Tonkunst und Geräusche
Lana Del Rey
Ihre melancholischen Klanglandschaften werden als „Hollywood Sadcore“ gerühmt: aus den Hit-Industrie-Labors direkt ins Herz.
Der Gegenwart. — 24. März 2023 — Der Tänzerin in Liebe gewidmet. —
Allen Betrachtern gemein ist der Eindruck: Hier hat sich ein Kunstprodukt ganz im Sinn von Lady Gaga in präziser Detailarbeit selbst zusammengepuzzelt. Lana Del Rey inszeniert sich 2011 mit gerade 24 Jahren ganz nach Belieben mal als White Trash-Trailer-Park-Ikone, Twin Peaks-Unschuld mit dunkler Facette oder als pompöse Millionendiva, die als MySpace-Referenzen Britney Spears, Frank Sinatra und The Weeknd unter ein Dach stopft.
laut.de-Biographie Lana Del Rey
Lana Del Rey wurde als Elizabeth Woolridge Grant in New York geboren und wuchs in Lake Placid im Bundesstaat New York auf. In den späten 1990er Jahren war sie ein Fotomodell für Abercrombie & Fitch, zusammen mit Lindsay Lohan war sie auf Einkaufstaschen des Modelabels zu sehen. Ab ihrem 18. Lebensjahr war sie als Sozialarbeiterin in New Yorker Obdachlosenheimen und in Rehabilitationszentren für Alkoholiker und andere Drogensüchtige tätig. 2008 machte sie den Bachelor of Arts in Philosophie. Bis zu ihrem 23. Lebensjahr hatte sie in einem streng religiösen Umfeld gelebt. Sie lebt in Los Angeles und steht beim Plattenlabel Universal unter Vertrag.
Von August 2011 bis Juni 2014 hatte sie eine Beziehung mit dem schottischen Sänger Barrie-James O’Neill von der Band Kassidy. Bis November 2015 war sie mit dem italienischen Fotografen Francesco Carrozzini liiert. Im September 2019 begann sie eine Beziehung mit dem Polizisten und Reality-TV-Star Sean „Sticks“ Larkin. Ihre Trennung wurde im März 2020 während eines Interviews durch Larkin selbst bekannt gegeben. Ein paar Monate später datete Del Rey den Musiker und Sänger Clayton Johnson, von dem sie sich im Sommer 2021 wieder trennte.
2003–2010: Beginn der Karriere
Im Alter von 17 Jahren begann sie ihre musikalische Karriere. Sie trat anfangs unter mehreren Pseudonymen mit Gitarre oder kleinem Ensemble in kleineren Clubs in Brooklyn und in der Lower East Side auf. Zwischen 2005 und 2006 nahm sie unter dem Pseudonym May Jailer das Album Sirens auf, das im Mai 2012 an die Öffentlichkeit gelangte. Im Jahr 2010 veröffentlichte sie unter dem Künstlernamen Lizzy Grant das Album Lana Del Ray a.k.a. Lizzy Grant.
2011–2013: Musikalischer Durchbruch mit Born to Die
Vor ihrem Durchbruch war sie mit Mando Diao auf Tour gegangen. Sie war an den Aufnahmen des MTV-Unplugged-Albums Above and Beyond beteiligt, das im November 2010 veröffentlicht wurde.
Im Jahr darauf veröffentlichte sie ihren Titel Video Games. Bei YouTube erreichte er innerhalb eines Monats über eine Million Aufrufe. Zudem erreichte das Lied Platz eins der deutschen Singlecharts. Ihre ersten Auftritte mit dem neuen Album vor deutschem Publikum hatte Lana Del Rey in der am 12. November 2011 ausgestrahlten Folge der ARD-Sendung Inas Nacht sowie bei zwei ausverkauften Konzerten ebenfalls am 12. November 2011 in Köln und am 14. November 2011 in Berlin. In Frankreich, Österreich und der Schweiz kam das Lied auf Platz zwei, in vielen Ländern erhielt es Gold- und Platinauszeichnungen.
Das Album Born to Die erschien am 27. Januar 2012. Es erreichte unter anderem Platz eins der Charts in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien sowie Platz zwei in den Vereinigten Staaten. Das Album wurde unter dem Namen Born to Die – The Paradise Edition, auf dem acht neue Songs enthalten sind, am 16. November 2012 neu veröffentlicht. Im Zuge einer H&M-Kampagne veröffentlichte Lana Del Rey vorab den Song Blue Velvet, ein Cover des Songs von Bobby Vinton. Das Album Born to Die verkaufte sich weltweit mehr als fünf Millionen Mal und war auf dem fünften Platz der bestverkauften Alben des Jahres 2012.
Von April bis September 2013 war sie auf großer Europatournee. Die Paradise Tour für Europa begann am 3. April in Amnéville (Frankreich) und endete am 20. September 2013 in Istanbul. Im Verlauf der Tour trat sie Ende April 2013 auch in Berlin, Düsseldorf, Wien, Frankfurt und München auf. Im November 2013 schloss sie die Paradise Tour mit Auftritten in Lateinamerika ab.
2014–2015: Ultraviolence und Honeymoon
Die ersten Arbeiten an einem neuen Studioalbum nahm sie im Februar 2013 auf. Laut eigener Aussage solle dieses „etwas reduzierter“, aber immer noch „filmisch und düster“ werden. Am 5. Dezember 2013 veröffentlichte Lana Del Rey den Kurzfilm Tropico. Bei der Premiere bestätigte sie den Titel des neuen Albums, das Ultraviolence heißt.
Für den Film Maleficent – Die dunkle Fee coverte sie den Song Once Upon a Dream. Lana Del Rey trug für den Film Big Eyes die Songs I Can Fly und Big Eyes bei. Big Eyes verschaffte ihr eine Nominierung für den besten Filmsong bei den Golden Globe Awards 2015.
2015 erstellte sie für ihr neues Album Honeymoon einen Instagram-Account, auf dem sie zeitweise Bilder und kleine Mitschnitte von der ersten, gleichnamigen Single, vor dessen Veröffentlichung zeigte. Der Song wurde am 14. Juli 2015 veröffentlicht. Als zweite Single wurde der Song High by the Beach am 10. August 2015 veröffentlicht. Nach Premiere des Videos bestätigte Lana Del Rey, dass das Album am 18. September 2015 veröffentlicht werde. Laut Lana Del Rey solle ihr neuestes Studioalbum stilistisch mehr in Richtung des zweiten Albums Born to Die als in Richtung des dritten Albums Ultraviolence gehen.
2017: Lust for Life
Am 18. Februar 2017 wurde die zuvor inoffiziell als Love angekündigte Single zunächst von Fans dann von Lana Del Rey veröffentlicht. Das zugehörige Video wurde von Rich Lee produziert. Mit Lust for Life erschien am 19. April 2017 die zweite Singleauskopplung aus dem gleichnamigen Album. Es handelt sich um eine gemeinsame Singleveröffentlichung mit The Weeknd. Am 14. Mai 2017 erschien mit Coachella – Woodstock in My Mind ein weiterer Song. Am 25. Mai 2017 gab Lana Del Rey auf Twitter bekannt, dass Lust for Life am 21. Juli 2017 veröffentlicht wird.
2018–2019: Norman Fucking Rockwell
Mit Mariners Apartment Complex erschien am 12. September 2018 die erste Singleauskopplung aus Del Reys kommendem sechsten Studioalbum. Lana Del Rey gab an, dass dieses neue Album Norman Fucking Rockwell heißen wird. Am 22. August 2019 erschienen mit Fuck It, I Love You und The Greatest zwei weitere Singleauskopplungen, ehe am 29. August 2019 das Album erschien. Am 13. September 2019 veröffentlichte Del Rey zusammen mit Miley Cyrus und Ariana Grande die Single Don’t Call Me Angel. Hierbei handelt es sich um den offiziellen Soundtrack zu Charlie’s Angels.
2020–2021: Chemtrails over the Country Club
Am 16. Oktober 2020 veröffentlichte Del Rey mit Let Me Love You Like a Woman die erste Singleauskopplung aus ihrem kommenden siebten Studioalbum Chemtrails over the Country Club. Während die Single die deutschen und US-amerikanischen Charts verfehlte, gelangen Charterfolge in der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Mit Chemtrails over the Country Club erschien am 11. Januar 2021 das Titellied zum kommenden gleichnamigen Album. Wie sein Vorgänger erreichte die Single Chartplatzierungen in der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, in Deutschland und den Vereinigten Staaten verfehlte es ebenfalls die offiziellen Singlecharts. Am 19. März 2021 erschien letztendlich nach einigen Verschiebungen mit Chemtrails over the Country Club das siebte Studioalbum Del Reys.
2021: Blue Banisters
Am 20. Mai 2021 veröffentlichte Del Rey vorab die drei Songs Blue Banisters, Text Book und Wildflower Wildfire aus ihrem angekündigten Album Blue Banisters.
Für die Band Bleachers von Jack Antonoff wirkte sie an den Songs Secret Life und Don’t Go Dark vom Album Take the Sadness Out of Saturday Night mit, das am 30. Juli 2021 veröffentlicht wurde.
Am 8. September 2021 folgte mit Arcadia die vierte Singleauskopplung aus dem Album Blue Banisters. Einen Monat später erschien schließlich das Album. Zunächst erschien es exklusiv beim Einzelhändler Sunrise Records and Entertainment in Kanada und den Vereinigten Staaten am 15. Oktober 2021, die reguläre Veröffentlichung erfolgte weltweit eine Woche später am 22. Oktober 2021.
Anfang Oktober gab Taylor Swift bekannt, dass Del Rey einen Gastbeitrag auf ihrem Album Midnights mit dem Titel Snow on the Beach haben wird, das am 21. Oktober 2022 erscheint.
2023: Did You Know That There’s a Tunnel Under Ocean Blvd
Am 7. Dezember 2022 veröffentlichte Del Rey mit Did You Know That There’s a Tunnel Under Ocean Blvd die erste Vorab-Singleauskopplung vom gleichnamigen neunten Studioalbum. Am 14. Februar 2023 folgte mit A&W ebenfalls vorab die zweite Singleauskopplung.
Musikstil und Einflüsse
Lana Del Rey ist für ihren einzigartigen Musikstil bekannt, der Elemente aus Pop, Rock und Hip-Hop mit einer Vintage-Ästhetik verbindet. Ihre Musik wurde aufgrund ihrer melancholischen Themen und filmischen Klanglandschaften als „Hollywood Sadcore“ bezeichnet.
Del Reys Musik ist stark von den 1950er und 1960er Jahren beeinflusst, insbesondere von den Klängen des klassischen Hollywood und dem goldenen Zeitalter der amerikanischen Popmusik. Neben ihren Retro-Einflüssen hat Del Rey auch zeitgenössische Künstler wie Eminem, Britney Spears und Nirvana als Inspirationen für ihre Musik genannt.
In ihren Texten geht es oft um Themen wie Liebe, Verlust und Nostalgie, wobei sie sich sowohl auf persönliche Erfahrungen als auch auf kulturelle Bezugspunkte aus der Geschichte stützt.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Lana_Del_Rey
Ich wünschte, ich wäre schon tot. Ich will nicht weitermachen, aber ich tue es. Ich hätte zwar Angst, wenn ich wüsste, dass ich sterbe, aber so fühle ich mich nunmal.
Lebensdaten
Lana Del Rey (* 21. Juni 1985 in New York als Elizabeth Woolridge Grant) ist eine US-amerikanische Pop-Sängerin und Songwriterin. Sie gilt als eine der einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation und hat mit ihrem melancholischen Stil und ihrer unverwechselbaren Stimme weltweit Fans gewonnen. Del Reys Musik wird oft als „Hollywood Sadcore“ bezeichnet, da sie in ihren Texten über Themen wie Liebe, Einsamkeit und den amerikanischen Traum singt. Im Stil bezieht sie sich auf Americana der 1950er und 1960er Jahre. Del Rey begann ihre Karriere im Jahr 2007 unter dem Namen Lizzy Grant und veröffentlichte ihr erstes Album Lana Del Ray a.k.a. Lizzy Grant im Jahr 2010. Ihren heutigen Künstlernamen wählte sie nach dem Ort Delray Beach in Florida. Ihr internationaler Durchbruch kam jedoch erst mit dem Song Video Games (2011) und ihrem zweiten Studioalbum Born to Die, das eines der bestverkauften Alben des Jahres 2012 war. Seither veröffentlichte sie sechs weitere Alben, die ebenfalls alle Top-Platzierungen in den Charts erreichten. (Wikipedia)
Follow Lana Del Rey:
▬ Instagram ⋙ Link
▬ Facebook ⋙ Link
▬ Twitter ⋙ Link
▬ Tumblr ⋙ Link
▬ Webseite ⋙ Link
▬ Youtube-Kanal ⋙ Link
Lana Del Rey: Born to Die
Lana Del Rey – Born to Die (2012; 4:45 min.)
Lana Del Rey: Video Games
Lana Del Rey – Video Games (Official Music Video) (2012; 4:46 min.)
Lana Del Rey: Carmen
Lana Del Rey – Carmen (2012; 5:15 min.)
The best of with lyrics
The best of Lana Del Rey (57:55 min.)