Fähre mit Pferd und Umzugswagen — Foto: Narve Skarpmoen/Norwegische Nationalbibliothek/Wikimedia [Vorschaubild: Hochbeladener 1957er SAAB in Stockholm/Wikimedia]

Klaus Zapf
Klaus Zapf,
Gründer (1975) und Eigentümer
der Umzugs-Spedition Zapf Umzüge. Aufnahme von
2009. — Foto: Angelika Wirth-Zobel/Wikimedia

 

Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.

Benjamin Franklin

 

Lebensdaten

Klaus Emil Heinrich Zapf (* 17. Mai 1952 in Bad Rappenau; † 20. August 2014 in Eppingen) war ein deutscher Umzugsunternehmer sowie Gründer und ab 1990 Alleineigentümer der Firma Zapf Umzüge in Berlin. Der West-Berliner Stadtteil Kreuzberg hatte sich in den Jahrzehnten vor dem Fall der innerdeutschen Mauer zum Zentrum alternativer Geschäftsideen und sozialer Gesellschaftsutopien entwickelt. Klaus E. H. Zapf und studentische Genossen gründeten dort 1975 ein Umzugskollektiv. Nachdem Zapf „die größte auf Möbelumzüge spezialisierte Spedition in Berlin“ aufgebaut hatte, zog er sich 2000 nach gesundheitlichen Problemen schrittweise aus dem Tagesgeschäft seiner Firma zurück. Danach betrieb er eine Agentur, mit der er gegen nach seiner Auffassung gravierende Missstände in der Finanzwelt anging. (Wikipedia)

 

Klaus Zapf ist anders!

Wanderung mit Klaus Zapf (Alissa de Vries; 25.1.2014; 6:34 min.)

»Klaus Zapf wurde durch sein Umzugsunternehmens 'Zapf Umzüge' zum Millionär. Na, haben Sie ein Bild im Kopf? Vielleicht von einen gebotoxtem Herrn, der Zigarren raucht und Yoga macht? Verabschieden Sie sich von jeglichen Bildern! Klaus Zapf ist anders! Er verweigerte den Wehrdienst, floh nach Berlin, lernte Rudi Dutschke, Günter Grass und vor allem sich selbst kennen ...«

 

Das Buch

Lothar Uebel: Von hier nach dort.
Lothar Uebel: Von hier nach dort.
Wohnungsumzüge in von nach Berlin. 122 Seiten mit zahlr. Abb. Hrsg. Klaus E. H. Zapf Transporte GmbH. Verlag Der Goldene Stern, Berlin (2001)

 

Der Autor

Lothar Uebel und »Das Büro mit dem historischen Gedächtnis«, 10967 Berlin-Kreuzberg

Webseite uebelbuero.deLink

Veröffentlichungen (Auswahl)

1985 — Viel Vergnügen (Dirk Nishen Verlag)

1986 — Eine große Familie. Artisten und ihre Vereine in Neukölln (mit Tilman Schrader für Emil-Fischer-Heimatmuseum)

1989 — Aus der Geschichte der Marheineke-Markthalle (Herausgeber: Historische Runde. Zeichnungen der Stadtplan-Ausschnitte: Andrea Ruiken. Selbstverlag)

1994 — Die Neue Welt an der Hasenheide. Über hundert Jahre Vergnügen und Politik. Ein Beispiel für den Erhalt historischer Bausubstanz im Rahmen der Stadtsanierung (Bezirksamt Neukölln)

1996 — Reinstes Rixdorfer Vergnügen – Vom Bierausschank der Vereinsbrauerei Rixdorf zum Kindl-Boulevard (Bauwert GmbH)

1996 — Vom Hofjäger zur Villa Hasenheide (Immobilienwerke GmbH)

1998 — Mitten in der Dorotheenstadt – das Charlotten-Palais in der Charlottenstraße 35/36 (mit Hans-Werner Klünner)

1998 — Gendarmenmarkt um die Ecke – Das Dom Palais in der Charlottenstraße 62 und das Kronen-Palais in der Kronenstraße 8-10 (mit Hans W. Klünner; Bauwert GmbH)

1999 — Mitten in der Dorotheenstadt (Bauwert GmbH)

2000 — Festschrift für Karstadt am Hermannplatz

2000 — Schwanenwerder – Ein Inselparadies in Berlin (mit Janin Reif und Horst Schumacher; Nicolaische Verlagsbuchhandlung)

2000 — Gearbeitet Gewerkschaftet Gewohnt – 75 Jahre Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker von Max Taut (Industriegewerkschaft Medien Druck und Papier, Publizistik und Kunst)

2001 — Publikation über die Geschichte von Wohnungsumzügen (Zapf Umzüge)

2002 — Die Mendelssohns in der Jägerstrasse. Das Haus Mendelssohn Jägerstrasse 51 in Berlin

2004 — Offenes Buch Hausvogteiplatz – Das Memhard Ensemble (Bauwert GmbH)
2006 — Broschüre über die Altstadt Lübbenau (Stadt Lübbenau/Spreewald)

2006 — 100 Jahre wie gedruckt 1906–2006 – 100 Jahre Druckerei Heenemann (mit Erwin Hambloch) 2009 — Broschüre über den Steglitzer Titania-Palast (AG für Haus- und Grundbesitz)

2009 — Publikation über die Industriespree zwischen Oberbaum- und Jannowitzbrücke (Anschutz GmbH)

2009 — Spreewasser, Fabrikschlote und Dampfloks: die Mühlenstraße am Friedrichshainer Spreeufer (Mitarbeit Laurenz Demps und Angela Harting)

2011 — Friedrichswerder am Schloss (Bauwert GmbH)

2014 — Ein Fabrikgelände am Teltowkanal (DIBAG Industriebau AG)

2015 — Die Grafen zu Lynar (Gräflich zu Lynarsche Schlossverwaltung GbR)

2016 — Broschüre über das Jagdschloss Groß Beuchow (Corvus Group GmbH)

2020 — Hasenheide 13 (Jovis Verlag)

2023 — Berliner Elefantenmarke über die Geschichte der Likörfabrik Mampe (mit Marcellinus Prien für BeBra Verlag)

2024 — Bockvergnügen am Kreuzberg (Bauwert AG)

2024 — Eine Villa als erstes Domizil (Unionhilfswerk Berlin)

2025 — Biografie über den Umzugsunternehmer Klaus E. H. Zapf (mit Tillmann Schrader für Zapf AG)

 

Zum Weiterlesen

Lutz Röhrig: »Lothar Uebel und das „Uebel-Büro“« ⋙ Link

 

Gardinengeld

Sofern der Umzug beruflich veranlasst ist, erfolgt in vielen Fällen eine Umzugskostenerstattung durch den Arbeitgeber. Umgangssprachlich wird hier vom Gardinengeld gesprochen. Für Bundesbeamte, Richter und Soldaten in Deutschland richten sich die Umzugskostenerstattungen nach dem Bundesumzugskostengesetz bzw. nach den jeweiligen Landesgesetzen. Für Mitarbeiter der freien Wirtschaft können tarifvertragliche oder einzelvertragliche Regelungen getroffen werden, ob, wann und in welchem Umfang das Unternehmen eine Umzugskostenerstattung vornehmen muss. Bis Ende 2008 bestand ein Anspruch auf Umzugskostenbeihilfe für Arbeitslose, die eine neue Stelle an anderem Ort annahmen. Seitdem kann in solchen Fällen im Rahmen des sogenannten Vermittlungsbudgets die Agentur für Arbeit die Umzugskosten ganz oder teilweise erstatten, wobei ein breiter Ermessensspielraum besteht. Insbesondere in den Fällen, bei denen Umzugskosten durch Dritte übernommen werden, empfiehlt es sich, vor Beauftragung einer Spedition mehrere Vergleichsangebote verschiedener Wettbewerber einzuholen, die nicht dem gleichen Speditionsverbund angehören, da ein solches Vorgehen in vielen Erstattungsrichtlinien vorgesehen ist. (Wikipedia)

 

Brandeimer

Der Umzug eines Bürgers in eine andere Ortschaft wurde im 18. Jahrhundert in deutschen Gebieten gewährt, wenn dieser im neuen Ort einen Brandeimer nachweisen konnte. Gemäß Anordnung zur Brandverhütung im Kurfürstentum Trier vom 9. Mai 1721 musste in jedem Haushalt mindestens ein funktionsfähiger Feuer- oder Brandeimer zum Löschen von Bränden vorgezeigt werden. Diese Bestimmung galt auch in weiteren Kurfürstentümern des Heiligen Römischen Reiches. (Wikipedia)

 

Umzugskostengesetz

Kosten für einen beruflich bedingten Umzug sind entsprechend den Regelungen des Umzugskostengesetzes als Werbungskosten steuerlich absetzbar. Voraussetzung dafür ist aber, dass durch den Umzug
▬ der tägliche Weg von und zur regelmäßigen Arbeitsstätte um zusammen mindestens 60 Minuten kürzer wird oder
▬ die regelmäßige Arbeitsstätte zu Fuß erreicht werden kann oder
▬ eine vom Arbeitgeber gestellte Werks- oder Dienstwohnung bezogen oder geräumt wird.

Nicht absetzbar sind die Maklerkosten, wenn sie für den Kauf der neuen Wohnung anfielen. Bei einem privat veranlassten Umzug sind 20 % der Lohnkosten der Möbelpacker oder des Umzugsunternehmens bis zu einem Betrag von 4.000 Euro als Haushaltsnahe Dienstleistung direkt von der Einkommenssteuer abziehbar. In besonderen Fällen (z. B. Umzug in eine behindertengerechte Wohnung nach einem Unfall) können Umzugskosten auch als Außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Umzugskostenerstattung sind auf Unternehmensseite typischerweise abzugsfähige Betriebsausgaben, wenn der Umzug des Arbeitnehmers beruflich bedingt war. (Wikipedia)