Formen der Idee
Mit Sack und Pack
Der Unternehmensgründer Klaus Zapf sagte: »Ich fungiere nur als Kapitalist, im Herzen bin ich keiner.« Der Spediteur mit Penner-Mentalität war Millionär.
Der Gegenwart. — 9. Februar 2026 — Nach einem Zufallsfund in der Bücherzelle.
Klaus E.H. Zapf wuchs im nordbadischen Eppingen auf. Das Gymnasium verließ er ohne Abitur. Um dem Wehrdienst in der Bundeswehr zu entgehen, zog Zapf 1972 nach West-Berlin und schrieb sich mit kleiner Matrikel an der Freien Universität für das Fach Rechtswissenschaft ein. Parallel arbeitete er für seinen Lebensunterhalt im Ausschank einer Kreuzberger Kneipe und als Möbelpacker.
Unternehmensgründung
„Er kaufte sich einen gebrauchten Ford Transit und begann, Keller auszuräumen. […] Zapf wurde zum Etikett eines alternativen Umzugskollektivs von Dauerstudenten, angehenden Ärzten, Hausbesetzern und Paradiesvögeln, die selbst dem Möbelschleppen noch ein politisches Ansinnen abringen konnten.“
„Das Firmenzeichen, eine Weltkugel, klaut Zapf bei dem für seine Gutmütigkeit berühmten Tagesspiegel. Dessen Motto ‚Rerum cognoscere causas‘ [„Die Ursachen der Dinge erkennen“] wird in der ersten Zeit auf der Weltkugel durch ‚Mens agitat molem‘ ersetzt. Der Geist bewegt die Masse.“ Der ‚Diebstahl‘ wurde mit Humor quittiert und seitdem mit einem umfangreichen Kompensationsgeschäft ‚Werbung gegen Werbung‘ besiegelt. „Fürs Logo nahm das Kollektiv die Farben der Packung ‚Reval‘ auf dem Tisch.“
Frühe Jahre
In der 1970er Gründungsphase war das Kollektiv Teil der Expansion der Alternativbewegung in West-Berlin. Zapf schuf sich für Umzüge und Transporte aller Art infolge seiner umstandslosen und fairen Preiskalkulationen eine starke Klientel und durch den sozialistischen Ansatz – Zapf Transporte „im Besitz der Belegschaft“ – Sympathien, die noch bis zur Wendezeit tragfähig waren. Bei den Umzüglern erschien der Chef persönlich, durchschritt die Wohnung und nannte nach kurzer Überlegung den definitiven Preis und einen Termin.
Bestehende Speditionen konnten in Preisgestaltung, Arbeitsorganisation und auch Zuverlässigkeit in Zapfs Tätigkeitsfeldern kaum mehr mithalten. Selbstverständlich galt Zapf als „links“, doch das waren 40.000 Menschen in 1.200 Berliner Alternativprojekten auch.
Der Gründer galt als Organisationsgenie und bewies eine gute Hand in der Auswahl seiner ‚Jobber‘, die zumeist Studenten waren und neben einem breiten Kreuz zum ‚Packen‘ in ihren Fächern – Betriebswirtschaft, Jura, Ingenieurwissenschaften – oft diese Qualifikationen ins Unternehmen mitbringen konnten.
„Ende der siebziger Jahre begann Zapf mit ersten Auslandsumzügen und baute die Abteilungen europäischer Fernverkehr und Übersee auf. Dabei halfen ihm Betriebswirte und Diplomingenieure, die in der ersten Generation bei Zapf jobbten.“
1980er Jahre
Damit hatte auch eine Zeit des konfliktreichen Umbruchs begonnen: „1979 überstieg der Zapf-Jahresumsatz erstmals die Millionengrenze. Die Firma erreichte eine Größe, für die eine Kultur der permanenten Diskussion unproduktiv ist. Zapf machte die gleichen Erfahrungen wie andere Alternativbetriebe.“ Das Unternehmen stand „1982 kurz vor der Pleite. Nach diversen Querelen zahlte Zapf die Miteigentümer nach und nach aus, machte die Kooperative zur GmbH und sich selbst einen Ehrgeiz daraus, seine Leute in reguläre Arbeitsverhältnisse zu bringen.“ Zudem hatte Zapf Mitte der achtziger Jahre mit mittlerweile harter Konkurrenz auf dem Umzugsmarkt zu kämpfen.
Für die öffentliche Wahrnehmung sorgte jedoch in Berlin die Präsenz der Zapf-Fahrzeug-Flotte seit den späten 70er-Jahren unentwegt; in den 80ern – „Zwischen den Touren wurden sie mit Megaphonen bestückt und fuhren bei den Häuserkampfdemos mit.“ – waren bereits einige Standorte in Westdeutschland gegründet: „Zapf betrieb, was man heute Outsourcing nennt. Ehemalige studentische Möbelpacker gründeten nach ihrem Uni-Abschluss eigene Filialen in Stuttgart, Freiburg, Hamburg.“
Dies war eine kooperative Seite der Problemlösung um das Sagen in der Firma. Durch die Aufhebung des Beteiligungsprinzips „reduzierten sich die Konzeption und Umsetzung unternehmerischer Entscheidungen auf einen kleinen Kern der Stammbelegschaft. Zwar blieben Hierarchien unbedeutend, aber die Firma wurde strukturiert und professionalisiert.“
Ein Konkurrent Zapfs: „‚Er hat immer alle wichtigen Entscheidungen getroffen und sich dabei am Markt orientiert.‘ Keiner kennt den Markt so gut wie Zapf. Und kaum einer sei so hart, aber gleichzeitig fair. Hart zum Beispiel dann, wenn es um unerlaubte Werbung geht. […] Auch gegen die Schwarzarbeit in seinem Gewerbe geht er mit allen Mitteln vor. […] Es klingt nicht nach einer Floskel, wenn Klaus Zapf sagt, er fühle sich seinen Mitarbeitern verpflichtet.“, schrieb die Financial Times Deutschland.
1989/90: Die Zäsur
Das Ende des Ost-West-Konfliktes definierte die Lebens- und Arbeitswelt im wieder vereinten Deutschland neu; vor allem in der direkt vereinigten Großstadt Berlin. Wie viele Berliner geriet auch Klaus Zapf in widersprüchliche Gefühle und Situationen: „Zwar machte ihm das Ende des DDR-Sozialismus ideologisch mächtige Bauchschmerzen, doch es tat nicht so weh, dass er die Gründung einer Filiale in Bonn versäumt hätte. Dort schätzte man später, dass er zwei Drittel des Regierungsumzugs abgewickelt habe.“
Einer Mythenbildung vorbeugend erläutern Zeitzeugen in der Firma heute differenzierter: „Wir haben sehr viele Mitarbeiter nach Berlin gezogen, aber nicht den Bundestag und kaum Ministerien.“
Nach der Wende gelang es Zapf, zahlreiche Fahrer der DDR-Staatsspedition Auto-Trans zu übernehmen: Die ostdeutsche Umzugsfirma „habe viel mehr Angestellte gehabt als er. Mit etwas Geschick hätten sie ihn leicht aus dem Geschäft blasen können. Und so sei er hingegangen und habe dem Konkurrenten die Leute abgeworben.“ Der VEB Auto-Service Berlin war zu diesem Zeitpunkt schon in Abwicklung.
1990er Jahre
Es folgte ein Umzugsboom mit dem Abzug der Westalliierten und es gelang Zapf mit technischen Neuerungen (Wechselcontainer), die Verlegung von Großunternehmen und Institutionen ohne eine nennenswerte Unterbrechung von Arbeitszeiten zu organisieren: „Mit der Wiedervereinigung schließlich gelingt Zapf der Durchbruch, als Referenzen gibt er Umzüge des deutschen Herzzentrums oder der Allianz-Versicherung an, als 1998 elf Berliner Allianz-Filialen mit insgesamt 2500 Arbeitsplätzen an nur drei Wochenenden in die Treptowers umzogen.“
„Die Spedition ist Nummer eins in ihrer Branche, nicht nur in Berlin, sondern in Deutschland. 12.000 Umzüge im Jahr. 20 Millionen Mark Umsatz. 270 Beschäftigte.“
Reminiszenz an den Osten
Gegenüber der nun gesamtberliner Zeitung Neues Deutschland – früher „Zentralorgan der SED“ – behauptet Zapf noch 2005, dass „bei ihm im Umzugsbereich […] 90 Prozent Ossis, im Bürobereich 75 Prozent (arbeiten). Er findet, daß Leute aus dem Osten besser ausgebildet sind und psychisch robuster sind als Westberliner, die sich schon immer ‚für etwas Besseres‘ hielten. […] Mittlerweile, befindet Zapf, hätten sich Ostler und Westler aber schon angeglichen.“
„Vor dem Hauptsitz der Umzugsfirma ‚Zapf‘ in Berlin-Neukölln befindet sich ein einzigartiges Lenindenkmal. […] Zapf soll das Bronzestandbild von einem russischen Kunden als Garantie für ein Darlehen erhalten haben.“ Der Kredit wurde nie zurückgezahlt und Zapf behielt die Skulptur. Es handelt sich „vermutlich um ein aus dem öffentlichen Raum entferntes Denkmal […] nach der Vorlage einer Skulptur des Bildhauers Nikolai Tomski.“
In einem Interview erklärte Zapf, Lenin sei 1917 von den Deutschen in einem verplombten Zug nach Russland transportiert worden „und gehöre also als Produkt eines gelungenen Speditionsauftrages zur perfekten Einrichtung seiner Umzugsfirma.“
Unternehmer und Millionär
Der scheinbare Widerspruch von Alternativunternehmer und auch finanziell erfolgreichem Firmenchef bewirkte ein starkes öffentliches Interesse an seiner Person, das in der Fragestellung von Medienvertretern auch einen Wandel in seinen Anschauungen vom Antikapitalisten hin zum Vertreter des Establishments unterstellte:
Mit seinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft hat Klaus Zapf ein neues Kapitel aufgeschlagen, auch als Unternehmer. Denn er hat ein unbekanntes Betätigungsfeld entdeckt, die Börse: […] ‚Der Return on Investment ist so viel schneller zu realisieren als mit qualifizierten Investitionen in meiner Branche‘, sagt er. […] Geht es am Ende doch ums Geld? Spricht so ein Antikapitalist? Klaus Zapf spricht so. Good Bye Lenin.
— Zitat bei: Leo Klimm: Der Antikapitalist, Financial Times Deutschland, 30. Januar 2006
Dieser Kommentar war rhetorisch, Zapf hatte diese Vermutung der Untreue an Idealen bereits in einem vorhergehenden Pressegespräch geklärt:
‚Sie (sind) sich als Mensch treu geblieben […], obwohl Sie ihren ideologischen Standort radikal gewechselt haben – vom überzeugten Sozialisten zum erfolgreichen Kapitalisten, der 20 Millionen Euro im Jahr umsetzt?‘ Zapf: ‚Ich habe meinen Standort nie gewechselt. […] Ich fungiere nur als Kapitalist, im Herzen bin ich keiner.‘
— Zitat bei: Nikos Späth: Umziehen ist das letzte, Welt am Sonntag, 6. Juni 2004
Als seriöser Unternehmer angesprochen wurde er selten – wenn, dann sagte er zum Standort Deutschland, was zu wenig geschätzt würde, das sei die Rechtssicherheit (Nikos Späth). Und: „In Deutschland sind die Straßen und Autobahnen immer noch als vorbildlich zu bezeichnen, nirgendwo sonst gibt es diese Qualität im Straßenbau, nirgendwo wird so viel Geld dafür bereitgestellt.“
Zur Umschichtung von Transporten auf die Bahn, sagte Klaus Zapf: „Eine verstärkte Verlagerung von Gütern auf die Bahn ist natürlich möglich. Unser Unternehmen bewältigt bereits die Hälfte der Fernumzüge auf der Schiene – bei Kosteneinsparungen von 35 Prozent! Nur deshalb können wir uns die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und die Lenkzeitenregelungen überhaupt leisten. Das bringt dem Unternehmen Zapf auch die notwendige Rechtssicherheit.“
Rückzug aus dem Betrieb
Aus gesundheitlichen Gründen zog sich Zapf bis 2002 nach und nach aus dem Tagesgeschäft, vor allem dem Außendienst in der Firma zurück. Sein Büro im Betrieb behielt er bei. Er griff sein Jurastudium auf und befasste sich mit dem Börsenrecht.
[Auslassung des Abschnitts »Klaus Zapf als Aktionär«]
Mythen, Sprüche, Anekdoten
Bekannt war Zapfs Offenherzigkeit und (Berliner) Originalität – in Interviews und auch im Fernsehen sorgte er einige Jahre lang für breite Unterhaltung: Bundesweit bekannt wurde er als gelegentlicher Talkshow-Gast.
Pfandflaschen
Er selbst lebte nach eigenen Angaben ein bescheidenes Leben. ‚Reich ist man, wenn man mehr hat als man braucht‘, sagte er. Mehr als 300 Euro im Monat brauche er nicht. Er lebte in einer kleinen Hausmeisterwohnung. […] Nachts, wenn er nicht schlafen konnte, zog es ihn zuweilen auf die Berliner Straßen. Dort sammelte er Pfandflaschen ein. ‚Wenn ich spaziere gehe, brauche ich was, was mich motiviert‘, sagte er. ‚Also sammle ich Pfandflaschen.‘ Sobald er so eine Flasche sehe, nehme er sie mit.
— Zitat bei: Andre Tauber: Zapf – der Millionär, der wie ein Obdachloser aussah, Die Welt, 21. August 2014
Das Pfandflaschen-Sammeln wurde vielzitiert auch zur Unterstellung einer gewissen ‚Penner-Mentalität‘ des Millionärs; zumindest als Zeichen einer eher verächtlichen Handlungsweise. Er gab es als „Hobby“ neben dem Angeln an (D. Nürnberger) und stellte es später ein, da er keine Zeit mehr dafür habe.
Der Penner
Die BILD-Zeitung hatte ihn direkt gefragt: „Sind Sie schon einmal für einen Penner gehalten worden? – Naja, immer, wenn ich einem von denen was gebe, sagen die: Danke Alter, du hast es aber doch selbst bitter nötig.“
Die Umzieherei werde ein gedeihliches Geschäft bleiben, denn die Mobilität nehme zu und die Stabilität menschlicher Beziehungen ab.
— Zitat bei: Mechthild Küpper. „Ich bin eine Streuschrecke“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. November 2007
Auch Zapfs Mitarbeiter waren ‚nicht ohne‘ insbesondere aus der Mannschaft von Autotrans, die er selbst als „proletarische Elite“ bezeichnete:
Den Ostberlinern tritt er als einer von ihnen entgegen. Authentisch großberlinerisch klingt es allemal, was einem seiner Packer an einem heißen Tag auf die Frage ‚Willst Du Mineralwasser?‘ einfällt: ‚Nee danke, ick schwitz' schon so jenuch!‘
— Zitat bei: Mechthild Küpper. „Ich bin eine Streuschrecke“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. November 2007
Einen Querschnitt durch seine Wesensart bietet ein Filmspaziergang mit einer jungen Autorin im Januar seines Todesjahres bei Eppingen [siehe Randspalte].
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Zapf

Klaus Zapf, Gründer (1975) und Eigentümer
der Umzugs-Spedition Zapf Umzüge. Aufnahme von
2009. — Foto: Angelika Wirth-Zobel/Wikimedia
Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
Benjamin Franklin
Lebensdaten
Klaus Emil Heinrich Zapf (* 17. Mai 1952 in Bad Rappenau; † 20. August 2014 in Eppingen) war ein deutscher Umzugsunternehmer sowie Gründer und ab 1990 Alleineigentümer der Firma Zapf Umzüge in Berlin. Der West-Berliner Stadtteil Kreuzberg hatte sich in den Jahrzehnten vor dem Fall der innerdeutschen Mauer zum Zentrum alternativer Geschäftsideen und sozialer Gesellschaftsutopien entwickelt. Klaus E. H. Zapf und studentische Genossen gründeten dort 1975 ein Umzugskollektiv. Nachdem Zapf „die größte auf Möbelumzüge spezialisierte Spedition in Berlin“ aufgebaut hatte, zog er sich 2000 nach gesundheitlichen Problemen schrittweise aus dem Tagesgeschäft seiner Firma zurück. Danach betrieb er eine Agentur, mit der er gegen nach seiner Auffassung gravierende Missstände in der Finanzwelt anging. (Wikipedia)
Klaus Zapf ist anders!
Wanderung mit Klaus Zapf (Alissa de Vries; 25.1.2014; 6:34 min.)
»Klaus Zapf wurde durch sein Umzugsunternehmens 'Zapf Umzüge' zum Millionär. Na, haben Sie ein Bild im Kopf? Vielleicht von einen gebotoxtem Herrn, der Zigarren raucht und Yoga macht? Verabschieden Sie sich von jeglichen Bildern! Klaus Zapf ist anders! Er verweigerte den Wehrdienst, floh nach Berlin, lernte Rudi Dutschke, Günter Grass und vor allem sich selbst kennen ...«
Das Buch

Lothar Uebel: Von hier nach dort. Wohnungsumzüge in von nach Berlin. 122 Seiten mit zahlr. Abb. Hrsg. Klaus E. H. Zapf Transporte GmbH. Verlag Der Goldene Stern, Berlin (2001)
Der Autor
Lothar Uebel und »Das Büro mit dem historischen Gedächtnis«, 10967 Berlin-Kreuzberg
Veröffentlichungen (Auswahl)
1985 — Viel Vergnügen (Dirk Nishen Verlag)
1986 — Eine große Familie. Artisten und ihre Vereine in Neukölln (mit Tilman Schrader für Emil-Fischer-Heimatmuseum)
1989 — Aus der Geschichte der Marheineke-Markthalle (Herausgeber: Historische Runde. Zeichnungen der Stadtplan-Ausschnitte: Andrea Ruiken. Selbstverlag)
1994 — Die Neue Welt an der Hasenheide. Über hundert Jahre Vergnügen und Politik. Ein Beispiel für den Erhalt historischer Bausubstanz im Rahmen der Stadtsanierung (Bezirksamt Neukölln)
1996 — Reinstes Rixdorfer Vergnügen – Vom Bierausschank der Vereinsbrauerei Rixdorf zum Kindl-Boulevard (Bauwert GmbH)
1996 — Vom Hofjäger zur Villa Hasenheide (Immobilienwerke GmbH)
1998 — Mitten in der Dorotheenstadt – das Charlotten-Palais in der Charlottenstraße 35/36 (mit Hans-Werner Klünner)
1998 — Gendarmenmarkt um die Ecke – Das Dom Palais in der Charlottenstraße 62 und das Kronen-Palais in der Kronenstraße 8-10 (mit Hans W. Klünner; Bauwert GmbH)
1999 — Mitten in der Dorotheenstadt (Bauwert GmbH)
2000 — Festschrift für Karstadt am Hermannplatz
2000 — Schwanenwerder – Ein Inselparadies in Berlin (mit Janin Reif und Horst Schumacher; Nicolaische Verlagsbuchhandlung)
2000 — Gearbeitet Gewerkschaftet Gewohnt – 75 Jahre Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker von Max Taut (Industriegewerkschaft Medien Druck und Papier, Publizistik und Kunst)
2001 — Publikation über die Geschichte von Wohnungsumzügen (Zapf Umzüge)
2002 — Die Mendelssohns in der Jägerstrasse. Das Haus Mendelssohn Jägerstrasse 51 in Berlin
2004 — Offenes Buch Hausvogteiplatz – Das Memhard Ensemble (Bauwert GmbH)
2006 — Broschüre über die Altstadt Lübbenau (Stadt Lübbenau/Spreewald)
2006 — 100 Jahre wie gedruckt 1906–2006 – 100 Jahre Druckerei Heenemann (mit Erwin Hambloch) 2009 — Broschüre über den Steglitzer Titania-Palast (AG für Haus- und Grundbesitz)
2009 — Publikation über die Industriespree zwischen Oberbaum- und Jannowitzbrücke (Anschutz GmbH)
2009 — Spreewasser, Fabrikschlote und Dampfloks: die Mühlenstraße am Friedrichshainer Spreeufer (Mitarbeit Laurenz Demps und Angela Harting)
2011 — Friedrichswerder am Schloss (Bauwert GmbH)
2014 — Ein Fabrikgelände am Teltowkanal (DIBAG Industriebau AG)
2015 — Die Grafen zu Lynar (Gräflich zu Lynarsche Schlossverwaltung GbR)
2016 — Broschüre über das Jagdschloss Groß Beuchow (Corvus Group GmbH)
2020 — Hasenheide 13 (Jovis Verlag)
2023 — Berliner Elefantenmarke über die Geschichte der Likörfabrik Mampe (mit Marcellinus Prien für BeBra Verlag)
2024 — Bockvergnügen am Kreuzberg (Bauwert AG)
2024 — Eine Villa als erstes Domizil (Unionhilfswerk Berlin)
2025 — Biografie über den Umzugsunternehmer Klaus E. H. Zapf (mit Tillmann Schrader für Zapf AG)
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Lutz Röhrig: »Lothar Uebel und das „Uebel-Büro“« ⋙ Link
Gardinengeld
Sofern der Umzug beruflich veranlasst ist, erfolgt in vielen Fällen eine Umzugskostenerstattung durch den Arbeitgeber. Umgangssprachlich wird hier vom Gardinengeld gesprochen. Für Bundesbeamte, Richter und Soldaten in Deutschland richten sich die Umzugskostenerstattungen nach dem Bundesumzugskostengesetz bzw. nach den jeweiligen Landesgesetzen. Für Mitarbeiter der freien Wirtschaft können tarifvertragliche oder einzelvertragliche Regelungen getroffen werden, ob, wann und in welchem Umfang das Unternehmen eine Umzugskostenerstattung vornehmen muss. Bis Ende 2008 bestand ein Anspruch auf Umzugskostenbeihilfe für Arbeitslose, die eine neue Stelle an anderem Ort annahmen. Seitdem kann in solchen Fällen im Rahmen des sogenannten Vermittlungsbudgets die Agentur für Arbeit die Umzugskosten ganz oder teilweise erstatten, wobei ein breiter Ermessensspielraum besteht. Insbesondere in den Fällen, bei denen Umzugskosten durch Dritte übernommen werden, empfiehlt es sich, vor Beauftragung einer Spedition mehrere Vergleichsangebote verschiedener Wettbewerber einzuholen, die nicht dem gleichen Speditionsverbund angehören, da ein solches Vorgehen in vielen Erstattungsrichtlinien vorgesehen ist. (Wikipedia)
Brandeimer
Der Umzug eines Bürgers in eine andere Ortschaft wurde im 18. Jahrhundert in deutschen Gebieten gewährt, wenn dieser im neuen Ort einen Brandeimer nachweisen konnte. Gemäß Anordnung zur Brandverhütung im Kurfürstentum Trier vom 9. Mai 1721 musste in jedem Haushalt mindestens ein funktionsfähiger Feuer- oder Brandeimer zum Löschen von Bränden vorgezeigt werden. Diese Bestimmung galt auch in weiteren Kurfürstentümern des Heiligen Römischen Reiches. (Wikipedia)
Umzugskostengesetz
Kosten für einen beruflich bedingten Umzug sind entsprechend den Regelungen des Umzugskostengesetzes als Werbungskosten steuerlich absetzbar. Voraussetzung dafür ist aber, dass durch den Umzug
▬ der tägliche Weg von und zur regelmäßigen Arbeitsstätte um zusammen mindestens 60 Minuten kürzer wird oder
▬ die regelmäßige Arbeitsstätte zu Fuß erreicht werden kann oder
▬ eine vom Arbeitgeber gestellte Werks- oder Dienstwohnung bezogen oder geräumt wird.
Nicht absetzbar sind die Maklerkosten, wenn sie für den Kauf der neuen Wohnung anfielen. Bei einem privat veranlassten Umzug sind 20 % der Lohnkosten der Möbelpacker oder des Umzugsunternehmens bis zu einem Betrag von 4.000 Euro als Haushaltsnahe Dienstleistung direkt von der Einkommenssteuer abziehbar. In besonderen Fällen (z. B. Umzug in eine behindertengerechte Wohnung nach einem Unfall) können Umzugskosten auch als Außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Umzugskostenerstattung sind auf Unternehmensseite typischerweise abzugsfähige Betriebsausgaben, wenn der Umzug des Arbeitnehmers beruflich bedingt war. (Wikipedia)