So steht es geschrieben
Den eingebildeten Risiken
auf der Spur
Der Kernphysiker Dr. Walter Rüegg hat ein Sachbuch über Radioaktivität verfaßt, mit Blitzkursen über Molekularbiologie, Genetik und Psychologie.
Der Gegenwart. — 9. Dezember 2024
Wussten Sie, dass ein bestimmtes Maß an Radioaktivität wohl nicht nur unschädlich, sondern möglicherweise gut für die Gesundheit ist? Das legt zumindest eine Studie zu US-Bewohnern nahe. Demnach haben Menschen, die an Orten mit hoher natürlicher Untergrundstrahlung wohnen, ein längeres Leben. Im Tierversuch ist zudem belegt: Maßvoll bestrahlte Mäuse bekommen seltener Krebs. Das sind nur einige der erstaunlichen Fakten, mit denen Walter Rüegg in seinem neuen Sachbuch aufwartet. Der promovierte Kernphysiker ist aufgrund seiner Fachkenntnisse und vieler eigenen Messungen zum Schluss gekommen, dass die Risiken radioaktiver Strahlung maßlos überschätzt werden. Er zeigt anhand anschaulicher Vergleiche, dass die Gefahren von Luftverschmutzung, chemischen Substanzen oder Zigaretten um ein Vielfaches grösser sind.
EIKE-Admin: »Den eingebildeten Risiken auf der Spur. Über „Zeitalter der Ängste“«, 7.12.2024
»Die Welt ist heute rund hundertmal wohlhabender als vor zweihundert Jahren. Wir leben doppelt so lange und arbeiten noch halb so viel – vergleichsweise paradiesische Zustände, zumindest in den Überflussgesellschaften der Industrieländer. Dennoch nehmen unsere Ängste zu. Vor allem fürchten wir uns immer mehr vor kleinsten, oft rein hypothetischen Risiken – und verdrängen, was uns wirklich umbringt.
Um sich in unserem Angstzeitalter besser zurechtzufinden, führt uns der Autor zunächst in die Welt der Atome ein – anschaulich und unterhaltsam. Hitler, Kleopatra, und sein lebendig eingemauerter Ur…Ur-Ahne helfen dabei. Es folgen leicht verständliche Blitzkurse über Kernphysik, Molekularbiologie, Genetik, Onkologie und Psychologie. Ein zentrales Thema ist die Radioaktivität, ein Bereich der oft von absurden Risikovorstellungen betroffen ist. Wir besprechen deshalb Kernkraftkatastrophen (Tschernobyl, Fukushima), Atombomben, ein nuklearer Weltkrieg und radioaktive Abfälle ausführlich – unter Berücksichtigung der neuesten Forschungsresultate. Chemische Abfälle, einschließlich jener aus erneuerbaren Energien, sind ebenfalls ein großes Diskussionsthema. Ein Vergleich mit nuklearen Abfällen führt zu überraschenden Ergebnissen.
Ein besonderes Thema stellen unsere Grenzwerte dar. Gewisse liegen bereits im Schadensbereich, andere sind Lichtjahre davon entfernt. Letztere liefern den Stoff für einige bizarre Geschichten. Abschließend kommt der Autor auf das zu reden, was uns wirklich umbringt – und wie es um unsere Einflussmöglichkeiten steht.
Der Text wird durch viele Bilder, Karikaturen, Anekdoten, verblüffende Vergleiche, etwas Historie und eine Prise Humor aufgelockert.«
(Verlagstext)
Aus Rezensionen
Haarsträubende Folgen der absurd tiefen Grenzwerte
Walter Rüegg ist unbequem. Er belegt, dass bei der Solarenergie mindestens so viel toxischer Abfall anfällt wie bei der Atomenergie, wenn man die erzeugten Strommengen vergleicht. Er macht klar, dass die absurd tiefen Grenzwerte in Sachen Radioaktivität oft haarsträubende Folgen haben. So aufrüttelnd solche Erkenntnisse auch sind: Rüegg gelingt es, seine Leserschaft mit viel Schalk und Sprachwitz abzuholen. Sein Buch vermittelt nicht nur Wissen, sondern bietet auch einiges an Unterhaltung.
EIKE-Admin: »Den eingebildeten Risiken auf der Spur. Über „Zeitalter der Ängste“«, 7.12.2024
Der Autor hat sich sehr viel Mühe gemacht unterschiedlichste Quellen zu analysieren und gegenüberzustellen. Wer skeptisch ist kann sich dank der Quellenangaben selbst eine Meinung bilden. Insgesamt ein guter Überblick zu den heutigen Gefahren, garniert mit ein bisschen Witz und Illustrationen.
Sollte von jedem gelesen werden, der sich mit Energieerzeugung beschäftigt oder sich dafür interessiert egal ob Pro- oder Contra Atomkraft in der Gesinnung. Zusätzlich gibt es interessante Einblicke in das Thema der Grenzwerte und hilft über viele Vergleiche die Gefahren einzuordnen.

Dr. Walter Rüegg
Foto: Verlag Edition Königstuhl
Der Autor
Dr. Walter Rüegg ist promovierter Kernphysiker mit einem starken Interesse für Medizin, Strahlen- und Molekularbiologie. Er war 15 Jahre an der ETH Zürich in der Grundlagenforschung tätig, auf dem Gebiet der Kern-, Teilchen-, Festkörper und Biophysik. Im Anschluss 25 Jahre Tätigkeit für die ABB, u. a. Mitglied des Konzernforschungsstabes und verantwortlich für größere internationale Forschungsaktivitäten. Als langjähriger Chefphysiker in der Schweizer Armee hat er sich mit allen Aspekten der Radioaktivität und den Auswirkungen von Nuklearwaffen befasst. Heute tätig als selbständiger, politisch unabhängiger Berater und Publizist, stand er auch nie im Dienste der Nuklearindustrie. (Verlagstext)
Nichts im Leben muss man fürchten, man muss es nur verstehen. Jetzt ist die Zeit, mehr zu verstehen, damit wir weniger fürchten.
Marie Curie (1867–1934)
Das Buch
»Die mit Abstand größte Geißel der Menschheit, die Infektionskrankheiten, wurden dank Hygiene, Impfungen und Antibiotika in den letzten zwei Jahrhunderten besiegt. Große Hungersnöte sind auch nicht mehr zu befürchten, weshalb wir im Vergleich zu früher doppelt so lange und – zumindest in den Industrieländern – in äußerst komfortablen Verhältnissen leben. Doch unsere Ängste haben nicht abgenommen – ganz im Gegenteil. Wir fürchten uns immer mehr vor winzigen, meist rein hypothetischen Risiken – und verdrängen das, was uns wirklich umbringt. Um mit unseren Ängsten besser umgehen zu können, führt uns der Autor zunächst in die Welt der Atome ein. Leicht verständliche Crash-Kurse über Molekularbiologie, Onkologie und Psychologie folgen. Ausführlich behandelt werden radioaktive Strahlen, insbesondere im Zusammenhang mit Kernkraftkatastrophen, Atombomben und radioaktivem Abfall. Den Stoff für bizarre Geschichten liefert das Thema „Grenzwerte“. Abschließend kommt der Autor auf das zu reden, was uns wirklich umbringt – und wie es um unsere Einflussmöglichkeiten steht. Quintessenz: wenn schon sich fürchten, dann vor dem Richtigen, den großen, real existierenden Risiken und nicht vor den kleinen, hypothetischen.« (Verlagstext)
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Fukushima und die Folgen
Walter Rüegg über Fukushima und die Folgen (schlumpf&rentsch; 11.12.2020; 37:01 min.)
»Gast-Podcast von schlumpf&rentsch: Martin Schlumpf trifft den Physiker Walter Rüegg zum Gespräch über den Kernenergie-Unfall von Fukushima und die Folgen für die Schweiz.«
Der Stand des Wissens
Die Wahrheit über Radioaktivität – Fluch oder Segen? Dr. sc. nat. Walter Rüegg 27.03.2015 (Die Weltformel; 29.3.2019; 1:13:31 Std.)
»In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts galten kleine Strahlendosen auch in wissenschaftlichen Kreisen als gesundheitsfördernd. Nicht nur Medikamente und Kosmetika, auch Lebensmittel und sogar Babykleidung wurden mit radioaktiven Substanzen «angereichert». Heute rufen die gleichen Dosen extrem grosse Ängste hervor. Ein Grund für diesen Wandel stellten die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki dar. Die gesundheitlichen Folgen wurden (und werden immer noch) mit einem Milliardenaufwand wissenschaftlich untersucht. Auf dem langen Weg von den Forschungsresultaten zur öffentlichen Meinung wird aber vieles auf den Kopf gestellt. Was sind gesicherte, unbestrittene Fakten, was ist Fiktion? Würde ein weltumfassender Nuklearkrieg das Ende der Menschheit bedeuten? Und was wären die Folgen eines größeren nuklearen Konfliktes im Nahen Osten oder zwischen Indien und Pakistan? Keine Einwirkung auf Lebewesen wurde derart gründlich untersucht wie die ionisierenden Strahlen. Es gibt wohl keine Universität, die nicht auf diesem Gebiet forscht oder geforscht hat. In der Öffentlichkeit ist darüber aber kaum etwas bekannt. Wir fassen den heutigen Stand des Wissens (und Unwissens) zusammen. Um die Risiken einer Bestrahlung richtig einordnen zu können, sind Vergleiche mit anderen Risiken und der natürlichen Radioaktivität unumgänglich. Dabei zeigen sich erstaunliche Widersprüche und ein schwerwiegendes Dilemma. Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben unsere Einstellung zur Radioaktivität nochmals stark geprägt. Wie ordnen wir diese Vorkommnisse ein, was lernen wir daraus? Wie würde unsere Erde ohne natürliche Radioaktivität aussehen? Wie steht es um die menschengemachte Radioaktivität? Ein Fluch oder ein Segen? Die Antwort ist nicht so offensichtlich wie es auf den ersten Blick erscheint.«