Punkte auf der Landkarte
Appetit auf Hecht
in Spreewaldsauce
Rund um Berlin waren „Vergnügungswanderer“ und Naturfreunde unterwegs. Sie ließen sich 1911 bei ihren Fahrten vom »Märkischen Wanderbuch« leiten.
Der Gegenwart. — 17. Februar 2026 — Nach einem Zufallsfund in der Bücherzelle.
»Vor der Natur verblassen alle künstlichen Reize. Der rauschende Wald, die schimmernde Sonne, der stille See und der liebliche Fluß entzücken das Herz und erheben die Seele. Und rund um Berlin ist die Natur so zauberhaft schön wie nur irgendwo, wohin der Berliner nur mit großen Kosten gelangen kann. Die Mark birgt kostbare Perlen. Naturschilderungen aber sind individuell, jeder Mensch macht seine Ausflüge, man möchte sagen, mit eigenen Augen, jeder sieht etwas anderes, der eine mehr, der andere weniger. Darum ist es auch kaum möglich, einen Ausflug so zu beschreiben, daß der Wanderer absolut sicher seinen Weg findet. Selbst die beigegebenen Karten vermögen diesem Mangel nicht ganz abzuhelfen, denn Kartenlesen erfordert Übung, und in der Natur draußen sehen eine Waldecke, eine Wege kreuzung ganz anders aus als auf der Karte. Kommt es doch vor, daß alte Generalstabsoffiziere, die mit Karte und Kompaß genau vertraut sind, sich „verbiestern“, das heißt, so vollständig in die Irre geraten, daß sie nicht mehr ein und aus wissen. Da muß dann das ortsangesessene Bäuerlein aushelfen. Also soll auch der Vergnügungswanderer fragen, wenn er seiner Sache nicht ganz sicher ist. Das gilt ganz besonders für Ausflüge um Berlin, wo alles in einem beständigen Wechsel ist. Im Wanderbuch ist eine Waldspitze bezeichnet, aber in der Zeit, die zwischen dem Erscheinen des Werkchens und der Benutzung verflossen ist, hat ein Glücklicher sich in der Waldspitze angesiedelt, eine Villa und ein blühender Garten sind entstanden. Man klage also das Wanderbuch nicht an, wenn einmal etwas nicht stimmt, es gibt unzählige Fehlerquellen, die in Rechnung gezogen werden müssen. Der Wanderer muß eben selbst nachprüfen, vor allem gilt das auch für die Verpflegungsverhältnisse der Restaurants. Dem einen schmeckt das Essen, der andere findet es scheußlich. Alles ist individuell. Schilderungen von Ausflügen können nur Leitmotive sein. Die Ausführung muß der Wanderer erst selbst mit allen Details machen. Die Naturschönheiten empfindet man nicht beim Lesen, nur die Anregung erhält man zum richtigen Sehen und Genießen. In diesem Sinne müssen auch unsere Schilderungen verstanden sein, denn nur so wird man sie mit Freude und Erfolg verwenden können. Kein stlavisches Anklammern an das geschriebene Wort, den eingezeichneten Weg, ein freies Nachempfinden fordern wir.
Und nun auf, hinaus in die freie Natur!
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I. Der Westen
Der Westen mit seinem abwechslungsreichen Wald, Wasser und Höhengebiet wird in erster Linie auf zwei großen Vorortlinien erreicht: der Wannseebahn vom Wannseebahnhof und der Stadtbahn auf der Wetzlarer Bahn über Wannsee nach Potsdam. Die Züge verkehren in so geringen Abständen, daß der Ausflügler ohne Kenntnis des Fahrplans ruhig auf den ihm zunächstliegenden Bahnhof gehen kann. Er wird nur wenige Minuten zu warten haben, um den passenden Zug zu finden. Den Teil des mehr nordwestlich gelegenen Wald und Seengebietes erschließen die Lehrter und Hamburger Bahn, die gleichfalls Vorortverkehr haben.
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II. Der Norden
Wenn man die Spizte eines Zirkelschenkels im Mittelpunkt von Berlin einsetzt, den anderen Schenkel in Nauen und einen Kreis schlägt, der in Strausberg endet, so hat man ungefähr das, was der Berliner als den Norden bezeichnet. Es ist ein ausgedehntes Waldgebiet, von Seen und Luchen unterbrochen, in dem es sich herrlich wandert und zu dem die Zugänge durch mehrere Bahnen vermittelt werden. Die Lehrter Vorortbahn führt nach Nauen, die Kremmener Bahn und die Stettiner Bahn eröffnen das Gebiet des Krämers und des Neuholländer Forstes sowie der wunderbaren Waldungen des Hofjagdreviers. Die Liebenwalder und die Stettiner Bahn führen in die weiten Forsten und Seengebiete, die sich zwischen Oranienburg und Eberswalde erstrecken. Noch weiter östlich strahlt die Wriezener Bahn aus und die Grenzlinie bildet die Ostbahn. Der Vorortverkehr ist meist so weit durchgeführt, daß ein billiges Erreichen aller schönen Hauptpunkte gewährleistet wird.
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III. Der Osten
Das Wald- und Seengebiet im Osten von Berlin trägt fast denselben Charakter wie das im Norden. Nur über seine Bodenbeschaffenheit wäre zu sagen, daß die Erhebungen näher an Berlin herangerückt sind und daß erst in größerer Entfernung das Flachland einsetzt. Es sind im wesentlichen zwei große Verkehrsstränge, die die Verbindung zwischen Berlin und dem Osten vermitteln, die Ostbahn und die Schlesische Bahn. Bei der einen reicht der Vorortverkehr bis Strausberg, bei der andern bis Fürstenwalde, und innerhalb dieser Schlaglinie liegen beinahe die schönsten Punkte, die der Osten aufzuweisen hat. Die östlichen Seen haben etwas äußerst Liebliches, ausgenommen die Müggel, die herb und düster selbst an hellen sonnigen Tagen ist, während der Flakensee bei Erkner im Juli bei blauem Himmel und Sonnenschein mit seinen überhöhten Ufern und seinen pinienartigen Kiefern oft den Eindruck eines oberitalienischen Sees erweckt.
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IV. Der Süden
Der Süden Berlins ist verhältnismäßig nicht so reich an schönen Punkten. Das kommt daher, weil er sehr dicht bevölkert ist. Im Zuge der Görlitzer Bahn, die den Spreewald durchquert, zieht sich eine lange Seenkette bis über die Kopfstation des Vorortverkehrs Königswusterhausen hinaus und dann an der abzweigenden Beeskower Bahn entlang mit der Perle des Südostgebietes, der Königlichen Waldung, der Dubrow. Außer der Görlitzer Bahn durchschneiden den Süden noch die Linien der Dresdener Bahn und der Anhalter Bahn, diese mit ganz kurzem Vorortverkehr, jene mit etwas weiterem bis Zossen. Zwischen Görlitzer und Dresdener Bahn verkehrt noch die Kleinbahn Rixdorf—Mittenwalde, das mit Königswusterhausen ebenfalls durch eine Kleinbahn verbunden ist.
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53. Spreewald-Fahrt
Hinfahrt: Berlin (Görlitzer Bahnhof) — Lübbenau
III. Klasse 2,70 M, II. Klasse 4,10 M.
Rückfahrt: Vetschau — Berlin
III. Klasse 3, 10 A, II. Klasse 4,70 M.
(Sonntags-Fahrkarten zu bedeutend ermäßigten Preisen.)
Der „große Tag“ für den Spreewald ist von altersher Pfingsten, aber vielen Leuten doch zu sehr „großer Tag“, denn zu Pfingsten wimmelt es dort derart, daß man unter der Fülle der Menschheit leicht die Beziehungen zu den eigenen Reizen der wunderbaren Landschaft und des fremdartigen Volkstums verliert, das im Spreewald lebt. Wer es daher so einrichten kann, nach dem Spreewald zu reisen, wenn der Schwarm sich verlaufen hat, der tut es gerne, wobei freilich zu bemerken ist, daß etwas Schwarm zu allen Zeiten im Spreewald ist, sowohl an Sonntagen, wie an den Wochentagen, sogar im Winter, wenn die gefrorenen Wasserläufe zum Schlittschuhlaufen einladen. Aber das Gebiet des Spreewaldes ist groß genug, daß ein paar tausend Menschen sich gegenseitig nicht zu stören brauchen.
Wir fahren vom Görlitzer Bahnhof ab bis Lübbenau, wohlgerüstet mit einem oder mehreren Mitteln für Vertreibung der besonders im Juni und August bösartigen Mücken, mit einem Schirm und einer Decke oder einem Cape, denn da wir den größten Teil des Tages im Kahn fahren, brauchen wir einigen Schutz gegen Wetterlaunen, sowohl gegen Regen und Wind wie auch gegen den Sonnenschein. Vor dem Bahnhof in Lübbenau stehen einige Kahnführer, die uns und unser Handgepäck nach dem Hafen bringen. Indes kann man doch raten, vor der Kahnfahrt einen kurzen Blick in die Stadt zu werfen. Schon der Weg dahin, durch die Gemüse gärten der Bürger, ist so lehrreich, weil er uns einen Blick in das landwirtschaftliche Treiben der Bevölkerung gestattet. Es dominieren auf den mit peinlicher Sorgfalt gepflegten Beeten die Gurke, der Meerrettig und die Zwiebel. In der Stadt bietet die alte Hauptkirche ein besonderes Interesse und hinter der Stadt das Schloß des Grafen Lynar mit zwei schönen normannischen Türmen. Da es kurz vor der Kirchzeit ist, finden wir die Stadt von vielem wendischen Volke belebt, das aus den Dörfern kommt.
Falls man am Bahnhof noch keinen Fährmann genommen hat, findet man sicher am Hafen welche. Man vereinbart mit dem Fährmann dort die Tour, die man machen will, und den Fahrpreis. Um eventuell Übervorteilungen zu vermeiden, nehme man nur Fährleute mit einer Legitimation des Spreewaldvereins. Es besteht eine offizielle Taxe, Anspruch auf Verpflegung hat der Kahnführer nicht, doch tut man recht, wenn man ihm diese Verpflegung bewilligt; die Leute sind im allgemeinen sehr bescheiden und mäßig.
Es ist ausgeschlossen, daß man in einem Tage den ganzen Spreewald bewältigt; jedenfalls raten wir ab, die Kahntour bis Burg zu machen, wenn man nicht schon Sonntag am frühen Morgen von Lübbenau aufbrechen kann, sonst würde man dabei mehrere Stunden verlieren und auf andere Sehenswürdigkeiten verzichten müssen. Man muß sich also bescheiden und unter dem vielen Schönen nur das erreichbare Schöne wählen. Am empfehlenswertesten ist folgende Tour: Von Lübbenau durch Lehde, den Küchenholzkanal, die Leipesche Groblau, nach Leipe, Pohlenzschenke, Forsthaus Eiche, Kannomühle, Schützenhaus; dann zurück durch die Polenza, Mutnitza, über Wotschofska und Lehde wieder nach Lübbenau. Die Kahnführer pflegen nicht selten gegen die Einzelheiten des Programms Gegenvorschläge zu machen; das hängt von den schwankenden Wasserverhältnissen ab, die auf die Befahrbarkeit der einzelnen Kanäle großen Einfluß haben. Man kann ihnen in dieser Beziehung völlig vertrauen. Zu den aufgeführten Hauptpunkten: Lehde, Pohlenzschenke, Eiche, Forsthaus, Kannomühle und Wotschofska führen eben viele Wege.
Lehde, knapp 30 Minuten Kahnfahrt von Lübbenau gelegen, ist das Venedig des Spreewalds, das einzige größere Dorf, wo selbst von Gehöft zu Gehöft der Verkehr nur mit dem Kahn möglich ist. Zu gewissen Jahreszeiten ist der Richtersche „Gasthof zum fröhlichen Hecht“ Standquartier einer kleinen Armee von Malern, die im Spreewald sich Szenen für ihre Bilder suchen und auch reichlich finden. Besonders die schnurgeraden, mit Erlen überwachsenen kleinen Wasserläufe sind beliebte Studienobjekte für perspektivische Kunst. In dem kleinen Blockhaus bei Richter hängen viele Ölbilder und Skizzen, die nicht etwa als Pfand für Zechschulden, sondern als Verehrung für gute Zeche zurückgelassen sind. In Lehde und in Wotlschofska sind übrigens die zwei Hauptstätten des Tanzvergnügens, wo der städtische Kulturjüngling mit der Wendin im Tanze wirbelt. Wer schon am frühen Morgen Lust hat, das Tanzbein zu schwingen, kann gleich anfangen, besser freilich spart er sein Talent bis zum Abend auf.
Von Lehde kommt man in einhalbstündiger Fahrt nach Leipe, einem ansehnlichen Dorf mit gutem Gasthof, dessen Spezialität der „Hecht in Spreewaldsauce“ ist. Es empfiehlt sich hier, wie an den meisten anderen Stationen, kurze Zeit an Land zu gehen, auch wenn man keinen Appetit auf Hecht in Spreewaldsauce hat; man muß sich eben von dem langen Sitzen im Kahn die Füße wieder vertreten, sonst wird man zuletzt ganz steif und müde. Die nächste Station ist dann gewöhnlich Pohlenzschenke, ein idyllisch liegendes Gehöft, natürlich auch mit Gastwirtschaft. Das bescheidene Denkmal bei Pohlenzschenke, an dem man vorüberfährt, ist zur Erinnerung an den Hauptmann Albinius errichtet worden, der sich durch seine topographischen Arbeiten um den Spreewald sehr verdient gemacht hat.
Während die Fahrt bisher vorzugsweise durch Felder ging, befinden wir uns jetzt schon in der Waldregion. Mächtiges Laubholz, zumal Erlen, überschattet die Wasserläufe, so daß der Eindruck erweckt wird, man fahre durch einen Laubengang. Dazwischen stößt man dann immer wieder auf größere oder kleinere Lichtungen, in denen anmutige Ansiedelungen liegen, so das Forsthaus Eiche, Kannomühle und das Schützenhaus. Schon auf der Rücktour befindlich, kommen wir nach Wotschofska, einem Gasthause, das inmitten des sogenannten Bürgerwaldes liegt; dieser bescheidene Teil des Spreewaldes gehört der Stadt Lübbenau, die auch den Gasthof dort errichtet hat und durch einen Pächter bewirtschaften läßt. Inzwischen wäre auch der Augenblick gekommen, wo man etwas Ernstliches zwischen die Zähne nehmen kann; wer also seinen Hunger nicht bis zur letzten Station in Lehde bändigen kann, der soll in Wotschofska essen, was er nachher nicht bereuen wird. Wotschofska und Lehde sind die beiden Stätten, wo die meisten Touristen auf der Rücktour sich so lange aufhalten, bis es Zeit ist, nach Lübbenau zu fahren. Der Aufenthalt in Wotschofska und Lehde ist darum sehr interessant und abwechslungsreich, weil der ganze Spreewaldkorso an einem vorbeifährt. Überdies ist bei Musik und Tanz in den Lokalen ein reges Leben. Die Kahnführer mahnen recht zeitig, wenn der Augenblick zum Aufbruch nach Lübbenau gekommen ist.
Wenn aber nun einer meint, er müsse an einem Tage alles haben, also wenn er den ganzen Spreewald durchqueren will, so kann ihm geholfen werden. Er fährt dann über Lehde, Wotschofska, Kannomühle und Eiche nach Burg. Das dauert 5 Stunden. In Burg muß er sich etwas umtun, und dann geht es zu Fuß nach Vetschau (etwa 7 km), von wo er nach Berlin zurückkehrt. Man kann aber gleich von Berlin bis Vetschau fahren, von dort mit dem Omnibus nach Burg und alsdann die Wassertour bis Lübbenau zurück machen. Fährleute sind im Burger Hafen stets zu finden. Burg ist ein langgestreckter Ort, der aus drei besonderen Gemeinden besteht. Man kann dort stundenlange Spaziergänge machen und sieht stets Neues. Berühmt ist Burg insbesondere durch den sonntäglichen Kirchgang. Zahlreiche Wendinnen finden sich in der Kirche mit ihrem vornehmsten Nationalschmuck ein. An Kopftüchern, Schürzen und Kleidern kann man dort Meisterwerke von Seidenstickerei bewundern. Die Kirche beginnt um neun Uhr, so daß man bei einer Tagestour allenfalls noch den Ausgang aus der Kirche (gegen 11 Uhr) sehen kann. Ein farbenprächtiges Bild von eigenartiger Feierlichkeit, wie man es seinesgleichen sonst nicht findet. Burg hat zahlreiche gute Gasthäuser, in denen man sich vor der Talfahrt nach Lübbenau oder vor dem Marsch nach Vetschau verpflegen kann.
Recht lohnend kann man den Ausflug gestalten, wenn man Sonnabends mit dem Nachmittag- oder Abendzug nach Lübbenau fährt, dort übernachtet und am frühen Morgen die Fahrt beginnt, es geht zunächst über Leipe nach Burg zum Kirchgang der Wendinnen. Besichtigt man noch das kleine Kirchlein, so tut man gut, sich rechtzeitig vor Beginn der Andacht zurückzuziehen, denn die Kirche wird während der wendischen Predigt abgeschlossen. Hat man zum Kirchgang noch Zeit, so kann man bei der Burger Kolonie den Kahn verlassen und wandert — was uns gut tun wird — durch den taufrischen Morgen nach Burg. Den Kahn bestellt man sich nach dem Gasthof zur Bleiche, wohin man von Burg aus bald gelangt. Dann geht es nach der Straupitzer Buschmühle oder nach Forsthaus Eiche, Pohlenzschänke, Kannomühle, Schützenhaus, durch die Polenza, Mutnitza nach Wotschofska, Lehde und Lübbenau, dann bleibt noch Zeit zur Besichtigung der Stadt oder zur wohlverdienten Rast und Stärkung nach den Strapazen des Tages.«

Quelle: Märkisches Wanderbuch (1911), digitalisiert von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (Public Domain; zitiert daraus: »Zum Geleit«, Seiten 3/4; die Kapitel-Einführungen auf den Seiten 7, 76, 109 und 129; sowie der Wandervorschlag »53. Spreewald-Fahrt« auf den Seiten 150 bis 155) ⋙ Link
Es ist ausgeschlossen,
daß man in einem Tage
den ganzen Spreewald
bewältigt.
Märkisches Wanderbuch
Das Buch

Märkisches Wanderbuch. Ausflüge rund um Berlin und nach den schönsten Punkten der Mark. Mit 52 Textkarten und einem großen farbigen Übersichtsplan (dieser lose beiliegend). 155 Seiten. Ullstein & Co., Berlin (1911) ⋙ Link

Bei der Hegermühle, nördlich vom Herrn-See befindet sich
die „Frieda-Quelle“ (Ausschnitt aus der obigen Karte).
Frieda-Quelle
Im Hofe der wunderschönen Hegermühle ist die am 4. Februar 1907 aus einer Tiefe von 64 m entsprungene „Frieda-Quelle“ als Brunnen gefaßt, die ein schmackhaftes eisenhaltiges Trinkwasser spendet. Ihren Namen hat sie nach der Freifrau Frieda v. Eckardstein erhalten.
Märkisches Wanderbuch (Seite 112) ⋙ Link
»Freda von Eckardstein
▪ Name: Freifrau Freda von Eckardstein, geb. Gräfin von Hacke (1870–1912).
▪ Kontext: Sie wird im Familienarchiv der Herrschaft Prötzel (Kr. Oberbarnim) erwähnt.
▪ Beziehung: Frau von Frh. Arnold Ernst von Eckardstein.« (Google im KI-Modus)
»Die Frieda-Quelle, oft im Zusammenhang mit der historischen Hegermühle bei Strausberg erwähnt, ist ein geschichtsträchtiger Ort im östlichen Berliner Umland.
Hier sind die wichtigsten Informationen:
▪ Lage: Die Frieda-Quelle liegt im Bereich Hegermühle, einem Stadtteil von Strausberg, in der Nähe von Strausberg/Petershagen. Sie ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen.
▪ Historischer Hintergrund: In historischen Berichten (Ende des 19. Jahrhunderts) wurde die „krystallhelle Ouell-Soole“ (Solequelle) im Zusammenhang mit dem „Bad Wittekind“ in Hegermühle erwähnt. Das Wasser wurde therapeutisch zum Baden und Trinken genutzt, insbesondere für schwächliche Kinder und kranke Frauen.
▪ Wandern & Freizeit: Heute ist die Gegend um die Frieda-Quelle und die ehemalige Hegermühle ein bekanntes Ziel für Naturfreunde und Wanderer, die durch das Gebiet streifen.
▪ Geografie: Die Quelle befindet sich in einer Region, die durch Wald und das Strausberger Eisenbahngebiet (ehemalige Industrie/Gleisanlagen) geprägt ist, nahe der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf.
▪ Wandertipp: Viele Wanderrouten, die die Frieda-Quelle einbeziehen, starten in der Nähe der S-Bahn-Station Hegermühle oder im benachbarten Strausberg.« (Google im KI-Modus)
Wem Gott will rechte Gunst erweisen, / Den schickt er in die weite Welt, / Dem will er seine Wunder weisen / In Berg und Wald und Strom und Feld.
Joseph von Eichendorff (1788–1857)