So steht es geschrieben
„Ich bin ja eine Sache.“
Dr. Eike Lauterbach wollte sich nicht der offiziellen Staatsräson unterwerfen. Sie berichtet nun über Erniedrigungen und Schikanen während ihrer U-Haft.
Der Gegenwart. — 18. Januar 2026
Ich bearbeite viele Fälle mit politischem Hintergrund, wo man die Gelegenheit hat, den Rechtsstaat mal von einer anderen Seite kennenzulernen, aber so einen formaljuristischen Irrsinn habe ich wirklich noch nicht erlebt. […] Gut, daß Frau Dr. Lauterbach nicht schweigt, sondern zum einen juristisch weiterkämpft, und zum anderen diese vollkommen absurde Geschichte auch in die Öffentlichkeit trägt.
Martin Kohlmann, Rechtsanwalt und Strafverteidiger, im Vorwort zum Buch
»Weckruf für wahre Patrioten! „Rechtsbankrott“ von Dr. Eike Lauterbach ist ein brisantes Zeitdokument über die gesellschaftspolitischen Zustände […] von Beginn bis Mitte der 2020er Jahre. Eindrücklich und eindringlich schildert die promovierte Autorin, wie sie vier Jahre nach einer Demonstration gegen die repressiven Coronamaßnahmen des Staats aufgrund einer dubiosen Zeugenaussage plötzlich verhaftet wurde, da sie damals angeblich einen Polizisten angegriffen hätte.
Doch die Verhaftung erfolgte nicht aus heiterem Himmel. Ihre U-Haft erfolgte erst, als sie ihre politischen Partizipationsrechte für die Partei der „Freien Sachsen“ wahrnahm.
Über 160 Tage lang wird sie unschuldig in U-Haft weggesperrt, obwohl die Anklage bei Berücksichtigung aller vorhandenen Beweismittel gar nicht erst zugelassen hätte dürfen.
Dies wirft Fragen auf, in welcher Art von Gesinnungs- und Justizstaat wir leben und wie undemokratisch, brutal und menschenverachtend der Staat gegen die ihre demokratischen Grundrechte in Anspruch nehmenden Menschen vorgeht, die sich nicht der offiziellen Staatsräson unterwerfen. Lauterbach erlebte nicht nur Demütigung, Erniedrigung und den Versuch, sie körperlich und psychisch zu brechen, sondern sie wurde während der Haftzeit gezielt als Schwerbehinderte schikaniert und zudem Opfer sexualisierter Gewalt des Gefängnispersonals.
„Rechtsbankrott“ ist aber noch viel mehr als „nur“ ein beredtes Dokument über die momentane Zerrissenheit des deutschen Volks und den Versuch des Staatsapparats, jegliche Opposition im Keim zu ersticken. Das Buch ist ein wahres Meisterwerk, das sich in eine lange Reihe großartiger Justiz- und Strafrechtsliteratur in der Tradition von Kafka und von Schirach einreihen lässt.
Wie alle wertvolle Literatur stößt „Rechtsbankrott“ nicht nur fundamental wichtige Denkprozesse beim Leser an, sondern wird auch Einstellungs- und Verhaltensänderungen bei der Leserschaft zur Folge haben. Ein Dokument des zivil-demokratischen Widerstands gegen eine zunehmend ihre Maskierung fallenlassende Meinungs- und Gesinnungsdiktatur, die sich mit brutalsten Mitteln zur Erhaltung der eigenen Macht gegen ihr eigenes Volk wendet und dieses weiterhin unterdrückt.«
Quelle: Verlagstext auf Amazon ⋙ Link — Die Überschrift dieses Artikels ist ein wörtliches Zitat aus dem Buch.
Interview nach Freilassung
Interview Dr. Eike Lauterbach nach Freilassung (Marcus Fuchs; 29.11.2024; 21:37 min.)
»Interview mit Dr. Eike #Lauterbach, ihrem Anwalt Martin Kohlmann und ihrem Freund Peter vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten nach ihrer Freilassung aus der U-Haft am 29.11.2024. Sie wurde vom Gericht zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen auf Bewährung verurteilt. Die Richterin wollte eigentlich eine Einstellung, dem hat allerdings die Staatsanwaltschaft nicht zugestimmt. Ob Eike gegen dieses Urteil in Berufung geht, steht noch nicht fest.«
Die Autorin
»Eike Lauterbach ist promovierte Dolmetscherin für Russisch und Englisch mit einem Magisterabschluß in der Betriebswirtschaftslehre. Sie studierte in Leipzig, Moskau (Russland), Norwich (Großbritannien). Die Autorin lebt in Leipzig und arbeitet als Dolmetscherin und Übersetzerin.« (Verlagstext)
Das Buch

Dr. Eike Lauterbach: Rechtsbankrott. 169 Tage unschuldig in Haft. Mit einem Vorwort von Martin Kohlmann und einem Anhang „Hans Fallada – Stimme aus den Gefängnissen“ (1925). 200 Seiten. Nordland-Verlag (2025) — Zum Amazon-Angebot ⋙ Link
■ ANMERKUNG DES HERAUSGEBERS
Auf den an dieser Stelle üblichen Link zur Webseite des Verlages verzichten wir mit Bedauern. Das Buch von Frau Dr. Lauterbach erscheint dort u. E. in einem Umfeld, mit dem sich rechtfertigen ließe, dass ihre Erfahrungen verleugnet werden können. Damit wird dem Buch die an sich wünschenswerte Verbreitung über einen harten Kern hinaus verwehrt und die vorurteilsfreie Rezeption in Deutschland verhindert.
Nach der Haftentlassung
Unser Treffen mit Frau Dr. Eike Lauterbach nach Ihrer Haftentlassung! Sie geht in Berufung (SachsenKanal Sender Freies Sachsen; 13.1.2025; 6:48 min.)
»Gute Nachrichten von Dr. Eike Lauterbach. Sie ist gegen das Urteil des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten in Berufung gegangen. Ihr Anwalt Martin Kohlmann schickte die Berufung ans Gericht. Die Staatsanwaltschaft wollte einer Einstellung des Verfahrens nur zustimmen, wenn Eike auf die Haftentschädigung verzichtet hätte. Das wollte wiederum Eike nicht in Kauf nehmen, weil sie zu Unrecht in U-Haft gesperrt wurde und die Haftbedingungen menschenunwürdig waren. Darum musste das Gericht ein Urteil fällen und wollte anscheinend dem Ansinnen der Staatsanwaltschaft nachkommen, eine Haftentschädigung zu vermeiden, weshalb die Richterin letzten Freitag die geringstmögliche Strafe für die vorgeworfene Tat ausgesprochen hatte: 90 Tagessätze zur Bewährung. In Anbetracht der Tatumstände und der Haftbedingungen ist es gut nachvollziehbar, dass Eike Lauterbach erstens einen Freispruch erreichen möchte und zweitens Haftentschädigung fordert. Denn zum einen ist sie gehbehindert und konnte nicht so schnell mit den Polizisten, die sie verhaftet haben, mitgehen, was ihr das Gericht als Widerstand gegen die Verhaftung ausgelegt hat. Und zum anderen wurde auf ihren gesundheitlichen Zustand in der Untersuchungshaft keinerlei Rücksicht genommen und ihr die notwendige, medizinische Behandlung verwehrt, wodurch sich ihr Zustand weiter verschlechterte und sie möglicherweise irreversible Schäden erlitten hat.«