SMS Arminius und Panzerkanonenboote bei Friedrichsort — Illustration: Chromo-Lithographie von Willy Stöwer (1895) aus G. Wislicenus, Unsre Kriegsflotte / Wikimedia

Das Panzerschiff Arminius

Die Arminius, benannt nach Arminius, dem Fürsten der Cherusker im 1. Jahrhundert, war ein Panzerschiff (Turmschiff) der Preußischen und Norddeutschen Marine, das bei der Reichsgründung 1871 von der Kaiserlichen Marine übernommen wurde. Wegen seines ausgeprägten Rammbugs wird es als Widderschiff bezeichnet.

 

Die auf der SMS Arminius installierte Riesenkanone
Die auf der SMS Arminius installierte Riesenkanone
Bildquelle: Illustrirte Zeitung, Bd. 43 (1864) / Wikimedia

Aus London nach Danzig

Es ist wohl zu beachten, daß gleichzeitig mit der Verlegung der Flottenstation nach Kiel durch Ordre vom 24. März die Auflösung des bis dahin dort stationirten Ostsee-Geschwaders befohlen wurde. Der König bestimmte in jener Ordre namentlich auch, daß die Korvetten Gazelle, Augusta, Victoria und der Aviso Preuß. Adler, sobald es die Verhältnisse gestatten, nach Danzig übergeführt und Behufs Instandsetzung außer Dienst gestellt werden sollten. Der Aviso Loreley aber und einige Kanonenboote wurden zu Vermessungsarbeiten in der Nordsee bestimmt. Im Hafen von Kiel sind zurückgeblieben: die Korvette Arkona als Kommando-Wachtschiff, Korvette Vineta zum Kreuzen in der Ostsee und zum Transportdienst bei der Uebersiedelung der Stamm-Division u. s. w., ferner (in Folge neueren Befehls) einstweilen die Korvette Augusta und zwei Kanonenboote erster Klasse. Die Korvette Augusta soll jedoch in Kurzem, jener Ordre zufolge, Behufs Instandsetzung nach Danzig gehen. Später wird dieselbe aber, sowie auch die Korvette Victoria, welche gegenwärtig das Panzerschiff Arminius aus London nach Danzig begleitet, und die Korvette Gazelle, welche von Cherbourg nach Danzig geht, nach erfolgter Instandsetzung nach Kiel zurückkehren, insoweit die Räumlichkeiten zur Unterbringung des Inventars dort beschafft sein werden.

Provinzial-Correspondenz. No. 17. Dritter Jahrgang. 26. April 1865.

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Den Befehl über Seiner Majestät Segel- und Dampfschiffe können nur Seeleute übernehmen.

Allerhöchster Erlass vom 7. Juli 1854 betreff Genehmigung des Organisations-Reglements für das Personal der Marine, §3

 

Die Kommandanten

22. April 1865 bis 12. Juni 1865

Kapitänleutnant Marinus Struben

14. Mai 1866 bis 20. Oktober 1866

Korvettenkapitän Reinhold von Werner

28. September 1868 bis 15. oder 29. November 1868

Korvettenkapitän Eduard Arendt

19. Juli 1870 bis 27. April 1871

Korvettenkapitän Otto Livonius

1. Mai 1872 bis 1. Oktober 1872

Kapitänleutnant/Korvettenkapitän Philipp von Kall

16. April 1873 bis 31. Mai 1873

Kapitänleutnant Heinrich Holzhauer

17. März 1874 bis 31. Mai 1874

Korvettenkapitän Philipp von Kall

15. März 1875 bis 31. Mai 1875

Kapitänleutnant Günther von Zitzewitz

 

Seiner Majestät Schiff

Seiner Majestät Schiff sowie die für diese Phrase stehenden Abkürzungen S.M.S. bzw. SMS wurde in deutschsprachigen monarchischen Marinen sowie in der Literatur hierüber als Präfix zum jeweiligen Schiffsnamen genutzt. So wurden zum Beispiel der deutsche Kreuzer Emden als „SMS Emden“ oder das österreichische Schlachtschiff Viribus Unitis als „SMS Viribus Unitis“ bezeichnet. Wurde gegenüber dem Souverän von einem mit S.M.S. bezeichneten Schiff gesprochen, hieß die Benennung „Eurer Majestät Schiff …“. Sprach umgekehrt der Souverän von einem derart bezeichneten Schiff, verwendete er die Floskel „Mein/Unser Schiff …“. Offizielle Erlasse zur verpflichtenden Benutzung dieser Bezeichnung, wie sie zum Beispiel für das in der United States Navy genutzte Präfix USS existieren, sind nicht bekannt. Auf Dienstsiegeln von Schiffen der Kaiserlichen Marine wurde wohl immer die Variante S.M.S. mit dem Schiffsnamen verwendet. (Wikipedia)