere Jahrzehnte zahlreiche Bilderbücher mit Wichteln und Zwergen gestaltet und einen charakteristischen Stil geprägt. Die über neunzig nach 1945 erschienenen Bilderbücher (u.a. im Abel & Müller Verlag, Engelbert Dessart Verlag, Titania-Verlag, Pestalozzi-Verlag, mit Versen/Texten von Helle Carola Gärtner-Scholle, Gisela Fischer, Ruth Kraft, Liselotte Burger, Helge Darnstädt, Lena Hahn, Erich Heinemann u. a. m.) erreichten eine Auflage von bis heute insgesamt fast einer Million. (Wikipedia)