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Fermentierte Holzasche
Werfen Sie nicht weg, was Gold wert ist! Doch der Trick bei der Zugabe von schadstofffreien Rückständen aus dem Kaminofen ist eine wässrige Lösung.
Der Gegenwart. — 21. Januar 2026
Holzasche kann im Garten als kaliumreicher Dünger und zur Neutralisierung saurer Böden verwendet werden, aber nur sparsam und mit Vorsicht, da sie den pH-Wert stark erhöht und zu Überdüngung führen kann; sie eignet sich gut für kalkliebende Pflanzen wie Rosen, Lavendel und Obstbäume (außer Blaubeeren) und zur Schädlingsabwehr (z.B. Schnecken), aber nicht für Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen. Grillasche von Holzkohle kann wie Holzasche verwendet werden. Asche fermentiert nicht im klassischen Sinne. Sie kann entweder direkt eingearbeitet, als wässrige Lösung ausgebracht oder auf den Kompost gegeben werden, um die Rotte zu fördern.
Übersicht mit KI
Holzasche (lateinisch Cinis) aus der Verbrennung von naturbelassenem, also nicht chemisch behandeltem Holz kann als Dünger in Landwirtschaft und Gartenbau verwendet werden. Sie enthält im Mittel 50 % CaO, 16 % K2O, 15 % MgO, 7 % P2O5 sowie weitere Spurenelemente, aber weder Stickstoff noch Kohlenstoff, die beide an der Verbrennung beteiligt sind und dabei in Rauchgase umgesetzt werden. Als Richtwert bei einer bedarfsgerechten Anwendung gelten maximal drei Liter Asche pro 10 m² Fläche im Jahr. Die Asche enthält dabei je nach Brenntemperatur leicht wasserlösliche Carbonate und schwerer wasserlösliche Oxide, bei der chemischen Analyse wird der Mineralgehalt standardisiert als „-oxide“ bestimmt und so angegeben, auch wenn in der zu untersuchenden Probe ursprünglich ein Gemisch mit Carbonaten vorlag.
Saurer Regen und Waldsterben
Wegen der atmosphärischen Schadstoffeinträge in den 1980er Jahren (Schlagwort Saurer Regen) wurden in einigen deutschen Bundesländern „Kompensations-“ oder auch „Bodenschutzkalkungen“ großflächig durchgeführt. In der mittelalterlichen Literatur wurde auch Kalk als Asche angesehen. In Österreich blieben derartige Maßnahmen eher auf Forschungs- und Pilotstudien beschränkt („Wunderdünger“ gegen das Waldsterben); nennenswerte großflächige Einsätze gab es kaum. In der Schweiz ist die Düngung des Waldes gesetzlich verboten und nur für Forschungszwecke erlaubt.
Holzasche aus unbehandeltem Holz ist auch als Zusatz beim Kompostieren geeignet. Sie kann den Kompostiervorgang positiv beeinflussen und sollte schichtweise und in kleinen Mengen in den Kompost eingearbeitet werden. Im Holz eingelagerte und gespeicherte Schwermetalle (beispielsweise Chrom(VI)) gelangen ins Abgas oder in die Asche.
Schwermetalle befinden sich je nach Gegend in unterschiedlicher Konzentration in Waldböden und werden wie Mineralstoffe in Spuren im Holz eingelagert. Seitdem der Mensch Erze verhüttet, wurden mit den dabei entstehenden Abgasen Metallpartikel emittiert; sie wurden durch Winde verteilt und sanken zu Boden bzw. wurden von Regen zu Boden gebracht.
Reinigungsmittel und Zahnpasta
Asche wird auch zum Streuen von vereisten Gehwegen verwendet. Sobald Feuchtigkeit auftritt, z. B. durch antauen der Oberfläche, verliert die Asche ihre abstumpfende Wirkung weitestgehend. Diese Verwendung kann von den Kommunen in ihren Winterdienst-Satzungen verboten sein.
Holzasche wurde als Reinigungsmittel (Aschenlauge), zur Seifenherstellung und im Spätmittelalter als Flussmittel zur Glasherstellung verwendet. Die Inka verwendeten Holzasche, um Mais für den Menschen bekömmlich zu machen (Nixtamalisation). Der Stamm der Huaorani in Ecuador verwendet Asche zur Körperhaarentfernung. Holzasche kann als natürliche Zahnpasta verwendet werden.
Im Bauwesen verwendete man Holz- oder Kohlenasche (Löschasche oder kurz Lösch) als nicht brennbare Beschüttung von Hohlräumen in Holzbalkendecken zum Zweck der Wärmedämmung und des Schallschutzes sowie zur Ebnung von Dippelbaumdecken.
Chemische Zusammensetzung
Chemisch betrachtet ist der Aschegehalt ein Maß für den Mineralstoffgehalt der Lebewesen. Allerdings sind beide Werte nicht identisch, da bei der Verbrennung auch die mineralische Substanz reagiert und damit eine Gewichtszunahme oder -abnahme erfahren kann. Asche besteht vor allem aus Oxiden und (Bi-)Karbonaten diverser Metalle, z. B. CaO, Fe2O3, MgO, MnO, P2O5, K2O, SiO2, Na2CO3, NaHCO3 etc.
Je höher die Brenntemperatur ist, desto geringer wird der Gehalt an Carbonaten, da diese unter Abgabe von CO2 zu Oxiden weiterreagieren. Dadurch bleibt bei der Holzverbrennung bei gleichem Brennstoff je nach Ofentyp mehr (etwa bei Rostfeuerung) oder weniger (bei Grundöfen oder Sturzbrandöfen) Asche übrig. Ist die Temperatur im Feuer so hoch, dass die Aschenbestandteile anschmelzen und weich und teigig werden, so entsteht beim Abkühlen durch Sintern eine poröse oder glasige, aber feste Masse. Diese nennt man auch Schlacke. Der Ascheerweichungspunkt liegt je nach Bestandteilen typischerweise zwischen 900 und 1200 °C.
Brandgefahren
Da auch kleine Mengen von Asche relativ lange eine Brandgefahr darstellen können, wird empfohlen, dass diese mindestens 48 Stunden lang ausgekühlt ist. Die Entsorgung von Asche hat im Restmüll zu erfolgen. Wichtig hierbei ist, dass die Asche kalt und staubdicht verpackt wurde.
Um die von der Asche ausgehenden Gefahren zu mindern, wurden bereits Anfang des 19. Jahrhunderts baupolizeilichen Verordnungen hinsichtlich zur Brandverhütung in Textform erlassen. Beispielsweise erließ die herzoglich-nassauische Regierung im November 1826 eine solche Verordnung für ihr Herrschaftsgebiet.
Schwermetalle
Während Arsen schon bei verhältnismäßig geringen Temperaturen ein volatiles Oxid (Arsen(III)-oxid) bildet, verbleiben die meisten Schwermetalle, welche im Ausgangsmaterial enthalten waren, in der Asche. Da der Großteil der Masse (Kohlenwasserstoffe und der etwaige Wassergehalt sowie andere volatile Bestandteile) des Brennstoffs in die Luft „verloren“ geht, erfolgt in der Asche eine Aufkonzentration der nicht-volatilen Bestandteile, darunter der Schwermetalle bzw. deren Oxide oder Carbonate. Während unbehandeltes Holz (außer jenes, was an besonders belasteten Standorten gewachsen ist) zumeist keine bedenklichen Schwermetallgehalte in der Asche aufweist, enthalten viele Holzbehandlungsmittel Schwermetalle. Daher ist dringend davon abzuraten, behandeltes Holz im Hausbrand zu verwenden oder dessen Asche zu Zwecken wie Dünger, Kosmetik oder Nahrungsmittel zu verwenden.
Sondermüll
Auch fossile Brennstoffe wie Torf oder Kohle können oft nennenswerte Mengen Schwermetalle enthalten, welche dann in höherer Konzentration in der Asche verbleiben. Dadurch können sich gesundheitlich und ökologisch bedenkliche Konzentrationen ergeben und je nach Herkunft kann Asche sogar in die Kategorie Sondermüll fallen und bedarf dann entsprechender Behandlung. Durch das generell alkalische Milieu von Asche verändert sich die Löslichkeit verschiedener Ionen in Wasser – einige werden leichter löslich, andere schwerer. Dadurch kann die Gefahr, dass entsprechende Schadstoffe in die Biosphäre gelangen, steigen. Wird Asche trocken und unzureichend gegen Wind geschützt gelagert können Stäube über große Strecken verteilt werden.
Radioaktivität
Stein- sowie Braunkohle enthält fast immer auch Spuren der radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Radium. Der Gehalt liegt je nach Lagerstätte meist zwischen wenigen ppm und 80 ppm, europäische Stein- oder Braunkohle enthält etwa 80–135 ppm Uran. Da weltweit etwa 7800 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr in Kohlekraftwerken verbrannt werden, schätzt man den Gesamtausstoß auf 10.000 Tonnen Uran und 25.000 Tonnen Thorium, der zum großen Teil in der Asche enthalten ist.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Asche
Uralte Gartentechnik
Dieser fermentierte Holzasche-Trick lässt Pflanzen in Tagen durchstarten (Vergessene Ernte und Der Grüne Tresor; 16.1.2026; 10:38 min.)
»Es gibt eine uralte Gartentechnik, die Pflanzen in Tagen aufwecken kann, nicht in Wochen. Deutsche Bauern kannten sie vor hundert Jahren. Dann hat die Düngemittelindustrie sie systematisch verdrängt. In diesem Video zeigen wir Ihnen genau, wie Sie sie anwenden. In diesem Video lernen Sie: Welcher Küchenabfall Ihren Boden in Tagen transformieren kann. Warum die rohe Version oft nach hinten losgeht. Welcher eine Schritt alles verändert. Wie die exakte Formel aussieht, die wirklich funktioniert. Wann der beste Zeitpunkt für die Anwendung ist. Welche häufigen Fehler Ihre Ergebnisse ruinieren. Was das langfristig mit Ihrem Boden macht. Was werfen Sie weg, das eigentlich Gold wert ist? Schreiben Sie es in die Kommentare! Abonnieren Sie Der Grüne Tresor für mehr vergessenes Gartenwissen, das die Industrie begraben wollte.— HINWEIS: Dieses Video wurde mit Hilfe von KI-Tools erstellt. Alle Informationen wurden sorgfältig recherchiert, ersetzen aber keine professionelle Beratung.«
Frische Asche tötet Boden
Sehr interessant, das mit der „fermentierten“ Holzasche – habe ich so noch nie gehört. Ich habe immer nur gesehen, daß frische Asche Boden tötet – auch wenn allgemein anderes behauptet wurde. Jetzt verstehe ich auch die Verdauung besser – es geht immer um Umwandlung bzw. Alchemie. Das fremde Äußere muß in seine ureigenen Einzelteile zerlegt und in innere eigene persönliche Stoffe umgewandelt bzw. verwandelt und wieder aufgebaut werden. Genauso wie sich die Raupe erst auflösen muß, um sich zum Schmetterling zu wandeln.
Christine K., 16.1.2026
Fakten & Daten
Asche (lateinisch bzw. pharmazeutisch Cinis) ist ein fester Rückstand aus der Verbrennung organischen Materials, also von fossilen Brennstoffen, Biokraftstoffen oder Lebewesen wie Pflanzen, Tieren und Menschen. Sie entsteht aus dem anorganischen Teil der verbrannten Substanz und besteht somit aus Mineralstoffen.
Etymologie
Das altgermanische Wort, mhd. asche, ahd. asca, beruht wie Esse auf der indogermanischen Wurzel ā̆s- („brennen, glühen“). Der Begriff ist Teil der Swadesh-Liste.
Verwendung
Asche findet im keramischen Bereich als Masse- bzw. Glasurzusatz Verwendung. Die Eigenschaft, als Flussmittel aufzutreten, steht dabei im Vordergrund. Keine Verwendung findet normale Asche auf der „Aschenbahn“, dort wird vulkanische Asche verwendet.
Asche in der Kunst
Der Künstler Günther Uecker bezieht in seine Bilder auch politische Fragen, besonders auch Umweltpolitik, ein. Ein Beispiel dafür ist sein Zyklus Aschebilder als Antwort auf die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, die am 26. April 1986 ausgelöst worden war.
Auch der zeitgenössische deutsche Künstler Anselm Kiefer arbeitet viel mit der „ungeliebten Substanz“ Asche.
Ferdinand Raimund setzte dem Aschenmann ein literarisches Denkmal in seinem 1826 uraufgeführten Zaubermärchen Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär und dem von Raimund komponierten Aschenlied. (Wikipedia)