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Collagen
Das Protein ist Bestandteil von Knochen, Knorpel und Haut. Als Pulver läßt es sich bequem einnehmen – mit Orangengeschmack.
Der Gegenwart. — 14. Dezember 2024
Mist – beim Blick in den Spiegel fühlst du dich schon wieder etwas älter? Und deine Muskeln wollen auch nicht mehr so wie früher? Völlig normal – denn dein Körper produziert mit zunehmendem Alter immer weniger Collagen. Ein wichtiges Protein, das unter anderem in deinen Muskel- und Hautzellen vorkommt. Zum Glück bist du aber nicht allein auf die körpereigene Herstellung angewiesen. Um dich zusätzlich zu unterstützen, gibt es unser hochwertiges Collagen Pulver jetzt auch mit angenehm fruchtigem Orangen-Geschmack. Egal, ob du dein frisches Aussehen oder deine Muskeln an aktiven Tagen unterstützen willst: Ab jetzt bist du bestens versorgt!
Im menschlichen Körper ist Kollagen mit über 30 Prozent Anteil an der Gesamtmasse aller Proteine das am häufigsten vorkommende Protein. Es ist ein wesentlicher organischer Bestandteil des Bindegewebes (Knochen, Zähne, Knorpel, Sehnen, Bänder) und der Haut. Seinen Namen erhielt das Kollagen (aus dem Griechischen: Leim erzeugend) ursprünglich aufgrund seiner früheren Nutzung als Knochenleim im Holzhandwerk. Es ist der Hauptgrundstoff für die Herstellung von Gelatine.
Kollagen besteht aus einzelnen langen Kollagenmolekülen (Proteinketten bzw. korrekterweise Aminosäureketten), die eine linksgängige Helix (ähnlich der Polyproline-II-Helix) ausbilden. Jeweils drei dieser Helices sind in einer rechtsgängigen Superhelix arrangiert, dem eigentlichen Kollagen. Diese Tripelhelix wird durch Wasserstoffbrücken zwischen den einzelnen Strängen stabilisiert.
Auffallend an der Primärstruktur (Aminosäuresequenz) des Kollagens ist, dass jede dritte Aminosäure Glycin ist. Ein in der Proteinfamilie der Kollagene häufig wiederholtes Sequenzmotiv ist Glycin-Prolin-Hydroxyprolin.
Kollagenfasern besitzen eine enorme Zugfestigkeit und sind kaum dehnbar. Die dichte Wicklung ist hierbei ausschlaggebend für die hohe Zugfestigkeit von Kollagenfasern.
Kollagene spielen in der Biomineralisation der Wirbeltiere eine entscheidende Rolle.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Kollagen Typ I gleichgesetzt mit „Kollagen“. Kollagen Typ I ist zwar mengenmäßig im Säugetier das bedeutendste Kollagen und durch seine Verwendung als Gelatine auch das bekannteste, es existieren jedoch weitere Kollagentypen, die sich strukturell wesentlich vom Kollagen Typ I unterscheiden und andere wichtige biologische Funktionen wahrnehmen. Gelatine ist die denaturierte Form von fibrillärem Kollagen Typ I, II und/oder III und wird meist aus Schlachtabfällen gewonnen. Hierbei ist zu beachten, dass Kollagen Typ II vornehmlich im Knorpel vorkommt, Gemische von Kollagen Typ I und III stammen aus Sehnen, Bändern und der Haut.
Nutzung
Ernährung und Futterstoffe
In Deutschland werden jährlich etwa 32.000 Tonnen Gelatine in Speisequalität hergestellt, die europäische Gesamtproduktion beträgt 120.000 Tonnen (70 Prozent Schweineschwarten, 18 Prozent Knochen, 10 Prozent Rinderspalt, 2 Prozent sonstige). Verwendet werden in Deutschland etwa 90.000 Tonnen, wobei zwei Drittel auf den Ernährungsbereich und von dem Rest etwa die Hälfte auf den Futtermittelbereich entfallen. Daneben wird Kollagen für die Herstellung von Kunstdärmen, die als Wursthülle dienen, benutzt.
Pharma
Etwa 15.000 Tonnen werden in der chemischen und pharmazeutischen Industrie verarbeitet. Dabei stellen Umhüllungen von Tabletten und Vitaminpräparaten (Hart- und Weichkapseln) sowie Gelatinezäpfchen die Haupteinsatzbereiche in der Pharmaindustrie dar. Außerdem wird Gelatine für blutstillende Schwämmchen sowie als Blutplasma-Ersatz eingesetzt. Kollagen wird außerdem in der regenerativen Medizin als Nährmedium in der Gewebezüchtung benutzt. Damit können beispielsweise Hautersatzmaterialien für schwere Verbrennungen hergestellt werden.
Kosmetik
Kollagen findet seit vielen Jahren auch in der Kosmetik Anwendung und soll dort hauptsächlich zur Minderung von Hautalterung, dem Anti-Aging, dienen. Eine investigative Reportage des Guardian konnte 2023 zeigen, dass Produzenten weltweit Kollagen von Kühen verkaufen, die auf Farmen gehalten werden, welche für die Abholzung des Regenwaldes verantwortlich sind. Kollagencremes gehören zu den Bestsellern auf dem Kosmetikmarkt. Allerdings kann das enthaltene Kollagen nicht in die Haut eindringen, da seine Fasern zu lang sind. Studien konnten bisher nicht zeigen, dass kürzere Fasern (Peptide) in die Haut eindringen können. Neben Cremes werden auch Supplemente zur oralen Einnahme verkauft. Bislang wurden die meisten, wenn nicht alle, Studien zu Kollagen von Industrien finanziert, die durch den Verkauf von Kollagenprodukten Vorteile hätten. Daher kann kein unabhängiges Urteil über die Effektivität von Kollagen getroffen werden. Zur Behandlung von Falten oder Runzeln wird Kollagen als Faltenunterspritzung gelegentlich in die Haut injiziert.
Technik
In der analogen Fotografie stellt Gelatine die Basis für die fotoempfindlichen Schichten auf dem Film und dem Fotopapier. Auch moderne Druckerpapiere zum Ausdrucken von Farbbildern sind mit Gelatine beschichtet.
Leder
Vernetzte Kollagenfasern bilden die Struktur von Leder und geben ihm seine Zugfestigkeit. Mit Hilfe von Gerbstoffen werden bestimmte Eigenschaften wie Flexibilität und Resistenz gegen Zersetzung durch Mikroorganismen erreicht.
Gewinnung
Kollagen wird vor allem in Form der Gelatine genutzt, die aus Rinderspalt, Schweineschwarten sowie Knochen von Rindern und Schweinen gewonnen wird. Nach dieser Herstellungsmethode kann das Kollagen denaturiert vorliegen und verunreinigt sein. Diese Form kann somit ungeeignet für manche Anwendungen sein.
So trägt die Gewinnung von tierischem Kollagen auch zur Abholzung von Regenwäldern in bspw. Paraguay bei. Auf den abgeholzten Flächen werden dann Rinder gehalten. Große Kollegenproduzenten wie Rousselot beziehen tausende Tonnen Rinderfelle aus diesen Regionen.
Rein synthetisches Kollagen kann beispielsweise über biotechnologische Prozesse mittels genetisch modifizierten Mikroorganismen hergestellt werden.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Kollagene

1K6F_Crystal Structure Of The Collagen Triple Helix Model Pro- Pro-Gly103 — Illustration: Nevit Dilmen/Wikimedia
Fakten
Kollagene (Vorstufe Tropokollagene; internationalisierte Schreibweise Collagene; Betonung auf der zweitletzten Silbe) sind eine Gruppe nur bei vielzelligen Tieren (einschließlich Menschen) vorkommender Strukturproteine (ein Faserbündel bildendes Protein) hauptsächlich des Bindegewebes (genauer: der extrazellulären Matrix). Kollagene finden sich unter anderem in den weißen, unelastischen Fasern von Sehnen, Bändern, Knochen und Knorpeln. Auch Schichten der Haut (Unterhaut) bestehen aus Kollagenen. (Wikipedia)
Bezugsquelle
Zum Beispiel: Collagen Pulver (siehe Foto oben: Dosis entspricht 10g pro Tag; abmessbar mit dem mitgelieferten Dosierlöffel)