Der Glockenturm am Ufer des Klinger Sees — Fotos: Heimatverein Klinge e.V.

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Heimatverein Klinge e. V.
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Nächste Veranstaltungen

▬ Sonnabend, 1. Juni 2024: Kinder- und Heimatfest auf dem Sportplatz in Klinge

▬ Sonnabend, 14. September 2024: Museumsnacht im Freilichtmuseum Zeitsprung

▬ Sonnabend, 21. Dezember 2024: Weihnachtssingen auf der Obstwiese

 

Klinge/Wiesengrund

Klinge, niedersorbisch Klinka, ist ein teildevastierter Gemeindeteil im Ortsteil Gosda der Gemeinde Wiesengrund im Landkreis Spree-Neiße (Brandenburg). Er war bis 1981 eine selbständige Gemeinde und danach ein Ortsteil der Gemeinde Gosda. Der Ort wurde 1981 bis auf einen kleinen Teil am Bahnhof Klinge durch den Tagebau Jänschwalde abgebaggert. Umgesiedelt wurden 432 Personen. Klinge lag in der Niederlausitz knapp neun Kilometer westlich von Forst (Lausitz) im ehemaligen Kreis Forst. Die ehemalige Gemarkung wurde mit der Gemarkung Gosda vereinigt. Die ehemalige Gemarkung grenzte im Osten an Weißagk (devastiert), im Südosten an Gosda, im Süden über eine kurze Erstreckung an Kathlow und im Westen an den Schönigschen Stiftungsforst. Der Ort ist über die K7111 von Gosda aus zu erreichen; die K7111 führt weiter nach Kathlow. Der Bahnhof Klinge liegt an der Bahnstrecke Cottbus–Żary.

Haus Chamberlin

Im Jahr 1927 landete ein amerikanisches Flugzeug auf einem Acker am Dorf. Es war eine Notlandung am Ende der zweiten Ozeanüberquerung von Amerika aus nach Europa. Das eigentliche Ziel war Berlin. Zur Erinnerung an den Piloten Chamberlin erhielt das Gasthaus Scheppan in Klinge den Namen „Gaststätte Chamberlin“. Das Haus steht noch heute und wird als Wohnhaus genutzt. (Wikipedia)

 

Clarence Duncan Chamberlin, 1928
Clarence Duncan Chamberlin,
1928
Foto: Fortepan/Wikimedia

Clarence Duncan Chamberlin

Clarence Duncan Chamberlin (* 11. November 1893 in Denison, Iowa; † 30. Oktober 1976 in Shelton, Connecticut) war ein US-amerikanischer Flieger. Er war der erste Mensch, der zusammen mit einem Passagier, Charles A. Levine, nonstop von New York aus über den Atlantik nach Deutschland flog. Das Flugzeug, eine Bellanca W.B.2 namens Miss Columbia, startete am 4. Juni 1927 in New York (Roosevelt Field, Long Island) und landete am 6. Juni zunächst in Eisleben bei Halle (Saale). Für die Strecke von 3911 statute miles (6294 km) benötigte er etwa 43 Stunden. Danach setzte er seinen Flug mit dem Ziel Berlin fort und landete in Klinge bei Cottbus. Nach der Reparatur des Flugzeugs durch Mechaniker aus Cottbus erreichte er nach einer Zwischenlandung in Cottbus erst am nächsten Tag, Dienstag, 7. Juni 1927, sein Ziel. Er landete auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof, dem Tempelhofer Feld. Von hier berichtete der Radioreporter Alfred Braun über das Ereignis. An den Flug und das Flugzeug erinnert noch heute der Straßenname Columbiadamm. (Wikipedia)

 

Husarenstreich

Bis zum 5. Juni 1927 war Klinge für die meisten Zeitgenossen außerhalb der Lausitz ein schwarzer Fleck auf der Landkarte. Doch dann rückte der Husarenstreich eines amerikanischen Flugpioniers das kleine Dorf zwischen Cottbus und Forst in den Blick der Weltöffentlichkeit.

Weiterlesen: „Ein Flugpionier lebt im kleinen Klinge weiter“, Lausitzer Rundschau vom 6. Juni 2012 ⋙ Link

 

Das Raubrittertor

In Klinge stand bis zur Devastierung das „Raubrittertor“, mit drei Ritterbüsten. Den Köpfen der Ritterbüsten fehlten die Unterkiefer. Es heißt, bereits im Mittelalter soll hier eine Sumpfburg gestanden haben. Die hier hausenden Raubritter überfielen Reisende und warfen sie ins Burgverlies. Wenn ihre Angehörigen das geforderte Lösegeld nicht zahlen konnten, hätten sie den Gefangenen die Unterkiefer abgeschnitten. Nach Beendigung der Bergbauarbeiten in der unmittelbaren Umgebung des Ortes und der Aufhebung der bergbaulichen Unterschutzstellung, wurde das Raubrittertor im verbliebenen Teil des Ortes erneut aufgebaut. (Wikipedia)