Vokabularium
Magenbrot
Das weihnachtliche Lebkuchengebäck ist in Südwestdeutschland und in der Schweiz beliebt. Im Mittelalter wurde es sogar von Apotheken feilgeboten.
Der Gegenwart. — 29. November 2024
Magenbrot enthält magenfreundliche Gewürze wie Gewürznelken, Zimt, Sternanis und Muskatblüte. Für die dunkelbraune Farbe des Magenbrotes ist Kakao verantwortlich. Zum Süßen wurde ursprünglich Honig, heute jedoch auch Zucker verwendet. Magenbrot ist eine Spezialität aus der Nordschweiz und Süddeutschland, wo es schon früher als „Kräuterbrot“ bekannt war, als es noch nicht mit Schokolade versetzt war. Heute wird in der Romandie und in der Deutschschweiz Magenbrot vorwiegend an Herbstmärkten durch Marktfahrer und Schausteller verkauft. Es ist jedoch auch vermehrt in den Regalen der Schweizer Großverteiler anzutreffen.
Geschichte
Im Mittelalter wurde Magenbrot wegen der ihm zugeschriebenen Heilwirkung von Apotheken angeboten. Im Zuge dessen soll der ursprünglich mittellateinisch-französische Name Morselle („Leckerbissen“) im Deutschen von „Magenbrot“ verdrängt worden sein.
In der Schweiz ist ab dem späten 18. Jahrhundert in Rezeptbüchern als „Magenbrot“ eine Masse aus Mandeln, Eiern und Zucker überliefert. Jedoch ist auch die parallele Existenz einer Zusammensetzung, die bereits der heute bekannten nahekommt, nicht auszuschließen.
1946 führt ein Fachbuch erstmals Magenbrot mit Glasur auf und beschreibt es als „Alpenkräuter-Brot“. Dieses wird dort mit dem Gerücht in Verbindung gebracht, häufig mit minderwertigen Zutaten versetzt zu sein. Noch heute ist der Name „Hondsmöcke“ im Appenzellerland rund um den Säntis und dem St. Galler Rheintal weitverbreitet.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Magenbrot
Aktuelle Artikel
Aufgegessen • Der gastrosophische Blog für freien Genuss
Etscheits Cancel Cuisine: Gastronom Nr. 1
Delikatessengeschäfte üben auf mich eine magische Anziehungskraft aus. Selbst wenn ich gerade keinen Appetit verspüre, fasziniert mich die Vielfalt und Pracht der Auslagen. Lebensmittel sind für mich ein essentielles Kulturgut, das Auskunft gibt über den Entwicklungsstand einer Gesellschaft. Namentlich in Frankreich und Italien lasse ich gerne das eine oder andere Museum oder eine sehenswerte Kirche […]
Der Beitrag Etscheits Cancel Cuisine: Gastronom Nr. 1 erschien zuerst auf Aufgegessen.
Aufgegessen-Buchtipp: Paris zum Anbeißen
Wer Paris wirklich kennenlernen möchte, sollte die französische Hauptstadt nicht nur erlaufen, sondern vor allem erschmecken. Denn Paris steckt voller Genüsse und Gerüche, die Stadt duftend und riecht in alle Geschmacksrichtungen. Mit François-Régis Gaudrys opulentem Werk „Die Gourmet-Bibel Paris“ wird die Reise zu einer spannenden Entdeckungstour zwischen Restaurants, Bistros, Patisserien, Boulangerien und kleinen und großen […]
Der Beitrag Aufgegessen-Buchtipp: Paris zum Anbeißen erschien zuerst auf Aufgegessen.
Noch ein Traditionshaus weniger: „Caffè Greco“ in Rom steht leer
Das Sterben der Traditionscafés ist nicht nur ein deutsches Phänomen: Sogar in Rom, der „ewigen Stadt“ scheint nichts mehr ewig zu sein. Schon seit einem Jahr steht das berühmte „Antico Caffè Greco“ an der Via dei Condotti nahe der Spanischen Treppe leer, die mit vielen internationalen Luxusmarken zu dem teuersten Plätzen der italienischen Metropole zählt. […]
Der Beitrag Noch ein Traditionshaus weniger: „Caffè Greco“ in Rom steht leer erschien zuerst auf Aufgegessen.
Brot mit nix drin für 60 Dollar
Die Natursauerteigbrotmode treibt mittlerweile sonderbare Blüten. Gerade kann man von jenseits des Atlantiks lesen, dass im New Yorker Stadtteil SoHo eine Boutique-Bäckerei namens „Rye“ eröffnet habe. Dahinter steht der aus dem österreichischen Graz stammende Bäckereiunternehmer Martin Auer, der in Österreich zahlreiche Filialen betreibt, wo vor allem handwerklich produziertes Sauerteigbrot („bio, vegan, Laktose- und Hefefrei“) verkauft […]
Der Beitrag Brot mit nix drin für 60 Dollar erschien zuerst auf Aufgegessen.
Etscheits Cancel Cuisine: Moskau kulinarisch
In Russland kulinarisch über die Runden zu kommen, ist für Reisende kein Kunststück. Im Gegenteil. Ich habe selten so gut, so vielfältig und preiswert gegessen wie bei meinem jüngsten Aufenthalt in Moskau, Nishnij Nowgorod und Susdal. Schon das im Hotel offerierte Frühstücksbuffet ist so reichhaltig, dass man problemlos bis zum Abend durchhält. Die Russen lieben […]
Der Beitrag Etscheits Cancel Cuisine: Moskau kulinarisch erschien zuerst auf Aufgegessen.
Deutschlands Winzer in der Krise
Der deutsche Weinbau steckt in einer existenziellen Krise. Doch während Winzer um ihr morgen kämpfen, wirkt ein Teil der Weinszene erstaunlich mit sich selbst beschäftigt. Wo sind die prominenten Sommeliers, die wichtigen Verbände und all jene, die sonst so wortreich über Wein reden? Es ist still geworden in der Szene. Es ist die Stille einer […]
Der Beitrag Deutschlands Winzer in der Krise erschien zuerst auf Aufgegessen.
Kaviar satt – Besuch in einem Moskauer Sternerestaurant
Kurz vor der russischen Invasion der Ukraine im Frühjahr 2022 war das Restaurant „Beluga“ im Moskauer Fünfsternehotel „National“ noch mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden. Der Stern prangt immer noch neben dem Eingang, auch wenn die Inspektoren der Fressbibel seither einen großen Bogen um russische Restaurants machen. Ich weiß, es gibt Leute in Deutschland, die mich […]
Der Beitrag Kaviar satt – Besuch in einem Moskauer Sternerestaurant erschien zuerst auf Aufgegessen.
Etscheits Cancel Cuisine: Marillenknödel
Die Wachauer Marille ist etwas ganz besonderes und gilt in Österreich als eine Art kulinarisches Heiligtum. Für Nicht-Ostmarkler: es handelt sich bei der Wachauer Marille um eine besondere Spielart der Aprikose, die nur in der Wachau im Donautal westlich von Wien gedeiht und als besonders aromatisch gilt. Speziellen klimatischen Verhältnissen und langjähriger Selektion ist es […]
Der Beitrag Etscheits Cancel Cuisine: Marillenknödel erschien zuerst auf Aufgegessen.
Kulinarisches für den Strand
In Sachen Kulinarik ist Skandinavien auch in Gourmet-Kreisen oft ein noch unbekanntes Terrain, dabei hat dieser Kulturkreis kulinarisch weit mehr als Köttbullar und Smörrebröd zu bieten. Was genau weiß Simon Bajada, und so ist sein Buch auch weit mehr als eine Rezeptsammlung. Es ist eine stilvolle, kulinarische Liebeserklärung an den Norden und schlägt die Brücke […]
Der Beitrag Kulinarisches für den Strand erschien zuerst auf Aufgegessen.
Aufgegessen-Buchtipp: Siebeck – ein sattes Leben
Auch wenn man von Wolfram Siebeck noch nie etwas gehört hat oder vielleicht nur beiläufig seinen Namen in irgendeinem Zusammenhang mit irgendeinem Restaurant gelesen und überlesen hat, hat man nach der Lektüre des Buches das Gefühl, als habe man nach Jahren einen alten Schulfreund wiedergetroffen und das erfahren, was man schon immer geahnt hat. Das […]
Der Beitrag Aufgegessen-Buchtipp: Siebeck – ein sattes Leben erschien zuerst auf Aufgegessen.
Kindliches Stück Heimat
Pfefferkuchen! Das ist wie ein Klang aus glücklicher Kinderzeit, wie ein Gruß von Jahrmarkt, Vogelwiese, Christfest herüber. ... Das ist eine Gabe aus redlicher Gesinnung und gutem Stoff, aus zünftiger Bemühung aus bodenständiger Überlieferung alten Handwerks. Das ist, wenn man will, ein kindliches Stück Heimat dort, wo Deutschland am schmackhaftesten ist.
Kurt Arnold Findeisen (1883–1963)
Regionale Fakten
Als Magenbrot bezeichnet man in Südwestdeutschland ein rautenförmig, in der Schweiz brotscheibchenförmig geschnittenes, manchmal dünn glasiertes Lebkuchengebäck, das vor allem auf Jahrmärkten und Weihnachtsmärkten verkauft wird. (Wikipedia)
Lebkuchen & Pfefferkuchen
▬ Ingo Swoboda und Georg Etscheit: »Der „aufgegessen“-Elisenlebkuchentest«, 2.12.2023 ⋙ Link
▬ Georg Etscheit: »Reise durchs Lebkuchenland – Über Printen, Magenbrot und Pfefferkuchen« (Printartikel in: TE 1224 – DAS WAR’S.)
Das Weihnachtsfest ist eine der letzten Bastionen deutscher Ess- und Backkultur. Zwar setzen Wellness- und Veggiewahn auch der traditionellen Weihnachtsgans zu, doch Weihnachtsbäckerei muss sein.
Ingo Swoboda und Georg Etscheit, 2.12.2023
Original Nürnberger
Echte Pulsnitzer
Das süße Leben
Baumkuchen
▬ Original Rabien Baumkuchen in Zartbitterschokolade aus der Konditorei Rabien • Konditorkunst & feines Handwerk seit 1878 • 12167 Berlin, Klingsorstraße 13 ⋙ Link
Dresdner Christstollen®