Petition to Congress from Susan B. Anthony, Matilda Joselyn Gage and Elizabeth Cady Stanton, 1873 — Illustration: U.S. National Archives/Wikimedia

Matilda Joslyn Gage
Matilda Joslyn Gage
(1826–1898)
Gravierung (1887) von John Chester Buttre (1821–1893)
nach einem Foto von Napoleon Sarony (1821–1896)

Lebensdaten

Matilda Electa Gage, geborene Joslyn (24. März 1826 in Cicero, New York – 18. März 1898 in Chicago, Illinois) war eine US-amerikanische Suffragette und Menschenrechtsaktivistin. Joslyn Gage war Herausgeberin der Zeitschrift The National Citizen. Darüber hinaus begründete sie die Woman’s National Liberal Union in Abgrenzung zur National American Woman Suffrage Association. Joslyn Gage war unter anderem im Streit um das Wahlrecht für Frauen in den USA aktiv. Sie kritisierte auch die Aberkennung weiblicher Leistungen in Forschung und Technik. Die Wissenschaftshistorikerin Margaret W. Rossiter benannte 1993 das Verschweigen der wissenschaftlichen Leistungen von Frauen nach ihr als Matilda-Effekt. (Wikipedia)

 

Betroffene

Auswahl einiger nachweislich Betroffener:

Marie Colinet (starb nach 1638)
Wundärztin und Hebamme

Nicole-Reine Lepaute (1723–1762)
Astronomin und Mathematikerin

Ada Lovelace (1815–1852)
Erstellerin von Computerprogrammen

Eunice Foote (1819–1888)
Erfinderin und Forscherin

Nettie Stevens (1861–1912)
Genetikerin

Lise Meitner (1878–1968)
Kernphysikerin

Marietta Blau (1894–1970)
Physikerin

Gerty Cori (1896–1957)
Biochemikerin

Chien-Shiung Wu (1912–1997)
Physikerin

Kamal Ranadive (1917–2001)
Biomedizinerin

Katherine Johnson (1918–2020)
Mathematikerin

Hedy Lamarr (1919–2000)
Erfinderin und Schauspielerin

Rosalind Franklin (1920–1958)
Biochemikerin

Esther Lederberg (1922–2006)
Mikrobiologin

Stephanie Kwolek (1923–2014)
Chemikerin

Marthe Gautier (1925–2022)
Kinderärztin

Rosemary Fowler (* 1926)
Physikerin

Martha Chase (1927–2003)
Genetikerin

Daisy Roulland-Dussoix (1936–2014)
Schweizer Molekular- und Mikrobiologin

Jocelyn Bell Burnell (* 1943)
Radioastronomin

 

Suffragetten

Als Suffragetten (von englisch/französisch suffrage „Wahlrecht“) wurden Anfang des 20. Jahrhunderts mehr oder weniger organisierte Frauenrechtlerinnen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten bezeichnet (hier war die selbstgewählte Bezeichnung eher suffragist), die vor allem mit passivem Widerstand und mit Störungen offizieller Veranstaltungen bis hin zu Hungerstreiks für ein allgemeines Frauenwahlrecht eintraten. Die Suffragettenbewegung wurde überwiegend von Frauen aus dem Bürgertum getragen.

In der Verfassung der Vereinigten Staaten findet sich der Ausdruck suffrage in der Bedeutung „Recht zu wählen“: “No state shall be deprived of its equal suffrage in the Senate.”

Die englische Bezeichnung suffragette wurde 1906 zum ersten Mal in der britischen Tageszeitung Daily Mail benutzt. Die britische Presse verwendete sie ursprünglich, um die Wahlrechts-Aktivistinnen herabzuwürdigen und abzuwerten, sie wurde von diesen jedoch erfolgreich für sich als Selbstbezeichnung vereinnahmt. Im Nachlauf der Bewegung wurde die Bezeichnung „Suffragetten“ erneut abwertend für engagierte Frauenrechtlerinnen verwendet, ähnlich wie heute der Ausdruck „Emanze“ in seiner ursprünglich abwertenden Bedeutung.

Die Suffragetten entwickelten sich in Großbritannien aus Gegnerinnen der Contagious Diseases Acts, der Gesetze von 1864 bis 1869 über die Zwangsuntersuchungen von Prostituierten zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten. Ihr Engagement führte 1883 dazu, dass die Rechtserlasse außer Kraft gesetzt und 1886 endgültig aufgehoben wurden. Der Erfolg der Kampagne radikalisierte die Befürworterinnen eines Frauenwahlrechts, die sich organisierten und neue Methoden des politischen Protests entwickelten. Parallel dazu engagierte sich Kate Sheppard für das Frauenwahlrecht in Neuseeland, das dort 1893 als dem weltweit ersten Land eingeführt wurde. (Wikipedia)