Paul von Hindenburg (li.) und Erich Ludendorff am Kartentisch, Gemälde von Hugo Vogel, etwa 1917 — Illustration: Wikimedia [Vorschaubild: Porträtfoto von Rudolph Stratz, 1914]

Rudolf Stratz (1904)
Rudolf Stratz
(1904) — Foto: Wikimedia

Lebensdaten

Rudolph Heinrich Stratz (* 6. Dezember 1864 in Heidelberg; † 17. Oktober 1936 in Bernau am Chiemsee) war ein erfolgreicher, heute weitgehend vergessener Romanschriftsteller.

Ehrungen

▪ Rudolph-Stratz-Straßen in Ziegelhausen, Bernau und Neuenheim (1928–1945).
▪ Bandverleihung des Corps Teutonia Göttingen (1929) (Wikipedia)

 

Werke

Rudolph Stratz: Der Weltkrieg.
Rudolph Stratz: Der Weltkrieg.
Ein deutsches Volksbuch von dem Weltgeschehen 1914 bis 1918. Unter Mitwirkung von Generalleutnant a. D. von Metzsch. Mit 108 Porträts in Kupfertiefdruck und 33 Kartenskizzen. 440 Seiten. Verlag August Scherl, Berlin (41. bis 50. Tausend, 1933)


Weitere Sachbücher

▪ Die Revolutionen der Jahre 1848 und 1849 in Europa. Winter, Heidelberg 1888/90. Band 1: Die Februar-Revolution und ihre nächsten Folgen. 1888. Band 2: Die Revolutionsereignisse des Sommers 1848. 1890.

▪ Wie's zum Weltkrieg kam. Deutscher Schriftenverlag, Berlin um 1917.

▪ Zum Jahrestag unseres Friedensangebots. Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1917.

▪ Die deutsche Landwirtschaft im Krieg. Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1917.

▪ England. Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1917.

▪ Frankreich. Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1917.

▪ Italien. Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1917.

▪ Rußland. Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1917.

▪ Der Balkan. Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1918.

▪ Der Orient. Kriegs-Presse-Amt, Berlin 1918.

▪ Kaspar Hauser. Wer er nicht war – wer er vielleicht war. A. Scherl, Berlin 1925.

▪ Die oberbayrischen Seen. Velhagen & Klasing, Bielefeld 1929.


Autobiographisches

▪ Lebenserinnerungen. A. Scherl, Berlin 1925/26. Band 1: Schwert und Feder. Erinnerungen aus jungen Jahren. 1925. Band 2: Reisen und Reifen. Der Lebenserinnerungen zweiter Teil. 1926.

▪ Mein Schaffen. A. Scherl, Berlin 1928.


Volltexte

Werke von Rudolph Stratz im Projekt Gutenberg Link

 

Kriegsschilderer

Der Begriff Kriegsschilderer bezeichnet Personen, die die Kampfhandlungen oder das Frontleben literarisch, journalistisch oder künstlerisch darstellen. Im Kontext der Weltkriege handelte es sich um vom Generalstab autorisierte Berichterstatter, die Propagandaschriften verfassten, aber auch um Autoren, die ihre Fronterlebnisse verarbeiteten. Sie sind vom direkten Frontdienst befreit, um über den Krieg zu berichten, und bewähren sich in ihrer Art, ähnlich wie Militärärzte, wobei ihre Darstellung oft heroisierend oder propagandistisch gefärbt sein konnte. Autorisierte Kriegsschilderer waren Rudolf Stratz und Ernst Jünger („In Stahlgewittern“). Als Kriegsschilderer wurden auch Schriftsteller wie Churchill, Tolstoi oder Hemingway bezeichnet, die Kriegserfahrungen literarisch verarbeiteten. (Übersicht mit KI)