Ein Brot, gebacken von Thilo Goldheger aus Roggenmehl, Roggenschrot, Wasser und Salz. — Foto: Gegenbild

Wer nie sein Brot mit Tränen aß, // Wer nie die kummervollen Nächte // Auf seinem Bette weinend saß, // Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre

 

Bet und arbeit! ruft die Welt, // Bete kurz! denn Zeit ist Geld. // An die Türe pocht die Not - // Bete kurz! denn Zeit ist Brot.

Georg Herwegh

 

Die blaue Kornblum wohnt versteckt, // So hab ich meinen Schatz entdeckt. // Sie kann nicht meinen Händen wehren, // Wiegt sie wie's Sommerfeld die Ähren. // Die Ähren sind jetzt körnerschwer, // Als läg schon Brot mannshoch umher, // […] Mein Schatz die Ähren streicheln tut. // »Nach Leben riechen sie so gut.«

Max Dauthendey

 

Roggenschrot

»Roggenschrot wird durch das Schroten von Roggenkörnern hergestellt, einem mechanischen Prozess, bei dem die intakten Körner grob aufgebrochen werden, ohne sie zu feinem Mehl zu mahlen. Es enthält das gesamte Korn und ist dadurch nährstoffreicher und nach Versäuerung sehr bekömmlich. Das Schrot habe ich (mit Hilfe des Anstellgutes) zu Sauerteig verarbeitet und im zweiten Schritt den Hauptteig mit Roggen-Vollkornmehl hergestellt. In dem Fall habe ich von der Gesamtmehlmenge 25 % Schrot genommen.« (T. G.)