Punkte auf der Landkarte
Magdeburg
Zwei Persönlichkeiten dienen der Stadt als Namenspatrone: Kaiser Otto I. und Bürgermeister Otto von Guericke.
Der Gegenwart. — 20. Dezember 2024 — UPDATE 28. Dezember 2024
In Magdeburg ereignet sich ein Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt. Ein Auto rast in eine Menschenmenge. Mindestens zwei Menschen sterben, darunter ein Kleinkind. Dutzende werden verletzt. Die Polizei nimmt den Fahrer fest. Er stammt offenbar aus Saudi-Arabien. […] Es handelt sich Haseloff zufolge nach ersten Erkenntnissen um einen Einzeltäter. Für die Bevölkerung bestehe derzeit keine Gefahr. […] Der festgenommene Verdächtige in Magdeburg ist den deutschen Behörden nach Informationen aus Sicherheitskreisen bislang nicht als Islamist bekannt gewesen. Der Mann soll nach ersten Erkenntnissen etwa 50 Jahre alt sein und aus Saudi-Arabien stammen. Laut Haseloff lebt er seit 2006 in Deutschland und arbeitete als Arzt in Sachsen-Anhalt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Magdeburg im Jahr 805. Am 20. April 1207 brach eine erste Katastrophe über die Stadt herein, wobei ein Feuer große Teile der Stadt inklusive des Ottonischen Doms niederbrannte. Sie war im Spätmittelalter eine der größten deutschen Städte und ein Zentrum der Reformation. Im Mai 1631 wurde sie im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges nahezu vollständig zerstört.
1882 erreichte Magdeburg mit über 100.000 Einwohnern die Dimension einer Großstadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zum dritten Mal schwer getroffen. Von 1952 bis 1990 war sie DDR-Bezirksstadt. Seit 1990 ist sie Landeshauptstadt und im Jahr 2005 feierte sie ihr 1200-jähriges Stadtjubiläum. Seither wurden zahlreiche städtebauliche Projekte zur Rekonstruktion, Denkmalpflege und Neubebauung umgesetzt. Etwa 15.000 Gebäude stammen aus der Zeit vor 1950.
Zu den historisch bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt gehören der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Otto I. sowie ihr Bürgermeister Otto von Guericke. Sie dienen der Stadt-Kampagne „Ottostadt Magdeburg“ als Namenspatrone.
Die Stadt am Schnittpunkt von Elbe, Elbe-Havel- und Mittellandkanal besitzt einen bedeutenden Binnenhafen und ist Industrie- sowie Handelszentrum. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Gesundheitswirtschaft, Umwelttechnologien, die Kreislaufwirtschaft, Logistik, die Kultur- und Kreativwirtschaft, die Holzindustrie sowie die Informations- und Kommunikationstechnik.
Magdeburg ist sowohl evangelischer als auch katholischer Bischofssitz. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Magdeburger Dom.
In der Landeshauptstadt befinden sich zahlreiche bedeutende Kultureinrichtungen, darunter das Theater Magdeburg und die Museen für Kulturgeschichte, Naturkunde sowie für Technik. Des Weiteren ist Magdeburg Standort der Otto-von-Guericke-Universität, der Hochschule Magdeburg-Stendal und des Konservatoriums Georg Philipp Telemann.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburg
* * *
Der Preis für die Apathie der Kartellwähler
Die politische und moralische Verantwortung […] haben die Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP, die seit vielen Jahrzehnten in wechselnden Koalitionen Deutschland regieren. Da sie das – wenigstens bislang – nur mit demokratischer Legitimation der Wahlbürger tun können, kann von deren Verantwortung nicht geschwiegen werden. Bei blutigen Untaten wie aktuell in Magdeburg zahlen leider auch diejenigen Landsleute ihren Preis für Desinteresse und Apathie der Kartellwähler, die nicht zu diesen gehören. Alle Anschläge und Messermorde der Vergangenheit haben es nicht vermocht, eine massenhafte Protestbewegung oder eine massenhafte Abwendung von der politischen Klasse zu provozieren. Daran ändern auch mögliche 20 Prozent für die AfD im kommenden Februar nichts. Denn rund 80 Prozent der Deutschen sind offenbar weiterhin bereit, andere Mitbürger oder gar sich selbst auf die Schlachtbank zu schicken. So klar der Kontrollverlust des Staates ist, so offensichtlich ist auch die Unwilligkeit der großen Mehrheit, eine grundlegende Veränderung zu erzwingen.
Wolfgang Hübner: »Was nach Magdeburg schon jetzt klar ist«, 21. Dezember 2024 ⋙ Link
Verharmloser machen sich mitschuldig
Wer kann „Fröhliche Weihnachten“ feiern, wenn der Krieg bereits in unseren Städten und Dörfern angekommen ist? Von „Bethlehem bis Magdeburg“ zeigt die Spur, wie Angst und Gewalt lähmen, wie Trauer um sich greift, gefolgt von Wut und Hilflosigkeit. Die Schmerzensschreie der Eltern vor 2000 Jahren wie heute sind markerschütternd. Sie zeigen unsere Ohnmacht gegen das mächtige Böse. Währenddessen organisieren Täterverharmloser Demonstrationen gegen Rechts. Das ist der Nährboden, der weitere potenzielle Täter ermutigt, denn sie wissen dadurch einen Teil der Bevölkerung hinter sich, der ihr Handeln immer wieder relativiert. Diese Verharmloser machen sich mitschuldig am nächsten Massaker.
Meinrad Müller: »Das „Fest der unschuldigen Kinder“ – gestern und heute«, 28. Dezember 2024 ⋙ Link
Fakten & Zahlen
Magdeburg ist die Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt. Die Stadt liegt an der Elbe und ist eines der drei Oberzentren des Landes. Mit 240.114 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2023) ist sie die zweitgrößte Stadt Sachsen-Anhalts und die fünftgrößte Stadt der neuen Bundesländer. Auf der Liste der Großstädte in Deutschland stand Magdeburg im Jahr 2022 auf Platz 32.
Weihnachtsmarkt
Die größte Veranstaltung des Jahres ist der Magdeburger Weihnachtsmarkt mit rund 135 Ständen. Er lockt jedes Jahr über 1,5 Millionen Besucher an, wird auf dem Alten Markt ausgetragen und bietet viele Attraktionen, zum Beispiel tägliche Live-Musik, eine Weihnachtsmann-Sprechstunde, Märchen-Aufführungen und den historischen Weihnachtsmarkt. Er gilt als einer der kinderfreundlichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands und ist der täglich am längsten geöffnete Weihnachtsmarkt in Deutschland. (Wikipedia)
Schuberts Lagemeldung
EILT: Terror-Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt! (Schuberts Lagemeldung; 20.12.2024; 6:24 min.)
Staat schützt nicht mehr
Dieser Staat schützt uns nicht mehr/Weihnachtsmarkt-Anschlag von Magdeburg | Achtung, Reichelt! (23.12.2024; 17:33 min.)
»In der letzten Ausgabe des Jahres von „Achtung, Reichelt!“ widmen wir uns einer erschütternden Tragödie, die hätte verhindert werden können: dem Terroranschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt, bei dem fünf Menschen ihr Leben verloren, darunter der neunjährige André. Diese Sendung ist ihm gewidmet. Wir sprechen über das Versagen der deutschen Behörden, die trotz zahlreicher Warnungen und klarer Drohungen nichts unternommen haben, um die Täter aufzuhalten. Es geht um den Hass auf unser Land, der durch eine Politik ermöglicht wird, die scheinbar blind für die Gefahren ist, die von ausländischen Extremisten ausgehen.«