Dieses Foto zeigt den Fox-News-Auslandskorrespondenten Trey Yingst bei seiner Berichterstattung mitten in einem aktiven Konfliktgebiet. — Foto: Trey Yingst/Wikimedia

Julian Reichelt
Julian Reichelt
auf dem Cover seines
Buches — Foto: Fackelträger Verlag

Lebensdaten

»Julian Reichelt wurde 1980 in Hamburg geboren. Als einer der jüngsten Reporter berichtet er seit Jahren immer wieder aus Kriegs- und Krisengebieten. So schrieb er für „Bild“ unter anderem über die Konflikte in Afghanistan, im Irak und im Kaukasus sowie über den Libanonkrieg 2006 und den Tsunami. Für eine Reportage über US-Fallschirmjäger in Afghanistan wurde er 2008 mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet.« (Verlagstext von 2009)

 

Das Buch

Julian Reichelt: Kriegsreporter
Julian Reichelt: Kriegsreporter.
Ich will von den Menschen erzählen. 224 Seiten. Fackelträger Verlag, Köln (2009)

»„Wo immer ich auch hingehe – flüchtende Menschen kommen mir entgegen …“ Als Kriegsreporter für „Bild“ berichtet Julian Reichelt von den Schauplätzen, die unsere Zeit prägen: Die Kriege im Mittleren Osten, Irak, Israel, Afghanistan. Der Völkermord in Darfur. Die Jahrhundertkatastrophe des Tsunamis in Asien. In seinem Buch erzählt er von den Menschen, die diese Ereignisse durchleben. Vertriebene, die versuchen ihre Würde zu bewahren. Junge Soldaten, die auf den Schlachtfeldern des 21. Jahrhunderts die Leichtigkeit ihrer Jugend zurücklassen. Menschen, deren Existenz in einem Augenblick vernichtet worden ist. „Überlebende sind sie fast alle, über die ich berichtet habe. Überlebende von Kriegen, Vertreibung und Katastrophen. Ich fühle mich wohl bei ihnen. Sie verkörpern für mich die Hoffnung, dass Menschen immer weiterleben können, egal was ihnen angetan wird.“ „Kriegsreporter“ ist ein Buch über Menschen im Kampfgebiet. Über Verlust und Schmerz. Über Freundschaft und den Versuch, in Würde weiterzuleben.« (Verlagstext)

 

Julian Reichelt gelingt es, die Erlebnisse von Menschen im Krieg in einer sehr emotionalen Sprache und Dramaturgie darzustellen. […] Schade ist, dass anders als bei den großen Kriegsreportage-Meistern wie zum Beispiel Peter Scholl-Latour die geostrategischen, geschichtlichen und kulturellen Hintergründe weitgehend außen vor bleiben.

Optimist1966 auf Amazon, 1. Juli 2020

 

Persönliche Wendepunkte

„Ich glaube nichts mehr, was Politik mir erzählt“ – Julian Reichelt | Inside NIUS mit Helena (Achtung, Reichelt! und NIUS; 30.12.2025; 47:39 min.)

»In dieser Folge von Inside NIUS mit Helena spricht Helena Gebhard mit Julian Reichelt über seinen Weg in den Journalismus, persönliche Wendepunkte und die Lehren aus politischen und medialen Fehlentwicklungen. Julian Reichelt erzählt von seinen Anfängen als Jugendlicher, seiner Zeit als Kriegsreporter, dem Aufstieg bei Bild und dem Aufbau von NIUS. Er spricht über Selbstkritik, über Täuschung, mediale Gleichschaltung und darüber, warum Meinungsfreiheit das Fundament jeder Demokratie ist.«