Punkte auf der Landkarte
Der Eiserne Mann
Die Stele im Kottenforst hat eine nicht ganz geklärte Geschichte. Und Erich von Däniken wundert sich: keine Spuren von Rost!
Der Gegenwart. — 9. August 2025 — Nach einem Zufallsfund in der Bücherzelle.
Im Kottenforst, wenige Kilometer westlich von Bonn, steht ein Eisenpfahl, den die Leute dort, wie mir Dr. Harro Brubert, Köln, schreibt, seit Urväterzeiten den Eisernen Mann nennen. Der Eisenpfahl ragt 1,30 m aus dem Boden, soll aber nach verschiedenen Schätzungen und Magnetwiderstandsmessungen 28 m tief im Boden stecken. Das aus dem Boden ragende Stück zeigt eine leichte Oberflächenverwitterung, jedoch seltsamerweise keine Spuren von Rost. Erstmals taucht der Pfahl in einer Urkunde aus dem 14. Jahrhundert auf, er wird als dörfliche Grenzmarkierung angegeben. […] in diesem eisernen Mann eine »Grenzmarkierung« zu sehen, halte ich für absurd. Warum sollte der Eisenpfeiler dann 28 m tief im Boden stecken? Auch Mitteleuropa kann ein Ziel für »Götterbesuche« gewesen sein, und dann würde der Eiserne Mann schon seinen Sinn bekommen …
Erich von Däniken in: Aussaat und Kosmos (1974), Seiten 228–230
Der Eiserne Mann ist insgesamt 2,18 m lang, das vergrabene Ende ist T-förmig und dient so der besseren Verankerung im Boden. Es handelt sich, so wird vermutet, um einen Vermessungspunkt, eine Grenzmarkierung oder ein Mahnmal. Urkundlich erwähnt wurde die Stele erstmals 1625, sie diente lange als Orientierungspunkt für die Grenze zwischen den Gemeinden Heimerzheim und Alfter. Eine Untersuchung aus dem Jahre 1978 weist darauf hin, dass es sich um Holzkohlenroheisen handelt, das in eine offene Erdrinne in Barrenform ausgegossen wurde. Dies ist eine Technik, die im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, aber noch nicht in der Römerzeit, angewendet wurde.
Bemerkenswert ist die exakte Ausrichtung der Sichtachse von Schloss Augustusburg in Brühl und dessen Barockgarten auf den Eisernen Mann. Möglicherweise wurde der Eiserne Mann in diesem Zusammenhang im Jahr 1727 versetzt, als im Kottenforst auch ein neues Wegesystem zur Parforcejagd angelegt wurde.
Am Eisernen Mann kreuzen sich mehrere Wald- und Wanderwege. Auch die römische Eifelwasserleitung nach Köln verläuft in unmittelbarer Nähe. Er ist ein beliebter Treffpunkt und Rastplatz. In seinem unmittelbaren Umfeld befinden sich Sitzgelegenheiten sowie eine Schutzhütte. Anfang 2015 wurde hier vieles durch Vandalismus zerstört. Im Juli 2015 begannen umfangreiche Wiederherstellungsarbeiten.
Es ranken sich zahlreiche Legenden um die nicht vollständig geklärte Geschichte der Eisenstele; in diesem Zusammenhang bestehen in den umliegenden Dörfern auch mehrere Brauchtümer.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Eiserner_Mann_(Kottenforst)
Fakten & Daten
Der Eiserne Mann ist eine ca. 1,20 m aus dem Boden ragende und 15 × 15 cm messende Stele aus Eisen, die im Kottenforst an einem Wegeknotenpunkt nördlich von Buschhoven und östlich von Dünstekoven in der Gemarkung Heimerzheim (Gemeinde Swisttal) in Nordrhein-Westfalen aus dem Boden ragt. (Wikipedia)

Der Eiserne Mann, 2005 — Foto: Chris Walters/Wikimedia
Literatur

Erich von Däniken: Aussaat und Kosmos. Spuren und Pläne außerirdischer Intelligenzen. Ungekürzte Lizenzausgabe: Bertelsmann, Gütersloh (1974; Erstauflage: Econ Verlag, Düsseldorf/Wien, 1972)
Klaus Grewe: Der Eiserne Mann im Kottenforst. Rheinland-Verlag, Köln (1978)
Werner D’hein: Kottenforst. 13 Wanderungen durch eine historische Kulturlandschaft. Gaasterland-Verlag, Düsseldorf (2008)