Lederner Bucheinband der 19. Auflage von Georg Büchmann, Geflügelte Worte, 1898. — Foto: Lars Aronsson/Wikimedia

Georg Büchmann
Georg Büchmann,
Porträt nach einem Gemälde
von Helene Büchmann — Illustration: Radierung
von Hans Meyer/Wikimedia

 

Sein Name wird
unvergessen bleiben,
so lange es auf Erden
gebildete und gründliche
Deutsche giebt.

Walter Robert-Tornow

 

Lebensdaten

August Methusalem Georg Büchmann (* 4. Januar 1822 in Berlin; † 24. Februar 1884 in Schöneberg, Kreis Teltow) war ein deutscher Philologe, der insbesondere als Herausgeber der umfangreichen Zitatesammlung Geflügelte Worte bekannt wurde.

Motto

Diesem Buch stellte er folgendes Motto voran:

Wer könnte mehr von mir erwarten?
Für jeden bin ich eine Welt!
Dem Alter ein Erinnerungsgarten,
Der Jugend ein Entdeckungsfeld.

Ehrungen

1872 Verleihung des Professorentitels
1877 Roter Adlerorden

Privates

Büchmann war mit der Malerin Helene Büchmann (1843–1912) verheiratet. Er lebte viele Jahre in Schöneberg, Frobenstraße 1, später in der Zietenstraße 20 (seine letzte Wohnung) und verstarb in der Kur- und Irrenanstalt Maison de Santé an der Belziger Straße. Sein Grab liegt auf dem alten St.-Matthäus-Kirchhof in der Schöneberger Großgörschenstraße (Abt. K 70/20). Die Grabinschrift lautet: ΣΚΙΑΣ ΟΝΑΡ ΑΝΘΡΩΠΟΙ (Skiās onar anthrōpoi – „Eines Schattens Traum sind die Menschen“) nach Pindar (Pythische Ode VIII): „Σκιᾶς ὄναρ ἄνθρωπος“ – „Eines Schattens Traum ist der Mensch“. Es ist seit 1958 als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet. (Wikipedia)

 

Das Buch

Georg Büchmann: Geflügelte Worte und Zitatenschatz.
Georg Büchmann: Geflügelte Worte und Zitatenschatz.
Völlig durchgesehene und verbesserte Neuausgabe. 447 Seiten. Johannes Asmus Verlag, Stuttgart (1953)

 

Der Verlag

Der Johannes Asmus Verlag war ein deutscher Verlag, der historisch gesehen Standorte in Leipzig und später in Hamburg und Stuttgart hatte. Der Verlag ist seit 1994 gelöscht.

Verlagsgeschichte

Der Verlag war ursprünglich in Leipzig ansässig, in der Salomonstraße 25 B. Nach dem Zweiten Weltkrieg oder im Laufe seiner Geschichte hatte er auch Niederlassungen in Stuttgart und Hamburg. Die "Johannes Asmus Verlag KG (GmbH & Co. KG)" in Hamburg wurde 1994 gelöscht. Es gibt heute eine Verbindung zum St. Pauli-Archiv e.V. in Hamburg, das Bücher unter dem Verlagsnamen listet, wahrscheinlich als Herausgeber oder im Rahmen von Archivprojekten. (KI-Modus)

Der Verleger I

»Josef Feiners Tochter Hertha war in Hamburg mit dem nichtjüdischen Buchhändler und Verleger Johannes Asmus verheiratet gewesen. Die Ehe wurde jedoch Anfang 1933 geschieden.« Zitiert nach: Stolpersteine zu Josef Feiner (1863–1938)

Der Verleger II

»B. war die Tochter von Johannes Asmus, der seit 1922 in Hamburg einen belletristischen Verlag betrieb. Ihre Mutter Hertha Feiner-Asmus, die dort als Lehrerin tätig war, wurde als Jüdin 1933 aus dem Schuldienst entlassen, ihre Ehe mit Johannes Asmus wurde geschieden. Seit 1935 lebte Hertha Feiner als Hilfslehrerin an einer jüdischen Schule in Berlin, zusammen mit ihren beiden Töchtern. 1939 wurden Marion und deren Schwester, mit Unterstützung ihres Vaters, in die Schweiz in ein Internat am Genfer See gebracht. […] Ihren Vater hat Marion erst wieder in den 60er Jahren auf der Frankfurter Buchmesse getroffen; dieser war mit seinem Verlag 1938 nach Leipzig übersiedelt und hatte dort hauptsächlich Kunstbücher publiziert; 1946 hatte er die Lizenz für eine Verlagsgründung in Konstanz erworben, den Sitz des Unternehmens aber 1954 nach Stuttgart und 1959 nach Mannheim verlegt; seit 1960 war es wieder in Hamburg angesiedelt.« Zitiert nach: »Boyars, Marion 26.10.1927 Hamburg – 31.1.1999 London; Verlegerin.« in antiquare.de

 

Büchmann digital

Geflügelte Worte. Der Citatenschatz des Deutschen Volks. Haude und Spener, Berlin, von der Erstausgabe 1864 bis zur Volksausgabe (auf Grund der 26. Auflage); 2., unveränderter Abdruck 1920 Link