Aerial view of Orania-Oos and Orania-Wes with surrounding farmland. — Foto: Orania Beweging/Wikimedia [Vorschaubild: Oewerpark resort on the Orange River]

Daten & Fakten

Orania ist eine Siedlung in der südafrikanischen Provinz Nordkap. Sie liegt in der Halbwüstenlandschaft Karoo im Distrikt Pixley Ka Seme. In Orania dürfen seit 1990 nur Buren und Menschen, die sich als Afrikaaner identifizieren, leben. Der Ort versteht sich als Keimzelle eines neuen, burischen Staates entsprechend dem Volkstaat-Ideal. Die Einwohner sollen so selbständig wie möglich leben und arbeiten und nicht, wie in Südafrika üblich, Handarbeit etwa von schwarzen Arbeitern verrichten lassen. Derzeit (Juli 2023) leben in Orania rund 2800 Buren. Die Einwohnerzahl betrug 2011 noch rund 900 und verzeichnet ein starkes Wachstum (2022 waren es über 15 Prozent). Die Stadtverwaltung plant aktuell den Ausbau der Infrastruktur für eine 10.000-Einwohner-Stadt. (Wikipedia)

 

Das Buch

Sebastian Biehl: Ein Volk sucht seinen Platz
Sebastian Biehl: Ein Volk sucht seinen Platz.
Die Geschichte von Orania und dem Freiheitstreben der Afrikaaner. 260 Seiten. Verlag Effekt!Buch, Neumarkt/Südtirol (2024)

»Die Burengemeinschaft Orania in der südafrikanischen Provinz Nord-Kap, eine Siedlung mit knapp 3500 Einwohnern, ruft wie kein anderes Dorf in Afrika, vielleicht in der Welt, so viel Emotionen hervor, die von aufopferungsvoller Unterstützung und Enthusiasmus bis hin zu Ablehnung, Hass und Verachtung reichen. Orania hat aus eigenem Antrieb und mit zahlreichen Rückschlägen die Entwicklung vom Pionierdorf ähnlich denen in Südafrika oder im Westen Amerikas im 19. Jahrhundert bis zu einer modernen, lebenswerten Kleinstadt in nur knapp 30 Jahren vollzogen und seine Einwohner und Unterstützer vor fast alle denkbaren Herausforderungen gestellt, aber letztlich sein Existenzrecht zäh verteidigt und ausgebaut. Das alles fand statt vor dem Hintergrund einer sehr turbulenten Entwicklung in Südafrika von der weißen Minderheits- zur schwarzen Mehrheitsherrschaft. Orania steht in der Tradition des burischen Freiheitsstrebens von den ersten „Freibürgern“ im 17. Jahrhundert über die Idealisten des Großen Trek im 19. Jahrhundert bis zu den Erbauern eines höchst erfolgreichen, aber politisch nicht zu verteidigenden modernen Staat im 20. Jahrhundert. Unzählige Zeitungs- und Zeitschriftenartikel sind zu Orania in allen möglichen Sprachen erschienen, aber das Buch ist die erste vollständige Geschichte nicht nur des Dorfes Orania, sondern des Freiheitsstrebens der Afrikaaner in deutscher Sprache.« (Verlagstext)

 

„Ein Volk sucht seinen Platz“ von Sebastian Biehl ist ein außergewöhnlich gut recherchiertes und tiefgründiges Buch, das weit über eine reine Dorfchronik hinausgeht. Es bietet nicht nur die erste vollständige Darstellung der Geschichte Oranias, sondern auch eine differenzierte Betrachtung des Freiheitsstrebens der Afrikaaner – von den Anfängen im 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Adrian, Amazon-Rezension, 26.5.2025

 

Ein wertvolles Werk für alle, die sich für Minderheitenrechte interessieren.

Paul Decarli, Vorstandsmitglied des Freundeskreises der Afrikaaner in einer Rezension — Weiterlesen: »Buchvorstellung: Ein Volk sucht seinen Platz« von Alexander Wurzer/unsertirol24.com, 25.10.2024 ⋙ Link