Elon Musk mischt in der Chef-Etage der Weltpolitik mit: hier neben Tulsi Gabbard, Donald Trump, RFK Jr, und Mike Johnson (v.l.). — Foto: Wikimedia [Vorschaubild: Justin Pacheco]

Lebensdaten

Elon Reeve Musk (* 28. Juni 1971 in Pretoria, Südafrika) ist ein südafrikanisch-kanadisch-US-amerikanischer Milliardär und Unternehmer. Er wurde als Gründer und technischer Leiter des PayPal-Vorgängers X.com (Bank) und des Raumfahrtunternehmens SpaceX sowie als Leiter und Mitinhaber des Elektroautoherstellers Tesla bekannt. Darüber hinaus gründete er weitere Unternehmen und hält seit 2022 eine Mehrheitsbeteiligung am Mikrobloggingdienst X (vormals Twitter). Musk verfügt über ein geschätztes Vermögen von über 450 Milliarden US-Dollar (Stand Dezember 2024) und ist damit der reichste Mensch der Welt. Mit seiner finanziellen und medialen Macht und als Berater von Donald Trump beeinflusst Musk in erheblichem Ausmaß den öffentlichen politischen Diskurs weltweit. Er vertritt libertäre Ansichten und (seit 2022) vorwiegend politisch rechte Standpunkte. (Wikipedia)

Tulsi Gabbard (* 12. April 1981 in Leloaloa, Amerikanisch-Samoa) ist eine US-amerikanische Politikerin (bis 2022 Demokratische Partei, dann parteilos, seit 2024 Republikanische Partei). Seit November 2024 ist sie für den Posten des Director of National Intelligence im Kabinett Trump II vorgesehen. Sie vertrat von 2013 bis 2021 Hawaiis 2. Kongresswahlbezirk im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Sie war die erste Hindu im Kongress der Vereinigten Staaten und als Militärangehörige der Hawaii National Guard eine der ersten Frauen im Kongress, die sich im Kampfeinsatz befunden haben. Von Januar 2013 bis zu ihrem Rücktritt im Februar 2016 war Gabbard Vize-Vorsitzende des Democratic National Committee, der Bundesparteiorganisation der Demokraten. Sie verzichtete 2020 auf eine Wiederwahl als Kongressabgeordnete und bewarb sich in der Vorwahl ihrer Partei um die Nominierung für die Präsidentschaftswahl 2020, gab aber vorzeitig auf. Im Oktober 2022 gab Gabbard bekannt, dass sie aus der demokratischen Partei ausgetreten sei. Sie begründete ihren Austritt u. a. damit, dass die Partei von „elitären Kriegstreibern“ geleitet werde, wodurch die Gefahr eines Atomkriegs vergrößert werde. In der Präsidentschaftswahl von 2024 unterstützte sie deren Gewinner Donald Trump. Auf einer seiner Wahlkampfveranstaltungen gab sie im Oktober 2024 ihren Beitritt zur Republikanischen Partei bekannt. Ihre Nominierung zur Geheimdienstkoordinatorin rief starke Kritik hervor, da sie sich seit 2015 mehrfach apologetisch über Gegner der USA geäußert hat. (Wikipedia)

Donald John Trump (* 14. Juni 1946 in New York City) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei, Unternehmer und ehemaliger Showmaster. Von 2017 bis 2021 war er der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Er siegte auch bei der Präsidentschaftswahl im November 2024 und ist somit der „President-elect“. Die Amtseinführung ist für den 20. Januar 2025 geplant. Trump leitete von 1971 bis 2017 den Mischkonzern The Trump Organization. Trotz eines geerbten Vermögens und mehrerer Insolvenzen in der Immobilienbranche wurde er zum Sinnbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Ab 2004 wurde er als Gastgeber von The Apprentice populär, einer bis 2015 ausgestrahlten Reality-TV-Sendung. Im Laufe der Jahre unterstützte Trump verschiedene politische Parteien, ist aber seit 1987 mit kurzer Unterbrechung als Mitglied der Republikaner registriert. Als deren Kandidat gewann er die Präsidentschaftswahl 2016 gegen die Demokratin Hillary Clinton. Er erregte im Wahlkampf mit seinem einfachen Sprachstil, provokanten Äußerungen und radikalen Vorschlägen Aufmerksamkeit. Sein als Trumpismus charakterisierter Politikstil ist eine Mischung aus Populismus, Konservatismus, Libertarismus, Protektionismus, Wirtschaftsliberalismus, Nationalismus und Isolationismus. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Juli 2024 im US-Bundesstaat Pennsylvania verübte ein Mann mit einer Schusswaffe ein Attentat auf Trump. Er überlebte den Anschlag mit einer leichten Verletzung an seinem rechten Ohr. Im November 2024 konnte er die Wahl zum US-Präsidenten gegen Kamala Harris, Spitzenkandidatin der Demokratischen Partei, für sich entscheiden. Donald Trump wird damit nach Grover Cleveland der zweite Präsident sein, dem nach dem Ende seiner Präsidentschaft vier Jahre später eine Wiederwahl gelang. (Wikipedia)

Robert Francis Kennedy Junior (* 17. Januar 1954 in Washington, D.C.), oft RFK Jr. oder Bobby Jr. genannt, ist ein US-amerikanischer Politiker, Rechtsanwalt und Autor, der ursprünglich als Umwelt-Anwalt und Umweltaktivist bekannt wurde. Er ist das dritte Kind von Robert F. Kennedy und Ethel Kennedy sowie der Neffe von Präsident John F. Kennedy. Er bewarb sich in der US-Präsidentschaftswahl 2024 als möglicher Kandidat, zunächst als Demokrat, dann als Parteiloser. Im August 2024 setzte er seinen Wahlkampf aus und unterstützte in der Folge Donald Trump. Nach dem Wahlsieg Trumps wurde er im November 2024 zum Gesundheitsminister im Kabinett Trump II nominiert. (Wikipedia)

James Michael „Mike“ Johnson (* 30. Januar 1972 in Shreveport, Louisiana) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Seit dem 3. Januar 2017 vertritt er den Bundesstaat Louisiana im US-Repräsentantenhaus. Er ist seit dem 25. Oktober 2023 Sprecher des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten und somit Zweiter in der Nachfolge des Präsidenten der Vereinigten Staaten. (Wikipedia)

 

SPD-Klingbeil will Harris

Beim Nominierungsparteitag der US-Demokraten in Chicago ist auch der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil dabei. Seine Partei wünsche sich ganz klar einen Wahlsieg der Demokraten, sagt Klingbeil.

rbb24 Inforadio: »SPD-Chef Klingbeil: „Wir wollen Kamala Harris im Weißen Haus“«, 20.8.2024 ⋙ Link

 

SPD-Esken kritisiert Musk

Unions-Kanzlerkandidat Merz hat den Gastbeitrag des Tech-Milliardärs Musk zugunsten der AfD in der "Welt am Sonntag" scharf kritisiert. Der Text sei "übergriffig und anmaßend", sagte der CDU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe. SPD-Generalsekretär Miersch betonte, es sei beschämend, dass der Springer-Verlag Musk eine Plattform für Wahlwerbung biete. Das zeige, wie weit rechte Netzwerke inzwischen vorgedrungen seien. Auch die SPD-Co-Vorsitzende Esken hat die Wahlempfehlung von Musk scharf kritisiert. Der Nachrichtenagentur Reuters sagte sie wörtlich: " Unsere Demokratie ist wehrhaft und nicht käuflich". Die "Welt am Sonntag" hat gestern online einen Gastbeitrag von Musk veröffentlicht. Darin lobt der Berater des künftigen US-Präsidenten Trump die AfD unter anderem als "den letzten Funken Hoffnung" für Deutschland. Der Deutsche Journalisten-Verband nennt das einen "Freifahrtschein für Musk durch die Redaktionsverantwortlichen der 'Welt'", Wahlwerbung für die AfD machen zu dürfen. Auch mehrere Redakteure der Zeitung haben gegen die Veröffentlichung protestiert. Eine Ressortleiterin kündigte deswegen.

rbb24 Inforadio Nachrichten 29.12.2024 22:40 Uhr: »Weiter Kritik an Musk-Beitrag in „Welt“«