Vokabularium
Wenn plötzlich ein Traktor
im Acker verschwindet
Dolinen sind mitunter spektakuläre Karstsenken. Doch falls in Deutschland sich der Boden auftut, darf das Erdloch nicht einfach zugeschüttet werden.
Der Gegenwart. — 1. Februar 2026
Am südlichen Rand des Harzes reihen sich perlenschnurartig Erscheinungen aneinander, die auf die gesteinsauflösende Wirkung des Wassers zurückgehen: Höhlen, Erdfälle und Dolinen, Karstquellen, Bachschwinden und Flussversinkungen, Karstkegel, Schlotten, geologische Orgeln, Felsen und weiße Wände, geformt aus dem typischen Gestein des Südharzes, dem Gips.
wandermagazin.de lt. Wiktionary
Der geomorphologische Begriff „Doline“ ist durch den serbischen Geographen Jovan Cvijić geprägt worden. In seiner Doktorarbeit (Das Karstphänomen, 1893) am Wiener Geographischen Institut unter Albrecht Penck entlehnte er „Doline“ aus der südslawischen Bezeichnung für Lösungsformen im Karst. Der Begriff und seine allgemeine Definition fanden unmittelbar Eingang in die geomorphologische Terminologie und werden dabei auf rezente Bildungen oder paläogeografische Lösungsformen angewandt. Cvijić verwendete in seiner Dissertation den Großteil der Beschreibung (53 von 112 Seiten) auf die Darlegung von Dolinen. Ihre überwiegend korrosive Entstehung trug zur Integration des Karsts in die Idee von geomorphologischen Erosionszyklen bei, die eine zeitliche Entwicklung und verschiedene Stadien der Erdoberfläche postulieren. Innerhalb der von William Morris Davis geprägten Anschauung, dass Erosionszyklen das Erscheinungsbild der Erdoberfläche bilden, formulierten Alfred Grund (1914) und Cvijić (1918) Modelle für Erosionszyklen im Karst. Weiter verbesserte Modelle zur Entwicklung von Karstlandschaften zeigten, dass allein durch Lösungsvorgänge das typische Bild einer Karstlandschaft mit seinen Hohl- und Vollformen (Senkungen und Erhebungen) entsteht, auch wenn tektonische Vorgänge die Entwicklung mitprägen können. Neben der Lösungsdoline definierte Cvijić weitere Formen wie die „Suffusions-Doline“, „Einsturzdoline“, „Schnee-Doline“ sowie die „geschlossenen Karstsenken“.
Entstehung von Dolinen
Dolinen entstehen immer durch Lösungsvorgänge in verkarstungsfähigen, d. h. in Grund- oder Oberflächenwasser relativ leicht löslichen Gesteinen. Dies sind Evaporite (vor allem Steinsalz und Gips) und Karbonate (Kalkstein und Dolomit). Da flüssiges Wasser für den Lösungsprozess zwingend erforderlich ist, entstehen Dolinen vorwiegend in humiden tropischen bis gemäßigten Klimaten.
Vor allem bei den schwerer löslichen Karbonaten wirkt sich eine starke Zerklüftung oder das Vorhandensein zahlreicher Verwerfungen im Gestein begünstigend auf die Dolinenbildung aus, weil dies den Verwitterungslösungen eine größere Angriffsoberfläche bietet.
Lösungsdoline
Hierbei wird das Gestein von der Geländeoberfläche her aufgelöst. Lösungsdolinen (im engeren Sinn; auch Korrosionsdolinen genannt) sind zumindest in humiden Regionen auf Karbonatkarst beschränkt, da Evaporite, insbesondere Steinsalz, bereits im Untergrund aufgelöst werden, bevor sie überhaupt an der Erdoberfläche großflächig freigelegt werden könnten. Auch entstehen Lösungsdolinen selten in zu stark abschüssigem Gelände, da der Oberflächenabfluss des Wassers hier in der Regel zu schnell geschieht, als dass chemische Lösungsprozesse in Gang gesetzt werden könnten.
Sackungs- und Einsturzdolinen
Der Mechanismus für die Entstehung von Sackungs- und Einsturzdolinen ist Subrosion, das heißt die Lösung verkarstungsfähiger Gesteine im Untergrund, einhergehend mit Höhlen¬bildung. Die Doline wird schließlich durch das Nachbrechen (eines Teils) der Höhlendecke erzeugt, was sich an der Erdoberfläche entweder nur in Form einer trichterförmigen Senke oder aber in der Schaffung eines hochgelegenen Höhleneingangs äußern kann. Bei Sackungsdolinen ist das Deckgestein selbst nicht verkarstungsfähig, bei Einsturzdolinen ist es verkarstungsfähig. Sackungs- und Einsturzdolinen werden auch unter der Bezeichnung Erdfalldolinen zusammengefasst. Sie können mit weit verzweigten Höhlensystemen in Verbindung stehen. Mittlerweile gilt auch die ursprünglich regionale, für Karstlöcher auf der Halbinsel Yucatan verwendete Bezeichnung Cenote als Synonym für Einsturzdoline. Nicht zu verwechseln sind Erdfalldolinen mit den sich ebenfalls als Erdsenkungen äußernden, aber anthropogen durch Untertage-Bergbau verursachten Pingen oder Bingen. Überschneidungen bestehen mit dem Begriff der Mardelle: Mardellen können (periodisch) wassergefüllte Sackungsdolinen sein, können aber auch anders (unter anderem anthropogen) entstehen.
Schwemmlanddolinen
Bei Schwemmlanddolinen (auch Alluvialdolinen oder Erosionsdolinen genannt) brechen nicht relativ alte verfestigte Deckschichten in einen Hohlraum nach, sondern junge unverfestigte Sedimente werden über eine bereits im verkarsteten Untergrund vorhandene Wegsamkeit ausgeschwemmt. Das Nachrutschen von Lockersediment erzeugt dabei einen Senkungstrichter an der Geländeoberfläche. Ein Spezialfall der Schwemmlanddoline ist die Ponordoline. Über sie läuft ein Oberflächengewässer direkt in ein unterirdisches Höhlensystem ab. Ein eher ungebräuchlicher Terminus für Ponordoline ist daher Aufsuchungsdoline, der sich darauf bezieht, dass die Doline von einem Fließgewässer „aufgesucht“ wird. Im Deutschen Sprachgebrauch ist auch der Terminus Bachschwinde gebräuchlich.
Dolinen im Glaziokarst
Häufig treten Dolinen in Hochgebirgen auf, die vormals oder aktuell vergletschert sind. Ehemals vergletscherte Karstlandschaften werden zum Typus des Glaziokarstes gezählt. Daher finden sich im Glaziokarst Formen die auf Wirkung von Gletschern und denen von Lösungsvorgängen im Kalkstein zurückzuführen sind. Daneben sind noch periglaziale sowie fluvioglaziale Prozesse an der Entstehung von Karstlandschaften im Hochgebirge beteiligt. Unter Gletschern und in den ehemals von Gletschern ausgefüllten Trogtälern und Karen finden sich vielfach Riesendolinen, die im Slowenischen Konta, im Serbo-Kroatischen Dolovi und im Spanischen Jou (Picos de Europe) genannt werden. Solche Riesendolinen sind paleo-Dolinen, deren Entwicklung unter den heutigen klimatischen Verhältnissen nicht mehr stattfindet. Riesendolinen finden sich in den östlichen Kalkalpen, Hochdinariden und im Picos de Europe. Sie können in einem glazial überprägten alpinen Kamm eine scharfrandige Begrenzung haben. In den Glazialzeiten waren sie hierin oft ein Zentrum der Vereisung wie einige Riesendolinen unterhalb alpiner Kämme in den Dinariden bis heute noch schnee- und eisgefüllt sind (u. a. Debeli namet im Durmitor). Bekannte Riesendolinen wie das Valovito do im Durmitor an der Westseite des Bobotov Kuk sind landesweite Kältepole.
Vorkommen
Dolinen als typische Karstformen kommen überall vor, wo genügend mächtige verkarstungsfähige Gesteine im Untergrund vorhanden sind. In Europa sind sie charakteristisch für die dinarischen Kalksteingebirge auf der westlichen Balkanhalbinsel, speziell in Slowenien, Kroatien, Montenegro und Bosnien und Herzegowina, der Typusregion des Karstes und der Karstforschung. Eine der beeindruckendsten Dolinen ist hier die vor etwa zwei Millionen Jahren bei Imotski eingebrochene Rote Doline, der Rote See, der 280 Meter tief ist. In ihrer Nähe liegt die Blaue Doline, die bei stark schwankendem Wasserspiegel bis zu 100 Meter tief ist. Die größte Dolinendichte im Dinarischen Hochkarst wird im niederschlagsreichen West-Montenegro erreicht. Bei nahezu 5000 mm Niederschlag, einem vielfachen des in Mitteleuropa registrierten Betrags, dominieren Dolinen das Relief, ihre ausgeprägtesten Formen finden sich im Hinterland der Bucht von Kotor, wo sich eine Landschaft des Polygonalen Karsts mit besonders vielen und steilwandigen Dolinen, die schon an tropische Cockpits erinnern, ausgebildet hat. Die tiefste wassergefüllte Doline in Europa ist die Pozzo del Merro in Italien nahe Rom.
Dolinen gibt es auch in allen anderen Mittelmeerländern wie Griechenland, Frankreich (z. B. Gouffre de Padirac), auf Sardinien (Su Suercone), in Italien (Doline Pozzatina, Pozzo d’Antullo, Pulo di Altamura in Murge) und Spanien.
Das Bihor-Gebirge in den Rumänischen Westkarpaten ist eine der bedeutendsten Karstregionen im westlichen Rumänien, Dolinen gehören auf den dortigen Kalksteinplateaus zu den häufigsten Oberflächenformen.
Zahlreiche Dolinen bildeten sich auch in von Verkarstung betroffenen Gebieten Mitteleuropas einschließlich des Alpenraumes, in Deutschland beispielsweise im Rheinischen Schiefergebirge in Gebieten mit größeren oberflächennahen Vorkommen von devonischen Kalksteinen (u. a. in der Linderhauser Senke im Osten Wuppertals am Nordrand des Remscheid-Altenaer Sattels), im südlichen Harzvorland (Zechstein-Kalk- und Gipskarst), im Kraichgau (sowohl Einbruchs- als auch Lösungsdolinen im Muschelkalk: Dolinenfelder Eisinger Loch, Neulinger Berg u. a.) und in der mittleren Schwäbischen Alb.
In der Schweiz sind dafür der Schweizer Jura (jeweils Weißjura-Kalksteine) sowie die Voralpengebiete bekannt. Die Nördlichen Kalkalpen beherbergen in Tschechien den Mährischen Karst (Karbon-Kalksteine) sowie in Richtung Österreich u. a. die „Wolfsgrube“ bei Flintsbach am Inn (Oberbayern) sowie diverse Dolinen im Toten Gebirge (Steiermark/Oberösterreich) oder das Grünloch bei Lunz am See (Niederösterreich).
Ausgedehnte Dolinenvorkommen sind auch aus anderen Kontinenten und Ländern bekannt, so etwa die Cenotes der Yucatán-Halbinsel (Mexiko) und die „Sinkholes“ im Karst der Florida-Plattform (USA). Die nach Volumen größten Dolinen in Amerika sind die Sima Major des Sarisariñama-Tepui in Venezuela und Sótano del Barro in Mexiko.
Eine große Ansammlung von riesigen Dolinen befindet sich im Südchinesischen Karst. Die Xiaozhai-Doline in der Provinz Sichuan ist mit einer Fläche von 537 mal 626 m und einer Tiefe von 662 m die vermutlich weltweit größte Doline.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Doline

Der Geograph Jovan Cvijić (1911)
Foto: Milan Jovanović/Wikimedia
Lebensdaten
Jovan Cvijić (* 11. Oktober 1865 in Loznica; † 16. Januar 1927 in Belgrad) war ein serbischer und jugoslawischer Geograph. Als Lehrer der Großen Schule (seit 1893), Gründungsmitglied und Professor der Universität Belgrad (seit 1904) und Präsident der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste machte er sich um die vielseitige Erforschung der Balkanhalbinsel verdient. Er war Gründer der Serbischen Geographischen Gesellschaft (1910) und hat die Karstologie als wissenschaftliches Fach innerhalb der Geomorphologie eingeführt. Als erster Wissenschaftler hat er die glaziologische Erforschung und Periodisierung der Quartärgeologie auf der Balkanhalbinsel aufgriffen. Über wissenschaftliche Stationen in Wien und Paris veröffentlichte er seine Werke zumeist auf Deutsch, Französisch und Englisch. Die Monographien zur Karst-Geomorphologie und Anthropo- und Ethnografie der Balkanhalbinsel blieben bis heute Standardwerke der geographischen Literatur (La peninsule balcanique und La géographie des terrains calcaires). Cvijić nahm an den Friedensverhandlungen in Paris 1919 als Präsident der Nationalen Expertengremien beratend teil. Seit 1961 wird das Geografische Institut der Serbischen Akademie der Wissenschaft nach Jovan Cvijić benannt. (Wikipedia)
Zuschütten nicht zulässig
Eltern besorgt: Kinder entdecken großes Erdloch / Doline neben Spielplatz in Wehr-Öflingen (Schwarzwald TV; 31.1.2026; 5:18 min.)
»Wehr – Am Dienstag, den 20.01.2026, der Schnee war fast geschmolzen, wurden Kinder in Öflingen beim Spazieren mit Ihren Eltern auf einem landwirtschaftlichen Feld auf der Sonnhalde auf das Erdloch, welches auf Grund der unscheinbaren Tiefe, nicht ganz ungefährlich ist, ebenso aufmerksam. Die herbeieilende und besorgte Mutter nahm die Kinder erstmal 2 Meter zur Seite, um ein eventuelles Einstürzen zu verhindern. Nach einer kurzen Recherche mit Google und Chat GPD stand schnell fest, dass es sich nicht um einen Fuchs- oder Dachsbau, sondern um eine Doline handelt. Nachdem die Familie den Landwirt, der das Grundstück bewirtschaftet informiert hat, sorgte der Vater der Familie nach Absprache mit dem Landwirt für eine Absperrung um das Erdloch, damit nicht noch ein Unglück passiert und jemand in das zirka 3 Meter tiefe Loch fällt. Der Landwirt wusste nichts von dem Loch in seiner Wiese. Die Öffnung hat lediglich eine Größe von einem Gullideckel, doch es bricht immer weiter ein. Am Mittwoch, den 21.01.2026 meldete die Familie das Erdloch der Gemeinde, doch scheint es diese nicht allzu sehr zu interessieren. Eine Woche später ist das Erdloch zwar nun abgesperrt, aber noch immer offen und es wird auch noch eine ganze Zeit lange offenbleiben. Aus dem Rathaus hieß es, dass der Landwirt das Loch mit Aushub zuschütten will. Doch nachdem sich Schwarzwald TV eingeschaltet hat, lässt er es lieber sein. Der aktuell andauernde Niederschlag macht die Sache nicht einfacher, denn Wasser ist die treibende Kraft bei der Bildung und Vergrößerung der Hohlräume im Untergrund. Deshalb kann die Einsturzgefahr während und nach starkem Regen oder der Schneeschmelze erhöht sein. Inwieweit dadurch die Doline im Untergrund fortgeschritten ist, ist nicht bekannt. Nach aktuellen Informationen vor Ort sollen sich in der nahen Umgebung viele weitere Dolinen befinden. Ein Traktor sei auch schon in einem Loch verschwunden. Die Eltern, der dort wohnenden Familien sind nun sehr besorgt, da in unmittelbarer Nähe sich ein Kinderspielplatz befindet. Wie Dr. Ehret, Geologe vom Regierungspräsidium Freiburg mitteilt, sind Dolinen als Biotope anzusehen und dürfen nicht mit Füllmaterial zugeschüttet werden. Für denjenigen der ohne Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde eine Doline zuschüttet, wird es eine hohe Geldstrafe zur Folge haben. Das Landratsamt Waldshut, Abteilung Naturschutz nimmt sich der Sache nun an, um eine fundierte Begutachtung vor Ort durchzuführen. Aufgrund des besonderen Schutzstatus von Dolinen ist das Zuschütten in der Regel nicht zulässig. Sofern die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind, sind diese geologischen Formationen gemäß der Biotopdefinition der LUBW als Biotoptyp 22.20 (Dolinen) geschützt.«
Fakten & Zahlen
Eine Doline (von slawisch dolina „Tal“), auch Sinkhöhle, Karsttrichter oder Karstloch genannt, ist eine schlot-, trichter- oder schüsselförmige Senke von meist rundem oder elliptischem Grundriss in Karstgebieten. Ihr Durchmesser schwankt meist zwischen 2 und 200 Metern, kann aber auch mehr als einen Kilometer betragen. Ihre Tiefe reicht von 2 bis zu mehr als 300 Metern. Dolinen geben Karstgebieten ihr charakteristisches Aussehen. Sie können in hoher Dichte auftreten: 782 Dolinen pro Quadratkilometer wurden maximal aus den Alpen, 187 im Taurus beschrieben. Dabei überwiegen immer Lösungs- vor Schachtdolinen. Solcherart Dolinenlandschaften bilden einen sogenannten Polygonalen Karst, indem das Einzugsgebiet der Einzeldolinen oft mit den anderen verzahnt ist und diese somit den ganzen Raum einer Landschaft ausfüllen können. Dolinen können selbst Staatsgebiete dominieren, indem sie einen Hauptteil der Landesfläche einnehmen; so wird für Montenegro oft der Wert von 60 Prozent der Landesfläche angegeben, die innerhalb von Dolinenrändern liegt. (Wikipedia)
Bekannte Dolinen
Viele bekannte Dolinen sind einerseits durch auffällige Dimensionen oder Besonderheiten im Klima und in der Biosphäre ausgezeichnet. Insbesondere sind Einsturzdolinen aufgrund ihrer senkrechten Wände oder der Wasserfüllung Landschaftselemente, die besonderes Interesse wecken.
◾ Deutschland
Im Remlinger Grund in Unterfranken entstanden einige Dolinen, so die im Mittelalter als „Ertvall“ und im 17. Jahrhundert als „Erdtfell“ bezeichneten, heute verfüllten Exemplare.
◾ Österreich
Im Grünloch, einer flachen Doline auf dem Dürrenstein-Plateau in den Ybbstaler Alpen, wurde im Zeitraum zwischen dem 19. Februar und dem 4. März 1932 mit −52,6 °C die tiefste bekannte Temperatur in Mitteleuropa gemessen.
◾ Schweiz
Die Einsturzdoline Hellloch im Hinter Tal (hinter dem Talalpsee).
◾ Italien
Die Doline Busa Nord di Fradusta auf 2607 m s.l.m. in der Palagruppe in den Dolomiten hält mit einer Temperatur von −49,6 °C den Temperaturrekord in Italien.
◾ Slowenien
In der auf 1592 m. ü. M. gelegenen Doline Mrzla Komna wurde am 9. Januar 2009 eine Temperatur von −49,1 °C gemessen.
◾ Kroatien
Spektakulär stellt sich der Rote See bei Imotski dar, diese Einsturzdoline ist über 200 m tief und wassergefüllt, das Tiefblau des Sees kontrastiert mit den rötlichen Kalksteinwänden.
◾ Montenegro
Das Opuvani do unterhalb der Velika Jastrebica in 1580 m Höhe im Orjen-Gebirge ist ein mikroklimatisch günstiger Standort für Glazialrelikte und kälteliebende Tier- und Pflanzenformen am Mittelmeer.
◾ Totes Meer
Das Salz von Schloten, meterhohe „weiße Raucher“, stammt aus Sedimenten, in die das Tiefengrundwasser eindringt und sie durchtränkt, bevor es aufsteigt. Laut Forschern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig könnten die weißen Schlote darauf hinweisen, dass die Landoberfläche durch Verkarstung nachgibt und einstürzt. Solche Sinkholes treten am Toten Meer häufig auf und stellen eine Gefahr für die Bevölkerung dar. (Wikipedia)