In eigener Sache
Trotzdem Frohsinn!
Der Weihnachtsmann tritt in diesem Jahr als Steampunk auf. Er lacht nicht, weil es kaum etwas zu lachen gibt. Ein Gruß an unsere Leser in ernster Lage.
Der Gegenwart. — 23. Dezember 2024
Alle treuen Leser des Gegenwart seien zum Weihnachtsfest 2024 herzlich gegrüßt. Nachdem auch zu diesem Fest wieder ein Terroranschlag vorführte, in welch ernste Lage und Lebensgefahr uns der Migrationswahnsinn des rotgrünen Politik- und Medien-Kartells gebracht hat und mit welcher Verbohrtheit die Regierenden jede grundsätzliche Verbesserung verweigern, bleibt allerdings nur der widerborstige Wunsch und Ausruf: Trotzdem Frohsinn! —
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Die Gestalt des heiligen Bischofs Nikolaus wurde Mitte des 19. Jahrhunderts säkularisiert und verlor ihren Ornat (Albe, Stola und Chormantel oder Messgewand), den Bischofsstab und die Mitra. An die Stelle des liturgischen Gewands traten Mantel und Zipfelmütze, welche an die kleinasiatische Phrygische Mütze erinnert. Möglicherweise flossen Elemente von Knecht Ruprecht und Wintergestalten wie dem rauen Percht mit ein.
Eine der ersten Beschreibungen, die der heutigen Form des Weihnachtsmannes ähnelt, stammt aus einem Gedicht des New Yorkers William Gilley. Dieser beschrieb im Jahr 1821 Santeclaus als ganz in Fell gekleidet und auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten fahrend.
Eine weitere Darstellung findet sich in dem Gedicht „‘Twas the night before Christmas“ (A Visit from St. Nicholas) von Clement Clarke Moore aus New York aus dem Jahr 1822, das erheblich größeren Einfluss hatte. Er beschrieb den Nikolaus als rundlichen, lustigen Elfen mit rundem kleinen Bauch, ganz in Fell gekleidet, mit glitzernden Augen, rosigen Bäckchen, einer Nase wie eine Kirsche, einem langen schneeweißen Bart und einer Pfeife.
Die Darstellung des Nikolaus im weltweit verbreiteten Kinderbuch Struwwelpeter des Frankfurter Arztes Heinrich Hoffmann, das 1844 entstand, ist der heutigen Darstellung des Weihnachtsmannes sehr ähnlich. Aus derselben Zeit stammt eine Zeichnung von Moritz von Schwind im Münchener Bilderbogen Nr. 5 von 1848 unter dem Titel Herr Winter, der eine gestrenge, ungeliebte Figur darstellt und zu dem die Menschen Distanz halten.
Der Deutsch-Amerikaner Thomas Nast, der im Jahr 1846 nach New York auswanderte und in den Vereinigten Staaten als Karikaturist bekannt wurde, zeichnete Weihnachten 1863 während des Amerikanischen Bürgerkrieges für das Magazin Harper’s Weekly einen alten, bärtigen Mann, der vom Schlitten herab die Soldaten der Unionstruppen beschenkt. Nasts Vorstellung vom Weihnachtsmann ging auf den pfälzischen „Belzenickel“ zurück, eine regionale, Pelz tragende Weihnachtsmannfigur aus dem 19. Jahrhundert, die er noch aus Kindheitstagen kannte. Als er später dazu aufgefordert wurde, seine Zeichnung zu kolorieren, wählte er die Farben rot und weiß. Später wurde daraus der Pfeife rauchende gemütliche und fidele Alte. Diese Geschichten malte Nast bis an sein Lebensende. 1923 wurde nach dieser Vorlage im Zuge einer Werbekampagne des New Yorker Getränkehersteller White Rock Beverages für sein beliebtes Dry Ginger Ale der heute bekannte Weihnachtsmann gezeichnet.
Gestaltung als Werbefigur
Die Figur des Weihnachtsmanns, wie er heute aus Filmen und Werbung bekannt ist, entstand Mitte des 19. Jahrhunderts. Die ersten Postkartenmotive mit der heute noch typischen Erscheinung entstanden in Thüringen und wurden international exportiert. Auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 zeigte die Spielzeugindustrie aus dem thüringischen Sonneberg erstmals eine lebensgroße Figur mit Schlitten. Ab diesem Zeitpunkt ging das Bild des Weihnachtsmanns um die ganze Welt.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschien der amerikanische Santa Claus immer wieder in blauen, braunen, goldenen aber auch schon in roten Mänteln. Bereits 1822 beschrieb Clement Clark Moore in seinem Gedicht „A Visit From St. Nicholas“ einen gutmütigen, fröhlichen Mann in einem roten Mantel. Die New York Times schrieb 1927: „Ein standardisierter Santa Claus erscheint den New Yorker Kindern. Größe, Gewicht, Statur sind ebenso vereinheitlicht wie das rote Gewand, die Mütze und der weiße Bart“.
Die Coca-Cola-Company trug ab 1931 durch Werbekampagnen zur Popularisierung der Weihnachtsmann-Darstellung bei. Verantwortlich für das Aussehen war der Cartoonist und Grafiker Haddon Sundblom. Als Haddon Sundblom das Gesicht des Weihnachtsmann gestaltete, hatte er ein reales Modell vor Augen: Lou Prentiss, einen langjährigen Freund des Designers. Später nutzte Sundblom hilfsweise sein eigenes Spiegelbild. Möglicherweise flossen in Sundbloms Gestalten auch europäische Motive ein. Bis 1964 zeichnete er jedes Jahr mindestens einen Weihnachtsmann für die Coca-Cola-Werbung und prägte, zusammen mit den immensen globalen Marketingkampagnen der Coca-Cola-Company, nachhaltig die Vorstellung des modernen Weihnachtsmannes.
Gabenbringer
Die Tradition des Nikolaus lebt heute noch in Teilen Europas weiter. In den Niederlanden (Sinterklaas), Belgien, Luxemburg, Westdeutschland, Sachsen, Tschechien und der Schweiz kommt der Nikolaus am Vorabend des 6. Dezember (dem „Nikolausabend“) ins Haus, um vorweihnachtliche Leckereien zu schenken oder diese in der Nacht in einen vor dem Fenster aufgestellten Nikolaus-Stiefel zu legen.
Ähnlich agiert er in Bayern und Österreich am 6. Dezember, wo vielfach am Tag davor die wohl von den winteraustreibenden Perchten (keltischen Ursprungs) inspirierten Krampusse die Gegenspieler sind – in vollständig traditioneller Version mit einem Pferdefuß und zwei Hörnern, einer Reisigrute (die vielfach [spielerisch] benutzt wird) und über dem Teufelsschwanz einer auf den Rücken geschnallten Holzbutte, in der angeblich die „schlimmen“ Kinder abtransportiert werden. Der Nikolaus weist sie jedoch bei jedem Auftritt erfolgreich in die Schranken.
Im fränkischen Raum ist der „Pelzmärtel“ (vom westmitteldeutschen pelzen = ‚prügeln‘ und Märtel als Verkleinerungsform von Martin) seit der Reformation als Gabenbringer verbreitet, im Schwäbischen tritt Belzmärte als dunkler Begleiter des Nikolaus auf. Hier dürften Elemente des Brauchtums am Martinstag (11. November) mit dem Nikolausbrauchtum zusammengeflossen sein. Auch „Pelznickel“ (Nickel als Verkleinerungsform von Nikolaus) kommt im Unterfränkischen vor.
Der Brauch des Beschenkens der Kinder an Weihnachten durch den „Heiligen Christ“ wurde von Martin Luther seit etwa 1535 als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagiert, um so das Interesse der Kinder auf Christus anstelle der Heiligenverehrung zu lenken. Die Beschenkung war seit der Reformation auf den Heiligen Abend verlegt worden. Insbesondere im protestantisch geprägten Raum fand das veränderte Ritual seine Verbreitung. In Abgrenzung dessen bildete sich in den katholisch geprägten Regionen des deutschsprachigen Raumes die Symbolgestalt des Christkinds heraus. Im Volk blieb der Nikolaus als Geschenkeüberbringer ebenfalls populär.
Spätestens mit Beginn des 19. Jahrhunderts war die Figur des Weihnachtsmanns als Gabenbringer an Heiligabend im norddeutschen Raum allgemein bekannt. Im Weihnachtslied Morgen kommt der Weihnachtsmann, dessen Text 1835 von Hoffmann von Fallersleben verfasst wurde, lauten die ersten beiden Zeilen: „Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben.“
Die nordische Sagengestalt des Nisse (von dänisch Niels für Nikolaus), deutsch adaptiert als Wichtel, erinnert mit ihrer roten Mütze an den Weihnachtsmann. Davon abgeleitet ist der Brauch des Wichtelns in der Vorweihnachtszeit, in dem man sich gegenseitig und anonym in zufälliger Zuordnung von Schenkendem und Beschenktem beschenkt.
Die seit 2002 bestehende Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“ des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken soll dazu beitragen, den heiligen Nikolaus als Symbol für die Vermittlung christlicher Werte und Vorbild für ein christlich inspiriertes Handeln in der Gesellschaft wieder in den Vordergrund zu stellen und einer Verwechslung mit der populären Kunstfigur des Weihnachtsmannes entgegenzuwirken.
Textgrundlage: https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsmann
Symbolfigur
Der Weihnachtsmann ist eine Symbolfigur weihnachtlichen Schenkens, die in Deutschland vor allem in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland sowie in der übrigen Welt unter verschiedenen Namen etwa in Frankreich und der Westschweiz (Père Noël), den Niederlanden, Skandinavien, Estland, Lettland, dem Vereinigten Königreich, in Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten, populär ist.
Dargestellt wird er zumeist als rundlicher, freundlicher alter Mann mit langem weißen Rauschebart, rotem und mit weißem Pelz verbrämten Gewand sowie einem Geschenkesack. Wesentliche Attribute der Darstellung entstanden im 19. Jahrhundert. Angeblich bringt der Weihnachtsmann braven Kindern am Heiligen Abend Geschenke, den unartigen hingegen nur eine Rute, wobei der strafende Aspekt in den letzten Jahrzehnten immer mehr hinter den des gütigen Gabenbringers zurückgetreten ist.
Die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsmanns ist synkretischer Natur. Die Figur entstand über Jahrhunderte aus der Verschmelzung einer Vielzahl von europäischen und nordamerikanischen Nikolaus- und Weihnachtsbräuchen. Der Weihnachtsmann vereint u. a. Eigenschaften des heiligen Bischofs Nikolaus von Myra (* zwischen 270 und 286 in Patara; † 6. Dezember 326, 345, 351 oder 365) und seines Begleiters, des Knechts Ruprecht. Einflüsse aus der nordischen und germanischen Mythologie sind ebenfalls in seinem Wesen zu finden.
Im deutschen Sprachraum ist er spätestens seit dem 18. Jahrhundert publizistisch belegt. Im 20. Jahrhundert erfuhr die heute weltbekannte Gestalt des Weihnachtsmanns Impulse durch nordamerikanische Künstler, Medien und Kulturträger. (Wikipedia)