Szene aus dem Ersten Weltkrieg: Soldaten fallen bei Ypern (Belgien), wo 1916 auch Max Reuschle schwer verwundet wurde. — Illustration: The people's war book, 1919/Wikimedia

Der Dichter Max Reuschle
Der Dichter Max Reuschle
ist auf dieser Abbildung
sehr ähnlich dargestellt. — Foto: Gegenbild

 

Welch ein Wahnsinn,
zu behaupten, das
da oben sei ein feuriger
Gasball – das ist doch
eine Gottheit!

Max Reuschle

 

Lebensdaten

Max Reuschle (* 19. Januar 1890 in Stuttgart; † 31. Oktober 1947 in Sillenbuch) war ein deutscher Schriftsteller und Archivar. 1940 wurde er mit dem Schwäbischen Dichterpreis ausgezeichnet. — Der Vater: Karl Reuschle, auch Carl Reuschle, (* 14. März 1847 in Stuttgart; † 16. August 1909 in Heiden, Appenzell Ausserrhoden) war ein deutscher Mathematiker. — Der Großvater: Karl Gustav Reuschle, auch Carl Gustav Reuschle, (* 26. Dezember 1812 in Mehrstetten; † 22. Mai 1875 in Stuttgart) war ein deutscher Mathematiker, Geograph und Pädagoge. (Wikipedia)

 

Das Buch

Frieda Margarete Reuschle (Hrsg.): Wir leben lichte Tore zu bereiten.
Frieda Margarete Reuschle (Hrsg.): Wir leben lichte Tore zu bereiten.
Max Reuschle. Weg eines Dichters. 109 Seiten. Philipp Otto Röhm Verlag, Stuttgart (1950)

 

Werke

Die Gestalt der Gedichtsammlung Mörikes. Diss. masch. Tübingen 1922.

◾ Dom der Seele. Gedichte. Eugen Salzer Verlag, Heilbronn 1925.

Theophilus. Legende. Eugen Salzer Verlag, Heilbronn 1926.

Begrenzung. Gedichte. Georg Müller, München 1930.

Poseidonia. Hymnen an die Tempel von Paestum. Georg Müller, München 1932.

Volk, Land und Gott. Deutsche Gesänge. Langen-Müller, München 1935.

Brudergestirn. Neue Gedichte. Hohenstaufen-Verlag, Stuttgart 1939.

Wir leben lichte Tore zu bereiten. Weg eines Dichters. Hrsg. von Frieda Margarete Reuschle. Philipp Otto Röhm, Stuttgart 1950.

Wesensbild. Ausgewählte Gedichte. Hrsg. von Frieda Margarete Reuschle. Philipp Otto Röhm, Stuttgart 1955.

 

Schwäbischer Dichterkreis

Am 16. Dezember 1938 schlossen sich insgesamt 23 Schriftstellerinnen und Schriftsteller zum sog. „Schwäbischen Dichterkreis“ zusammen. Später traten noch weitere Schriftsteller hinzu. Anlass der Gründung war der 50. Geburtstag des württembergischen Reichsstatthalters Wilhelm Murr, der auch die Schirmherrschaft des Kreises übernahm. Ziel des Kreises war eine stärkere staatliche Kontrolle der Schriftsteller sowie ihre stärkere Ausrichtung an nationalsozialistischen Inhalten. Die Einstellungen der Schriftsteller zu dieser Vereinigung reichten von widerwilliger Beteiligung bis zu begeisterter Zustimmung zur NS-Ideologie. Aus den Entnazifizierungsunterlagen lässt sich ersehen, dass sich nach 1945 sämtliche beteiligten Schriftsteller als Opfer sahen. Kritische Äußerungen gegen den Nationalsozialismus in der Zeit von 1933 bis 1945 finden sich jedoch nur vereinzelt und ausschließlich im privaten Kreis. (Wikipedia)