Argumente & Lagebericht
„Nur die AfD kann
Deutschland retten“
Elon Musk nennt fünf wichtige Gründe für seine Meinung zur deutschen Oppositionspartei. Die Junge Freiheit dokumentiert den Text.
Der Gegenwart. — 29. Dezember 2024
Von JF-ONLINE | Ein Beitrag des US-amerikanischen Tech-Milliardärs Elon Musk für die Zeitung Welt am Sonntag hat eine große Diskussion ausgelöst. Musk führt in seinem Beitrag die Gründe aus, weshalb er in einem Tweet auf der Plattform X vor wenigen Tagen davon behauptete: „Nur die AfD kann Deutschland retten“. Selbst Bundespräsident Frank Walter Steinmeier sah sich aufgrund dessen zur Aussage genötigt, „Einflußnahme von außen“ sei „eine Gefahr für die Demokratie“. Im Falle von X geschehe dies „offen und unverhohlen“. Wegen der Bedeutung des Textes dokumentiert die JUNGE FREIHEIT den Text von Elon Musk im Folgenden vollständig:
Was Elon Musk genau schreibt
Deutschland steht an einem kritischen Punkt – seine Zukunft taumelt am Rande des wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenbruchs. Als jemand, der bedeutende Investitionen in die deutsche Industrie- und Technologielandschaft getätigt hat, glaube ich, daß ich das Recht dazu habe, offen über seine politische Ausrichtung zu sprechen. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist der letzte Funke Hoffnung für dieses Land. Hier sind die Gründe:
Wirtschaftliche Wiederbelebung: Die deutsche Wirtschaft, einst der Motor Europas, versinkt heute in Bürokratie und erdrückenden Vorschriften. Die AfD hat verstanden, daß wirtschaftliche Freiheit nicht nur wünschenswert, sondern notwendig ist. Ihr Ansatz zum Abbau staatlicher Überregulierung, zur Steuersenkung und zur Deregulierung des Marktes spiegelt die Prinzipien wider, die Tesla und SpaceX erfolgreich gemacht haben. Wenn Deutschland seine industrielle Stärke zurückgewinnen will, braucht es eine Partei, die nicht nur über Wachstum redet, sondern auch politische Maßnahmen ergreift, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Unternehmen ohne starke staatliche Eingriffe gedeihen können.
Eine Nation braucht klare Grenzen und Identität
Zuwanderung und nationale Identität: Deutschland hat seine Grenzen für eine sehr große Zahl an Migranten geöffnet. Dies geschah zwar in humanitärer Absicht, führte jedoch zu bedeutenden kulturellen und sozialen Spannungen. Die AfD setzt sich für eine kontrollierte Einwanderungspolitik ein, die der Integration und dem Erhalt der deutschen Kultur und der Sicherheit Vorrang einräumt. Dabei geht es nicht um Fremdenfeindlichkeit, sondern darum, daß Deutschland seine Identität nicht im Streben nach Globalisierung verliert. Eine Nation muß ihre Grundwerte und ihr kulturelles Erbe bewahren, um stark und geeint zu bleiben.
Energiepolitik als Schlüssel zur Unabhängigkeit
Energie und Unabhängigkeit: Die von der derzeitigen Koalition betriebene Energiepolitik ist nicht nur wirtschaftlich kostenintensiv, sondern auch geopolitisch naiv. Die Entscheidung Deutschlands, aus der Kernenergie auszusteigen und stattdessen ohne die für die Stabilität der Stromversorgung erforderlichen Batteriespeicher im Netz in hohem Maße auf Kohle und importiertes Gas sowie auf unbeständigen Wind- und Solarstrom zu setzen, hat das Land, vor allem im Hinblick auf Unterbrechungen der Stromversorgung, anfällig gemacht.
Die AfD vertritt in der Energiefrage einen pragmatischen Ansatz und setzt sich für ein ausgewogenes Vorgehen ein. Ich hoffe, daß sie den Ausbau der sicheren Kernenergie kombiniert mit Batteriespeichern zur Abfederung großer Schwankungen im Stromverbrauch in Erwägung zieht, denn das ist die offensichtliche Lösung.
Die traditionellen Parteien haben versagt
Politischer Realismus: Die traditionellen Parteien haben in Deutschland versagt. Ihre Politik hat zu wirtschaftlicher Stagnation, sozialen Unruhen und einer Aushöhlung der nationalen Identität geführt. Die AfD, auch wenn sie als rechtsextrem bezeichnet wird, vertritt einen politischen Realismus, der bei vielen Deutschen, die das Gefühl haben, daß ihre Anliegen vom Establishment ignoriert werden, Anklang findet. Sie spricht die aktuellen Probleme an – ohne die politische Korrektheit, die oft die Wahrheit verdeckt. Die Darstellung der AfD als rechtsextrem ist eindeutig falsch, wenn man bedenkt, daß Alice Weidel, die Vorsitzende der Partei, eine gleichgeschlechtliche Partnerin aus Sri Lanka hat! Klingt das für Sie nach Hitler? Ich bitte Sie!
Innovation und Zukunft: Ich habe Unternehmen nach dem Grundsatz aufgebaut, daß Innovation die Befreiung von unnötigen Zwängen erfordert. Die Vision der AfD steht im Einklang mit diesem Ethos. Sie setzt sich für Bildungsreformen ein, die kritisches Denken anstelle von Indoktrination fördern, und unterstützt die Technologiebranchen, die die Zukunft der globalen wirtschaftlichen Führerschaft darstellen.
Deutschland davor bewahren, ein Schatten seiner selbst zu werden
Denjenigen, die die AfD als extremistisch verurteilen, sage ich: Lassen Sie sich von dem ihr angehefteten Label nicht beirren. Schauen Sie sich ihre Politik, Wirtschaftspläne und Bemühungen um den Erhalt der Kultur an. Deutschland braucht eine Partei, die sich nicht scheut, den Status quo infrage zu stellen, die nicht in der Politik der Vergangenheit verhaftet ist.
Die AfD kann Deutschland davor bewahren, ein Schatten seines früheren Selbst zu werden. Sie kann das Land in eine Zukunft führen, in der wirtschaftlicher Wohlstand, kulturelle Integrität und technologische Innovation nicht nur Wunschvorstellungen, sondern Realität sind. Deutschland hat es sich in der Mittelmäßigkeit zu bequem gemacht – es ist Zeit für mutige Veränderungen, und die AfD ist die einzige Partei, die diesen Weg eröffnet.
* * *
Entschuldigungsbückling als Halunkenstück
Kommentiert vom GEGENWART | Etwa zeitgleich wie die JF hatte die Welt am Sonntag den Meinungsbeitrag von Elon Musk veröffentlich. Aber in einer Form, die – wie Boris Reitschuster schreibt – den Zustand unserer Gesellschaft widerspiegelt.
Vor der US-Wahl am 5. November 2024 hatten sich fast alle deutschen „demokratischen“ Spitzenpolitiker so gut wie einhellig für Harris geäußert und Spitzen gegen Trump geschossen. Kaum jemand zog in Erwägung, dass seine Wortmeldung die amerikanische Innenpolitik „beeinflussen“ würde, so wie jetzt der Meinungsbeitrag von Elon Musk kritisiert wird, weil er die Bundestagswahl „beeinflussen“ würde.
Dies zum einen: selbstverständlich hat so wie jeder Mensch auch Elon Musk das Recht, sich zu beliebigen Themen zu äußern. Allein bereits dies als „problematisch“ und „undemokratisch“ darzustellen, sollte zurückgewiesen werden.
Der andere Punkt, der auffällt, ist die Art und Weise der Veröffentlichung in der Welt am Sonntag. Hier werden sämtliche Register eines hinterfotzigen Framings gezogen. Zuerst ist da der Umstand, dass man den Text von Elon Musk einrahmt mit einem Entschuldigungsbückling des Chefredakteurs, weil man ja Musk „eine Plattform“ oder „eine Bühne“ geboten habe. So als ob nicht der mündige Leser dieser ehemals bürgerlichen Zeitung die Informationen selbst einordnen könnte.
Freilich ist es guter Brauch im Leserinteresse, dass einer Meinung eine andere Meinung entgegengesetzt wird, in einem Pro-und-Kontra. Dies haben aber üblicherweise zwei gleichrangige Autoren auszutragen. Wenn ein Wirtschafts-Boss schreibt, sollte ein anderer Wirtschafts-Boss aus einer ähnlichen Chefposition antworten. Dass dem Vollblut-Unternehmer sich ein Journalist gegenüberstellt, der außer einer wie auch immer gestrickten Gesinnung (Studium Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Öffentliches Recht; Karriere als Reporter und Korrespondent für ARD und ZDF und als persönlicher Referent des WDR-Intendanten Tom Buhrow) wenig zu bieten hat und hier nur Zensuren verteilt, macht die Sache von vornherein unerfreulich.

welt.de vom 28.12.2024 — Abbildung: Screenshot ⋙ Link
Der Beitrag der Welt am Sonntag steht hinter einer Bezahlschranke. Es genügt aber, die kurzen, öffentlich zugänglichen Passagen zu betrachten. Bereits mit der Überschrift wird das Halunkenstück eingeleitet. Die Zeile bezieht sich nicht nur auf eine abgeschwächte Aussage des renommierten Autors, sondern wird verbunden mit „warum er dabei irrt“, als sei der Irrtum eine Tatsache und solle hier dem Leser nur erklärt und in seinem Misslingen aufgefächert werden.
Der Vorspann beginnt: „Nur die Alternative für Deutschland könne das Land grundlegend reformieren, glaubt der US-Unternehmer Elon Musk.“ Im aufgeklärten Abendland ist es Konsens, dass „Glaube“ und „Wissen“ sehr unterschiedliche Erkenntniswege sind. An dieser Stelle suggeriert „glaubt“ einen Mangel an Wissen. Der Autor „glaubt“ und weiß es aber nicht. In seinem „Glauben“ im politischen Feld steht er nahe am Irrtum.
„Vollkommen falsch, antwortet Jan Philipp Burgard.“ Abgesehen davon, dass es „völlig falsch“ heißen muss, denn es wird nicht von etwas Vollkommenem geredet, missfällt das ausschließende Diktum. Nichts, was Musk schreibt, sei es wert, betrachtet zu werden.
„Die AfD ist in Teilen fremdenfeindlich und antisemitisch. Deshalb ist sie eine Gefahr für Deutschland“, schreibt Burgard, als seien seine Behauptungen unumstößliche Tatsachen.
„Kurz vor Weihnachten sorgte ein Post von Elon Musk auf seiner Plattform X für eine Kontroverse.“ Der Sprachpfleger wird auch hier hellhörig, wenn der Spitzenjournalist „sorgte“ schreibt, denn nur eine Mutter „sorgt“ für ihre Kinder. Und die hier abschätzig gemeinte „Kontroverse“ kann sich die Welt am Sonntag ans Knie nageln, denn pikanterweise verwendet sie selbst auch den Begriff „Kontroverse“ in ihrem Überschriftenblock. Eine solche strittige Meinungsauseinandersetzung ist nichts Ehrenrühriges, sondern ein natürlicher Begleitumstand von gepflegtem Austausch.
„Demnach könne nur die AfD den Abstieg Deutschlands verhindern.“ Wie schön, dass die deutsche Sprache die indirekte Rede so wie auch den Konjunktiv ausdrückt!
„In einem Text, den der Unternehmer Musk WELT AM SONNTAG zur Verfügung stellte, versuchte er, diese Aussage zu begründen.“ Ach, wie glatt und gemein hier die Welt am Sonntag den Autor Musk am kürzeren Hebel verhungern lässt. Musk „begründet“ nicht „diese Aussage“, sondern er „versuchte“ es bloß. Leider – so möchte die Zeitung einen zarten Hinweis geben – leider gelingt diese Begründung nicht. Er „hat sich stets bemüht“, wie Personalbeurteilungen bei Versagern noch wenige Gramm Positives zusammenkratzen, aber es hat leider nicht geklappt.
„Es ist ein Text, der zu Widerspruch aufruft. Diese Erwiderung übernimmt Jan Philipp Burgard.“ Ein Text, der die Guten auf die Barrikaden ruft. Und der Beste „übernimmt“ das mit der Leichtigkeit und der Schnodderigkeit des jungen Brecht: „Alles, was über das Leben auf diesem Planeten zu sagen ist, läßt sich in einem einzigen Satz mittlerer Länge zusammenfassen. Ich werde ihn gelegentlich formulieren …“
Kurz gesagt: Journalismus als betreutes Lesen, wie man es nicht mehr braucht. ■
* * *
Erschütterungen im deutschen Medienbetrieb
Es gibt Momente, die präzise den Zustand einer Gesellschaft widerspiegeln. Elon Musks Gastbeitrag in der „Welt am Sonntag“, in dem er zur Wahl der AfD aufruft, ist genau das: ein Seismograph für die Erschütterungen und tektonischen Verschiebungen im deutschen Medienbetrieb. Es ist nicht der Inhalt des Gastbeitrags, der problematisch ist – es ist die Unfähigkeit des Systems, diesen auszuhalten. Was als demokratischer Normalfall erscheinen sollte – ein prominenter Unternehmer teilt seine politische Meinung – hat eine Welle der Empörung ausgelöst, die beispiellos ist. Die Meinungschefin der „Welt“, Eva Marie Kogel, trat nach Veröffentlichung des Artikels zurück, andere Redakteure formulierten Protestnoten und Franziska Zimmerer, ebenfalls „Welt“-Ressortleiterin, veröffentlichte einen wütenden Kommentar, in dem sie Musk mit einem „Vierjährigen“ verglich. Sie nennt Musks Beitrag „unterkomplex“ und „Wahlwerbung“. Andere Stimmen sprachen von einer „instrumentalisierten Redaktion“. Und dann gibt es noch die Protestnote des Redaktionsausschusses, der sich öffentlich von der Veröffentlichung distanziert. Besonders bemerkenswert ist die Aussage der „Welt“-Meinungschefin, der Beitrag „hätte nicht erscheinen dürfen“. Ein Satz, der weniger wie eine journalistische Analyse, sondern wie ein Bekenntnis, ja ein Aufruf zur Zensur klingt. Die Causa zeigt deutlich: Obwohl sich die „Welt“ eigentlich als bürgerliches Medium sieht, ist sie längst von rot-grünen Journalisten übernommen worden, die viel lieber bei der „Süddeutschen“ oder dem „Spiegel“ arbeiten würden – aber dort nicht unterkamen. Nicht rot-grüne Journalisten sind Mangelware in Deutschland. Die „Welt“-Chefredaktion bemühte sich, den Text von Musk einzuhegen, indem sie ihn online hinter einer Bezahlschranke versteckte, so dass ihn nur ein Bruchteil der Interessierten lesen kann, und indem sie ihn nicht als eigenständigen Gastbeitrag veröffentlichte, sondern in ein Pro-und-Kontra-Stück einhegte. Vergeblich. Die Reaktionen auf Musks Text und die Entgegnung von Chefredakteur Jan Philipp Burgard zeigen deutlich: In Deutschland ist nicht mehr die Meinungsfreiheit das oberste Gebot, sondern die Verhinderung derselben – zur Sicherung eines Meinungsmonopols.
Kenntnisse über Deutschlands brüchiges Innenleben
Selten wurde der Beweis so präzise geführt, dass ein gebührender Abstand zum Objekt der Betrachtung eine gute Idee sein kann. Elon Musk erneuert seine AfD-Wahlempfehlung, indem er sie über den kurzen Satz „Only the AfD can save Germany“ hinweg hebt und begründet. Es mag sein, dass es sich Springer im Vorfeld einfacher vorgestellt hat. Möglicherweise hatte man im Stillen damit gerechnet, dass Musk sich selbst hinrichtet mit gewissen Defiziten beim Blick auf die innerdeutschen Verhältnisse. Aber diese Hoffnung wurde enttäuscht. Aber Musk hat es tatsächlich hinbekommen, aalglatt zu wirken, Teflon zu sein gegenüber Angriffen gegen seinen Text und dennoch substanziell. Zu glatt? Wer immer diesen Text mit oder für Elon Musk geschrieben hat, der versteht sein Handwerk und muss gesammelte Kenntnisse über Deutschlands brüchiges Innenleben besitzen. Gerade in ihrer stringenten Nüchternheit sind die Ausführungen von Musk für „Welt am Sonntag“ eine saftige Ohrfeige für die Etablierten. So etwas haben sich viele Leser oft gewünscht und nie bekommen: Die Neuen Medien reagierten in der Regel mit einer Gegenempörung.
Lebensdaten
Elon Reeve Musk (* 28. Juni 1971 in Pretoria, Südafrika) ist ein südafrikanisch-kanadisch-US-amerikanischer Milliardär und Unternehmer. Er wurde als Gründer und technischer Leiter des PayPal-Vorgängers X.com (Bank) und des Raumfahrtunternehmens SpaceX sowie als Leiter und Mitinhaber des Elektroautoherstellers Tesla bekannt. Darüber hinaus gründete er weitere Unternehmen und hält seit 2022 eine Mehrheitsbeteiligung am Mikrobloggingdienst X (vormals Twitter). Musk verfügt über ein geschätztes Vermögen von über 450 Milliarden US-Dollar (Stand Dezember 2024) und ist damit der reichste Mensch der Welt. Mit seiner finanziellen und medialen Macht und als Berater von Donald Trump beeinflusst Musk in erheblichem Ausmaß den öffentlichen politischen Diskurs weltweit. Er vertritt libertäre Ansichten und (seit 2022) vorwiegend politisch rechte Standpunkte. (Wikipedia)
Tulsi Gabbard (* 12. April 1981 in Leloaloa, Amerikanisch-Samoa) ist eine US-amerikanische Politikerin (bis 2022 Demokratische Partei, dann parteilos, seit 2024 Republikanische Partei). Seit November 2024 ist sie für den Posten des Director of National Intelligence im Kabinett Trump II vorgesehen. Sie vertrat von 2013 bis 2021 Hawaiis 2. Kongresswahlbezirk im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Sie war die erste Hindu im Kongress der Vereinigten Staaten und als Militärangehörige der Hawaii National Guard eine der ersten Frauen im Kongress, die sich im Kampfeinsatz befunden haben. Von Januar 2013 bis zu ihrem Rücktritt im Februar 2016 war Gabbard Vize-Vorsitzende des Democratic National Committee, der Bundesparteiorganisation der Demokraten. Sie verzichtete 2020 auf eine Wiederwahl als Kongressabgeordnete und bewarb sich in der Vorwahl ihrer Partei um die Nominierung für die Präsidentschaftswahl 2020, gab aber vorzeitig auf. Im Oktober 2022 gab Gabbard bekannt, dass sie aus der demokratischen Partei ausgetreten sei. Sie begründete ihren Austritt u. a. damit, dass die Partei von „elitären Kriegstreibern“ geleitet werde, wodurch die Gefahr eines Atomkriegs vergrößert werde. In der Präsidentschaftswahl von 2024 unterstützte sie deren Gewinner Donald Trump. Auf einer seiner Wahlkampfveranstaltungen gab sie im Oktober 2024 ihren Beitritt zur Republikanischen Partei bekannt. Ihre Nominierung zur Geheimdienstkoordinatorin rief starke Kritik hervor, da sie sich seit 2015 mehrfach apologetisch über Gegner der USA geäußert hat. (Wikipedia)
Donald John Trump (* 14. Juni 1946 in New York City) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei, Unternehmer und ehemaliger Showmaster. Von 2017 bis 2021 war er der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Er siegte auch bei der Präsidentschaftswahl im November 2024 und ist somit der „President-elect“. Die Amtseinführung ist für den 20. Januar 2025 geplant. Trump leitete von 1971 bis 2017 den Mischkonzern The Trump Organization. Trotz eines geerbten Vermögens und mehrerer Insolvenzen in der Immobilienbranche wurde er zum Sinnbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Ab 2004 wurde er als Gastgeber von The Apprentice populär, einer bis 2015 ausgestrahlten Reality-TV-Sendung. Im Laufe der Jahre unterstützte Trump verschiedene politische Parteien, ist aber seit 1987 mit kurzer Unterbrechung als Mitglied der Republikaner registriert. Als deren Kandidat gewann er die Präsidentschaftswahl 2016 gegen die Demokratin Hillary Clinton. Er erregte im Wahlkampf mit seinem einfachen Sprachstil, provokanten Äußerungen und radikalen Vorschlägen Aufmerksamkeit. Sein als Trumpismus charakterisierter Politikstil ist eine Mischung aus Populismus, Konservatismus, Libertarismus, Protektionismus, Wirtschaftsliberalismus, Nationalismus und Isolationismus. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Juli 2024 im US-Bundesstaat Pennsylvania verübte ein Mann mit einer Schusswaffe ein Attentat auf Trump. Er überlebte den Anschlag mit einer leichten Verletzung an seinem rechten Ohr. Im November 2024 konnte er die Wahl zum US-Präsidenten gegen Kamala Harris, Spitzenkandidatin der Demokratischen Partei, für sich entscheiden. Donald Trump wird damit nach Grover Cleveland der zweite Präsident sein, dem nach dem Ende seiner Präsidentschaft vier Jahre später eine Wiederwahl gelang. (Wikipedia)
Robert Francis Kennedy Junior (* 17. Januar 1954 in Washington, D.C.), oft RFK Jr. oder Bobby Jr. genannt, ist ein US-amerikanischer Politiker, Rechtsanwalt und Autor, der ursprünglich als Umwelt-Anwalt und Umweltaktivist bekannt wurde. Er ist das dritte Kind von Robert F. Kennedy und Ethel Kennedy sowie der Neffe von Präsident John F. Kennedy. Er bewarb sich in der US-Präsidentschaftswahl 2024 als möglicher Kandidat, zunächst als Demokrat, dann als Parteiloser. Im August 2024 setzte er seinen Wahlkampf aus und unterstützte in der Folge Donald Trump. Nach dem Wahlsieg Trumps wurde er im November 2024 zum Gesundheitsminister im Kabinett Trump II nominiert. (Wikipedia)
James Michael „Mike“ Johnson (* 30. Januar 1972 in Shreveport, Louisiana) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Seit dem 3. Januar 2017 vertritt er den Bundesstaat Louisiana im US-Repräsentantenhaus. Er ist seit dem 25. Oktober 2023 Sprecher des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten und somit Zweiter in der Nachfolge des Präsidenten der Vereinigten Staaten. (Wikipedia)
SPD-Klingbeil will Harris
Beim Nominierungsparteitag der US-Demokraten in Chicago ist auch der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil dabei. Seine Partei wünsche sich ganz klar einen Wahlsieg der Demokraten, sagt Klingbeil.
rbb24 Inforadio: »SPD-Chef Klingbeil: „Wir wollen Kamala Harris im Weißen Haus“«, 20.8.2024 ⋙ Link
SPD-Esken kritisiert Musk
Unions-Kanzlerkandidat Merz hat den Gastbeitrag des Tech-Milliardärs Musk zugunsten der AfD in der "Welt am Sonntag" scharf kritisiert. Der Text sei "übergriffig und anmaßend", sagte der CDU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe. SPD-Generalsekretär Miersch betonte, es sei beschämend, dass der Springer-Verlag Musk eine Plattform für Wahlwerbung biete. Das zeige, wie weit rechte Netzwerke inzwischen vorgedrungen seien. Auch die SPD-Co-Vorsitzende Esken hat die Wahlempfehlung von Musk scharf kritisiert. Der Nachrichtenagentur Reuters sagte sie wörtlich: " Unsere Demokratie ist wehrhaft und nicht käuflich". Die "Welt am Sonntag" hat gestern online einen Gastbeitrag von Musk veröffentlicht. Darin lobt der Berater des künftigen US-Präsidenten Trump die AfD unter anderem als "den letzten Funken Hoffnung" für Deutschland. Der Deutsche Journalisten-Verband nennt das einen "Freifahrtschein für Musk durch die Redaktionsverantwortlichen der 'Welt'", Wahlwerbung für die AfD machen zu dürfen. Auch mehrere Redakteure der Zeitung haben gegen die Veröffentlichung protestiert. Eine Ressortleiterin kündigte deswegen.
rbb24 Inforadio Nachrichten 29.12.2024 22:40 Uhr: »Weiter Kritik an Musk-Beitrag in „Welt“«