Vokabularium
Lumumba
Dem Kakaogetränk mit Weinbrand und Sahne gaben Linke früher eine „solidarische Konnotation“. Heute stellen sie es unter „Rassismusverdacht“.
Der Gegenwart. — 4. Dezember 2024
Die Stadt Frankfurt hält Standbetreiber ihres Weihnachtsmarktes dazu an, dem alkoholischen Getränk Lumumba einen anderen Namen zu geben, da es an den ermordeten kongolesischen Politiker Patrice Lumumba erinnern könne. […] Die Diskussion um den Namen des heißen Getränks kochte bereits im vergangenen Jahr hoch. Damals hatte die Historikerin Annalena Schmidt, eine ehemalige Grünen-Stadträtin aus Bautzen, die Debatte entfacht und das Getränk „rassistisch“ genannt, so „Bild“ seinerzeit.
Thomas Roie, Vorsitzender des Schaustellerverbands Frankfurt/Rhein-Main bezeichnet die Diskussion jetzt als „wenig verständlich“ und „aberwitzig“. Der Name sei über 30 Jahre alt. Hier werde etwas hineininterpretiert, was dort nicht hineingehöre. Roie zu BILD: „Die Besucher bestellen trotzdem noch Lumumba.“
Wikipedia bis zum 4. Dezember 2024 um 15:42 Uhr
Die Herkunft des Namens des Getränkes ist nicht abschließend geklärt. Laut der Journalistin Irene Brickner leitet er sich vom kongolesischen sozialistischen Politiker Patrice Lumumba ab. Es könnten möglicherweise farbliche Assoziationen die Gründe für die Namensgebung gewesen sein. Später soll das Getränk innerhalb der Linken mit einer solidarischen Konnotation verbunden worden sein.
Abweichend davon ist das Getränk in Norddeutschland und besonders in Nordfriesland sowie in den Niederlanden und Dänemark unter dem Namen Tote Tante (dänisch Død tante) verbreitet. Diese Bezeichnung geht auf eine Legende von der Insel Föhr zurück, nach der die Urne mit der Asche einer in Amerika verstorbenen Föhrerin in einer Kakaokiste auf die Insel zurückgekehrt sein soll. Literarisch fand das Getränk Eingang in den Kriminalroman Dreimal Tote Tante von Krischan Koch.
Wikipedia am 4. Dezember 2024 ab 15:43 Uhr
Die Herkunft des Namens des Getränkes ist nicht abschließend geklärt. Laut der Journalistin Irene Brickner leitet er sich vom kongolesischen sozialistischen Politiker Patrice Lumumba ab. Es könnten möglicherweise farbliche Assoziationen und seine Todesursache- Hinrichtung durch Erschiessung/mit Schuss die Gründe für die Namensgebung gewesen sein. Später soll das Getränk innerhalb der Linken mit einer solidarischen Konnotation verbunden worden sein.
Die Stadtverwaltung von Frankfurt a. M. hat die Standbetreiber auf dem Weihnachtsmarkt 2024 angewiesen, den Lumumba künftig unter einem anderen Namen anzubieten. Im Gespräch sind „Kakao mit Schuss“ oder „Heiße Schokolade mit Rum“. Bei der Herleitung des Begriffes gebe es „eine Variante, die rassistische Stereotype bedienen kann" . Hintergrund ist, der Name gleicht jenem des bekannten Freiheitskämpfers Patrice Lumumba. Bei den Standbesitzern sah man die Namensgebung weniger kritisch: „Über welche Namen wollen wir dann als nächstes diskutieren?“, hieß es da etwa. Und: „Darf der Weihnachtsmarkt überhaupt noch Weihnachtsmarkt heißen?“
Abweichend davon ist das Getränk in Norddeutschland und besonders in Nordfriesland sowie in den Niederlanden und Dänemark unter dem Namen Tote Tante (dänisch Død tante) verbreitet. Diese Bezeichnung geht auf eine Legende von der Insel Föhr zurück, nach der die Urne mit der Asche einer in Amerika verstorbenen Föhrerin in einer Kakaokiste auf die Insel zurückgekehrt sein soll. Literarisch fand das Getränk Eingang in den Kriminalroman Dreimal Tote Tante von Krischan Koch.
Wikipedia am 4. Dezember 2024 ab 16:43 Uhr
Die Herkunft des Namens des Getränkes ist nicht abschließend geklärt. Laut der Journalistin Irene Brickner leitet er sich vom kongolesischen sozialistischen Politiker Patrice Lumumba ab. Das Getränk soll später innerhalb der Linken mit einer solidarischen Konnotation verbunden worden sein.
Abweichend davon ist das Getränk in Norddeutschland und besonders in Nordfriesland sowie in den Niederlanden und Dänemark unter dem Namen Tote Tante (dänisch Død tante) verbreitet. Diese Bezeichnung geht auf eine Legende von der Insel Föhr zurück, nach der die Urne mit der Asche einer in Amerika verstorbenen Föhrerin in einer Kakaokiste auf die Insel zurückgekehrt sein soll. Literarisch fand das Getränk Eingang in den Kriminalroman Dreimal Tote Tante von Krischan Koch.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Lumumba_(Getr%C3%A4nk)

Heißer Lumumba mit Weinbrand und Sahne
Foto: Tsungam/Wikimedia
Die Fakten
Lumumba ist ein alkoholisches Mischgetränk. Es besteht aus heißem oder kaltem Kakao mit einem Schuss Rum, manchmal zusätzlich mit Schlagsahne. Statt Rum kann auch Weinbrand oder Amaretto zugegeben werden. (Wikipedia)
Lebensdaten
Patrice Émery Lumumba (* 2. Juli 1925 in Onalua bei Katako-Kombé als Élias Okit'Asombo; † 17. Januar 1961 bei Élisabethville in Katanga ) war ein kongolesischer Politiker. Er war von Juni bis September 1960 erster Premierminister des unabhängigen Kongo (heute Demokratische Republik Kongo). Zuvor hatte er eine bedeutende Rolle dabei gespielt, das Land aus der belgischen Kolonialherrschaft heraus auf friedliche Art und Weise in die Unabhängigkeit zu führen. Im Rahmen der Kongokrise wurde er auf Betreiben der Regierung der USA und Belgiens von Joseph Kasavubu abgesetzt. Als Hauptgrund gelten wirtschaftliche Interessen beider Nationen; hinzu kam die geostrategische Bedeutung Kongos im Kalten Krieg. Der spätere Präsident Mobutu ließ Lumumba festnehmen und den Behörden von Katanga übergeben. Lumumba wurde dann von einem Erschießungskommando der Provinz Katanga im Beisein belgischer Offiziere und Beamter ermordet. Lumumba war einer der Vorkämpfer der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Als charismatischer Anführer und Opfer im Kampf um die Freiheit des Kongo von der kolonialen Herrschaft wurde er zur Symbolfigur des antiimperialistischen Kampfes in Afrika. (Wikipedia)
Afrikanischer Lenin
Ist es nun das Mephisto-Bärtchen oder die wie Billardkugeln rollenden Augäpfel hinter den Brillengläsern? Der Mann hat etwas Beängstigendes. Sein Kopf ist der eines afrikanischen Lenin.
Peter Scholl-Latour, in: Matata am Kongo. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart (1961)