Tonkunst und Geräusche
Qajar Jazz
Der YT-Kanal voller persischer Wärme ist der Fund der Woche.
Der Gegenwart. — 3. April 2026
Wir komponieren und interpretieren Qajar-/persische Klassiker neu mit modernen Arrangements und feiern den kulturellen Reichtum Persiens durch eine frische musikalische Brille. Geschichte trifft auf Jazzclub! Liken, abonnieren und auf die Glocke klicken für weitere klangliche Reisen durch die Geschichte! Alle Titel sind urheberrechtlich geschützt. Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungs- und Kulturvermittlungszwecken. Dieses Arrangement ist exklusiv auf YouTube zu hören.
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Unter iranischem Jazz versteht man Jazzmusik, die von iranischen Musikern komponiert wurde und manchmal mit traditionellen iranischen Elementen kombiniert wird.
Geschichte
Jazzmusik entstand im Iran parallel zur Einwirkung westlicher Einflüsse auf die Popmusik. Einer der Pioniere des Jazz im Iran war Alfred Lazaryan, ein wenig bekannter Sänger und Tänzer, dessen erste aufgenommene Single im iranischen Staatsradio ein Hit wurde. Lazaryan gab das Singen jedoch bald auf.
Viguen Derderian, ein gefeierter Pop- und Jazzkünstler, der im Volksmund einfach als „Viguen“ bekannt war, begann seine Karriere in den frühen 1950er Jahren. Viguens erster Song, „Moonlight“, der 1954 veröffentlicht wurde, war ebenfalls ein sofortiger Hit im Radio und gilt als Wendepunkt in der westlich geprägten Musik des Iran. Viguen schuf einige der unvergesslichsten Lieder des Iran, darunter auch in Zusammenarbeit mit Delkash, und war als Irans „Sultan des Jazz“ bekannt.
Nach der Revolution von 1979
Eine Musikgruppe namens Ejazz gab das erste offiziell genehmigte Jazzkonzert im postrevolutionären Iran. Sie produzierten Jazz-Fusion, in die Elemente der einheimischen klassischen Musik einflossen.
Rana Farhan, eine in New York lebende iranische Jazz- und Blues-Sängerin, verbindet klassische persische Poesie mit modernem Jazz und Blues. Sie hat ein Modell für das Jazz-Fusion-Projekt etabliert, das sie weiterhin in ihre Arbeit einfließen lässt. Ihr bekanntestes Werk, „Drunk With Love“, basiert auf einem Gedicht des bedeutenden persischen Dichters Rumi aus dem 13. Jahrhundert.
Bomrani, eine der ersten Country-Blues-Bands im postrevolutionären Iran, wurde 2008 gegründet und war Teil einer neuen Welle von Einflüssen auf den Musikbühnen Teherans.
Pallett, eine ähnlich erfolgreiche Band, die 2009 gegründet wurde, spielt Jazz-Fusion mit Klarinette, Cello und Kontrabass. Sie hat sich im Iran eine große Fangemeinde aufgebaut und ist auch im Ausland aufgetreten.
Textgrundlage: https://en.wikipedia.org/wiki/Iranian_jazz (übersetzt mit DeepL.com / kostenlose Version)
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World Jazz bzw. Ethno-Jazz
Anders als frühere Begegnungen von Jazzmusikern mit Musikern anderer Musikkulturen, bei denen exotische Themen mit Mitteln der Jazz-Stilistik behandelt wurden, entstanden ab den 1970er Jahren Verbindungen von Jazz mit „nicht-westlicher“ Musik, in denen der Jazz-Charakter zugunsten eines gleichberechtigten Austauschs und des Bemühens um tatsächliche Fusion zurückgestellt wurde (zum Beispiel in den Gruppen Shakti oder Codona). Für diese Versuche einer musikalischen Synthese wurden Bezeichnungen wie „World Jazz“ oder auch „Ethno-Jazz“ gebräuchlich. Der Begriff „World Music“ wird aber auch in darüber hinausgehender Weise verstanden, im Sinne einer allen Musikkulturen zugrundeliegenden Gemeinsamkeit, einer weltumspannenden musikalischen Sprache und sogar im Sinne einer Abbildung universaler (spiritueller) Welt-Prozesse in Musik.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Jazz
We make and
reinterpret Qajar / Persian classics with modern arrangements, celebrating Persian cultural
richness through fresh musical lenses. History meets jazz club!
Our Ceilings Fell Apart
Iranian Jazz • Our Ceilings Fell Apart | 1 Hour Instrumental Jazz Melodies (Qajar Jazz; 10.3.2026; 1:06:48 Std.)
»Nachdenklich, aber nicht gelähmt. Persische Melodien schlängeln sich durch Jazz-Akkordwechsel, als würde man Trümmer durchforsten, um das zu finden, was noch intakt, noch wertvoll und noch rettenswert ist. Für Momente der Verarbeitung von Veränderungen, der kreativen Neugestaltung oder wenn du Musik brauchst, die versteht: Ja, alles ist auseinandergefallen. Nein, das ist nicht das Ende der Geschichte.«
First Caffee In Chattanooga
Persian Jazz · Our First Caffee In Chattanooga | 1 Hour Tehran Jazz Fusion (Qajar Jazz; 22.3.2026; 1:01:48 Std.)
»Es ist unglaublich, wie wir uns an die Momente erinnern, die wirklich zählen – selbst an etwas so Einfaches wie einen Kaffee mit einem geliebten Menschen. Das Leben besteht eigentlich nur aus diesen flüchtigen Begegnungen. Ein Blick, der alles sagt. Finger, die sich ohne Grund und doch aus jedem Grund ineinander verschränken. Das Café muss nicht schick sein. Was zählt, ist der Mensch dir gegenüber und das Gefühl, dass genau hier der Ort ist, an dem du sein sollst. „Our First Caffee“ ist für diese Erinnerungsmomente, die Orte, an die man sich sehnsüchtig zurückerinnert – nicht wegen dem, was sie waren, sondern wegen dem, mit wem man dort war. Diese Musik bietet Raum für Nostalgie ohne Traurigkeit, für Süße ohne Sentimentalität. Persische Wärme trifft auf jazzige Intimität. Perfekt zum Schwelgen in Erinnerungen, zum Schreiben von Liebesbriefen (ob verschickt oder nicht), für ruhige Nachmittage oder wenn man sich einer Erinnerung nahefühlen möchte, die einen geprägt hat.«
Night of Shah Naser al-Din
The Last Night of Shah Naser al-Din | 1 Hour Persian Jazz (1896) (Qajar Jazz; 30.11.2025; 1:29:30 Std.)
»Erleben Sie einen legendären persischen Meister, neu interpretiert in einer Stunde filmischem Jazz. „Darvish Khan Legacy“ würdigt Ostad Darvish Khan (1872–1926), einen der größten Tar-Virtuosen Persiens und den Vater der modernen persischen klassischen Musik. Darvish Khan lebte in den letzten Jahrzehnten der Kadscharen-Dynastie und revolutionierte das persische Radif (klassisches Repertoire), während er das Ende eines Reiches und die Geburt des modernen Iran miterlebte.«